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Mehrfacher RA-Wechsel

| 08.08.2008 17:35 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


12:28

Betreff: Mehrfacher Mandatsentzug, Verkehrsrecht

Anfang Januar 08 stürzte ich vor dem von mir mitbewohnten Mehrfamilienhaus auf unsichtbarem Glatteis. Es war nicht gestreut (und wurde auch nicht im weiteren Tagesverlauf). Folge: Leichte Brüche im linken Beckenbereich. 4 Tage Krankenhausaufenthalt, 6 Wochen ambulante Behandlung mit Krückenbenutzung.
Vermieter am 17.01.08 durch mich schriftl. vom Unfall unterrichtet, bestätigte Eingang und ferner Existenz einer Haftpflichversicherung, kündigte Rückmeldung des Hausverwalters bei mir an. Diese erfolgte aber erst am 27.02.08. Hausverwalter erhielt von mir mündl. Auskunft, dass ich einen RA eingeschaltet hätte. Meine Rechtsschutzversicherung hatte mir Schutz für außergerichtliche Interessenwahrnehmung zugesichert.
Der RA wurde aber bis zum 30.06.08 gegenüber der Haftplichtbversicherung nicht aktiv. Darauf entzog ich ihm das Mandat, übertrug es einem andern aus einer entspr. Liste der RA-Kammer und beschwerte mich bei der RA-Kammer über den ersten RA. Meine Beschwerde wurde kürzlich als berechtigt anerkannt und Maßnahmen gegen den untätigen RA angekündigt.
Der zweite RA meldete den Unfall der Versicherung. Diese bestritt Vorhandensein einer Schuld ihres Versicherungsnehmers, verlangte ggf. Nachweise und beschwerte sich über angeblich sehr späte Schadensmeldung. Die von meinem RA von mir verlangte Stellungnahme hierzu sandte ich diesem am 24.06.08 zu. Seitdem hörte und las ich nichts mehr von ihm. Auch meine Erinnerung und Fristsetzung (bis zum 12.08.08) blieb bisher unbeantwortet. Darin hatte ich angekündigt, mich nach Fristablauf selber mit der Versicherung in Verbindung zu setzen und notfalls in erster Instanz einen Prozess auch ohne RA zu führen (zur Verhinderung der Verjährung).
Sollte ich bis zum 12.08.08 nichts Befriedigendes vom RA hören, will ich auch ihm das Mandat entziehen, mich auch über ihn bei der RA-Kammer beschweren und nach einem dritten Anwalt suchen.

Meine bisherigen Fragen:

1) Gibt es wichtige Einwände gegen einen zweiten Wechsel des RAs?
2) Wie und wo finde ich endlich einen zuverlässigen RA, der meine Sache zügig vorantreibt und zu Ende führt, erforderlichenfalls auch prozessual? Ggf. bitte ich den hier Antwortenden um seine Bereitschaft.
3) Habe ich Schadensersatzansprüche gegenüber dem ersten inaktiven RA und ggf. auch gegenüber dem zweiten? Meine Rechtsschutzversicherung (DMB Rechtsschutz) hat diesbezügl. nicht geantwortet.
4) Ist es meiner Sache eher nützlich oder eher schädlich, wenn ich zwischenzeitlich der Versicherung gegenüber - vorbehaltlich weiterer Forderungen und Korrekturen nach Beratung durch einen RA - selber aktiv werde, ihr den Unfallverlauf genauer beschreibe, auf Zeugen hinweise und um ein angemessenes Angebot für Schadenersatz und Schmerzensgeld bitte?
5) Ich erwäge, meine Erfahrungen mit RAs und Versicherung - mit namentlicher Nennung aller Beteiligten - den Verbraucherschutzverbänden und mir geeignet erscheindenden Medien mitzuteilen. Gibt es wichtige rechtliche Einwände dagegen?
6) Für den Fall einer Prozesseinleitung ohne RA:
5.1 Wie viele Jahre nach dem Unfall erfolgt Verjährung?
5.2 Welches Amtsgericht ist in erster Instanz zuständig, das für den Unfallort oder das für den Sitz der Versicherung zuständige oder ein anderes?
5.3 Wie hoch ist etwa der Streitwert? Meine Schadenersatzansprüche für Kosten, die nicht von der Krankenversichung und von der staatlichen Beihilfestelle gedeckt wurden: ca. 350,- €, weitere Kosten: ca. 150 €, Schmwerzensgeld: mir unbekannt.
7) Für weitere Hinweise und insbes. Warnungen bin ich dankbar.





08.08.2008 | 18:11

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich gibt es keine Einwände, auch dem zweiten Rechtsanwalt das Mandat zu entziehen. Schwierigkeiten dürfte es allerdings bezüglich der angefallenen Gebühren bzw. hinsichtlich deren Übernahme durch Ihren Rechtsschutzversicherer geben. Da die Rechtsschutzversicherungen grundsätzlich nur die Gebühren eines Anwalts zahlen, werden Sie bei Beauftragung eines dritten Rechtsanwalts in Vorleistung treten müssen, sofern der erste (und unter Umständen auch der zweite Anwalt) bereits Vorschußzahlungen von der Rechtsschutzversicherung erhalten haben sollten.


2.

Es erstaunt schon, daß die von Ihnen beauftragten Rechtsanwälte teilweise untätig geblieben sind. Vielleicht kann man das auch mit der Urlaubszeit erklären. Empfehlenswert dürfte es aber auf jeden Fall sein, in der Kanzlei des zweiten Rechtsanwalts anzurufen und den Sachstand zu erfragen.

