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Mehrmals wöchentlich sehr laute Musik vom benachbarten Sportverein

03.05.2013 14:33 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Ich wohne direkt angrenzend an einen Sportverein mit Vereinsheim, mehreren Fußball- und Tennisplätzen. Das es ab und zu mal lauter wird ist nachvollziehbar und unproblematisch.

Nur wird mind. einmal pro Woche teilweise sogar mehrmals wöchentlich vor Fußballspielen oder auch Training über eine Außenbeschallung sehr laute Musik abgespielt.

In der Regel eine halbe bis dreiviertel Stunde meistens freitags, ab 18.30 Uhr.

Die Musik ist auf meiner Terasse so laut, dass ich selbst mir Musik in dieser Lautstärke nicht anmachen würde.

Ich wohne im Kreis Pinneberg.

Darf der Sportverein das?

Ich habe den Verantwortlichen gebeten, die Musik leiser zu machen, er meinte, dass sei doch nur für eine kurze Zeitund sie dürften das, es würde dazu gehören.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der normale Krach der von einem Sportplatz ausgehen kann, ist hinzunehmen.

Dazu sind bereits mehrere Gerichtsentscheidungen ergangen, die dies bestätigen.

Allerdings sind solche musikalischen Beschallungen nicht hinzunehmen.

Dem Verein ist es zu gestatten, gelegentliche Vereinsfeste auszurichten und dann Musik zu spielen.

Allerdings darf nicht wöchentliche lautstark Musik gespielt werden.

Letztlich richtet sich der Unterlassungsanspruch gegen den Verein auch danach, wie stark die Beeinträchtigung ist.

So greifen § 906 BGB und § 48 BImschG ein und bestimmen, wie laut die Musik sein darf.

Wenn auch ein objektiver Dritter die Musik als laut empfindet, besteht der Unterlassungsanspruch nach § 1004 BGB.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2013 | 15:18

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Spielt die Uhrzeit auch eine Rolle und gibt es festgelegte Richtwerte („TA-Lärm")?

Wie sieht es ferner aus mit den „Hinweisen des Länderausschusses für Immissionsschutz zur Beurteilung der durch Freizeitanlagen verursachten Geräusche" (sog. LAIHinweise oder Freizeitlärmrichtlinie)?

Kann die Gemeinde Ausnahmegenehmigungen erteilen?

Ich habe den Verantwortlichen unter anderem mit Hinweis auf das Zubettgehen meiner beiden kleinen Kinder (2 und 5 Jahre alt), die gegen 19.30 schlafen gehen, gebeten die Musik leiser zu machen, er meinte, es wäre doch eh gleich vorbei und er dürfe im übrigen die Musik machen, das gehöre dazu.

Ich möchte ihn jetzt noch einmal höflich bitten, die Musik leiser zu machen, doch will ich das nicht jedes Mal tun.

Welche rechtliche Handhabe hätte ich im Zweifelsfall?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2013 | 15:29

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr ist absolute Ruhe.

18.30 Uhr ist keine solche Ruhezeit.

Dennoch ist in dieser Zeit ein störender Geräuschpegel nicht erlaubt.

Dem Verein drohen staatlicherseits auch Auflagen, wenn die Musik nicht freiwillig leiser gestellt wird.

Ausnahmen können erteilt werden, aber nur ausnahmsweise für Feste und nicht regelmäßig für jede Freitag.

Sie sollten nochmal höflich Bescheid geben und anderenfalls einen Anwalt beauftragen.

Ansonsten kann man auch beim Ordnungsamt eine Verfügung erwirken.

Mit freundlichen Grüßen

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