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Mehrkosten Fassadensanierung

22.09.2008 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


19:08

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Mai 2008 erteilten wir einem Malerbetrieb den Auftrag zur Fassadensanierung. Das Aufmaß zur Angebotserstellung erfolgte durch die ausführende Firma vor Ort. Das Objekt war frei zugänglich. Im Angebot wurden 600m² aufgeführt und beauftragt. Die Beauftragung erfolgte nach VOB/B. und sollte zum Aufmaß abgerechnet werden.
(Hintergrund: eine Seite sollte u. wurde nicht instandgesetzt, so dass eigentlich nur 540m² hätten saniert werden sollen).
In der Schlußrechnung wurden 714m² abgerechnet also eine Mehrmenge von fast 19 bzw.25% der ermittelten Menge.
Muss die komplette Fläche bezahlt werden oder nur die Menge von lt. Beauftragung von 600m² + 10% = 660m²?

Viele Grüße
info21

22.09.2008 | 16:25

Antwort

von


(2338)
Damm 2
26135 Oldenburg
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Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn in dem Vertrag VOB/B vereinbart worden ist und nach Aufmaß abgerechnet werden sollte, müssen Sie nur die tatsächlich erbrachten Leistungen auch zahlen.

Allein die geleisten Mengen sind Abrechnungsgrundlage, wobei Sie ausführen, dass eine Seite nicht instandgesetzt werden sollte und auch nicht instandgesetzt worden ist. Dann aber können nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung und unter Voraussetzung der Richtigkeit der genannten Zahlen nur 540 qm im Aufmaß zur Rechnungsgrundlage herangezogen werden.

Warum hier offenbar auch die nicht sanierte Fläche mit ins Aufmaß und damit zur Berechnungsgrundlage einbezogen worden ist, ist nicht nachvollziehbar, da dann ja nicht erbrachte Leistungen berechnet werden sollen.


Hier sollten Sie unverzüglich Einwendungen gegen die Prüfbarkeit der Rechnung und das fehlerhafte Aufmaß unter Angabe der obigen Gründen schriftlich machen.


Hier wäre dann sicherlich die Einigung mit der Firma angebracht, wobei Sie auch sicherlich nicht 714 qm, sondern allenfalls 660 qm zu zahlen hätten, da es keine anderslautene vorhierige Hinweise gegeben hat.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 22.09.2008 | 16:40

Sehr geehrter Herr RA Bohle,

zur Angebotserstellung wurden 600m² von der Malerfirma vor Ort aufgemessen.
Nach dem gemeinsamen Aufmaß waren es (OHNE die nicht beauftragte Seite) 713m². Diese 713m² entsprechen auch den tatsächlichen Gegebenheiten.Die Firma hat sich bei der Angebotserstellung vermessen. Ob absichtlich, kann ich nicht beurteilen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.09.2008 | 19:08

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier hatte ich die Eingangsfrage so verstanden, dass tatsächlich nur 540 qm bearbeitet worden sind, so dass Sie zusätzlich noch eine weitere Nachfrage direkt stellen können, falls Bedarf besteht.

Sind nun tatsächlich 714 qm bearbeitet und zur Feststellung ein gemeinsames Aufmaß gefertigt worden, kann auch für die ÜBER 10% liegende Mehrmenge der Unternehmer dann die Vergütung verlangen, allerdings mit folgender Besonderheit:

Hier wurden ja ursprünglich 600 qm festgelegt, so dass grundsätzlich dann auch dieses Aufmaß von 600 qm als Abrechnungsgrundlage heranzuziehen ist (OLG Braunschweig, BauR 2001, 412 ). Spätere Einwendungen gegen den Umfang
sind ausgeschlossen.

Da hier aber nun die 110% überschritten worden sind, kann nach § 2 VOB/B der Unternehmer die Zahlung des übersteigenden Teils verlangen, so dass Sie dann letztlich 654 qm (714qm – 660qm) zu zahlen hätten, wobei der Unternehmer für diese Mehrmenge aber voll beweispflichtig ist.

Die Kalkulation (600 qm) gilt dabei als unverbindliche Richtlinie.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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