Grundsätzlich bin auch ich bereit, Ihren Fall weiter zu bearbeiten.


3.

Schadenersatzansprüche gegen die beiden Rechtsanwälte könnten in Betracht kommen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

- Es muß Ihnen ein Schaden entstanden sein und

- den Rechtsanwälten muß ein Verstoß gegen Pflichten aus dem Anwaltsvertrag vorzuwerfen sein.

Ob Ihnen bislang ein von den Rechtsanwälten verursachter Schaden entstanden ist, läßt sich aus Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht entnehmen.

Bezüglich einer Pflichtverletzung müßte der Sachverhalt ebenfalls eingehend geprüft werden, was aber - seriöserweise - ohne weitere Kenntnis des Sachverhalts nicht möglich ist.


4.

Bei Unfallsachen, in denen die Geltendmachung von Schmerzensgeld im Mittelpunkt steht, halte ich die Einschaltung eines Rechtsanwalts für wichtig. Es wird Ihnen Schwierigkeiten bereiten, das Schmerzensgeld richtig zu beziffern.

Auch vor dem Hintergrund, daß der gegnerische Haftpflichtversicherer ein Verschulden seines Versicherungsnehmers (Verkehrssicherungspflicht) abgelehnt hat, dürfte es kaum Aussicht auf Erfolg bieten, wenn Sie versuchen Ihre Ansprüche ohne anwaltliche Hilfe durchzusetzen.


5.

Natürlich können Sie Erfahrungen mit Versicherungen und Anwälten Verbraucherschutzverbänden oder Ihnen geeignet erscheinenden Medien mitteilen. Allerdings müssen Sie beachten, dann nicht in rechtlich bedenkliche Bereiche "abzudriften", wie z. B. Beleidigung etc. Allerdings halte ich von derartigen Maßnahmen, die aus einer - vielleicht berechtigten - Verärgerung stammen, wenig. Aus den von Ihnen geschilderten Erfahrungen lassen sich schließlich keine allgemeingültigen Rückschlüsse auf die Anwaltschaft oder die Versicherungen ziehen.


6.

Verjährung: 3 Jahre ab Schadeneintritt

Zuständiges Amtsgericht: das Gericht des Unfallorts

Streitwert: Sie haben die materiellen Schäden mit ca. 500,00 € beziffert. Hinzu käme der immaterielle Schaden, also das Schmerzensgeld. Nimmt man z. B. ein Schmerzensgeld in Höhe von 3.000,00 € an, läge der Streitwert in etwa bei 3.500,00 €.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 29.08.2008 | 16:19

Für meinen Glatteisunfall vor dem von mir mitbewohnten Haus gibt es keinen Augenzeugen, worauf sich Versicherung beruft. Prozessaussichten in Prozent geschätzt? Ohne Gewähr, nur Vermutung auf vorhergehender Darstellung.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.09.2008 | 12:28

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.

Die Aussichten, den Rechtsstreit mit Erfolg abzuschließen, beurteile ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung äußerst zurückhaltend. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, als daß Zeugen, wie Sie schreiben, nicht zur Verfügung stehen.

Sie sprechen dabei von Augenzeugen, also von Zeugen, die Ihren Unfall beobachtet haben.

2.

Aufgrund Ihrer Schilderung, daß über den gesamten Tag nicht gestreut worden sei, würde ich versuchen, Zeugen dafür in Erfahrung zu bringen, die bestätigen könnten, daß vor dem Haus den ganzen Tag über Glatteis war.

Ob man sich an diesen Tag noch erinnern kann, ist natürlich im Hinblick auf den Zeitablauf fraglich.

Wenn aber Zeugen zur Verfügung stehen, die Ihnen bestätigen würden, daß am Unfalltag Glatteis vorhanden war und daß nicht gestreut worden ist, ist es nicht gänzlich ausgeschlossen, daß Sie den Fall doch noch mit Erfolg abschließen können.

Natürlich kann ich Ihnen keine auch nur ansatzweise verbindliche Einschätzung der Erfolgsaussicht nennen, da es, sollte es zum Rechtsstreit kommen, stets auch darauf ankommt, wie sich die Gegenseite verteidigt.

3.

Meine Empfehlung: Sie haben Rechtsschutz für die außergerichtliche Tätigkeit. Wenn es Zeugen für das Vorhandensein des Glatteises am Unfalltag gibt, sollten Sie über einen Rechtsanwalt Schmerzensgeldansprüche (und Schadenersatzansprüche) gegen den Verursacher, d.h. gegen denjenigen, der eine Verkehrssicherungspflicht verletzt hat, geltend machen. Dann werden Sie auch feststellen, wie sich die Gegenseite verteidigen wird.

Der Rechtsanwalt wird Sie sodann beraten, ob ggfls. eine Klage Aussicht auf Erfolg oder auf einen Teilerfolgen haben kann.

4.

Vielleicht noch eine abschließende Anmerkung: Schadenersatzansprüche aus Unfällen sollte man stets zeitnah geltend machen. Heute, nach mehr als 8 Monaten, ist es natürlich schwierig, Zeugen zu finden, die sich noch an diesen Tag erinnern können. Unmittelbar nach dem Unfall wäre das vermutlich möglich gewesen.

Selbstverständlich sind wir gern bereit, den Fall für Sie zu übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen


Gerhard Raab
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