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Mehrfacher Ladendiebstahl geringwertiger Sachen


| 25.11.2007 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Guten Tag, ich hoffe Sie können mir bei dieser Frage behilflich sein:
Ich bin 22 Jahre alt und wurde vor ein paar Tagen beim Ladendiebstahl beim Lebensmitteldiscounter Aldi erwischt. Der Wert des geklauten Artikels betrug nur 1,99€. Ich habe sofort alles zugegeben. (Mich allerdings nicht entschuldigt…im Nachhinein denke ich, wäre das angebracht gewesen.)Der Ladendetektiv hat mich in sein Büro gebeten und dort in einen Beleg meine Personalien eingetragen und den Tatvorgang aufgeschrieben. Außerdem musste ich darauf unterschrieben, dass mir Hausverbot erteilt wird und 50€ bezahlen. Dann wurde die Polizei verständigt, die mich dann auch nach hause fuhr, weil ich mich im Geschäft nicht ausweisen konnte und sie bei mir zu hause meine angegeben Personalien überprüften. Der Detektiv hat mich im Büro gefragt ob ich schon mal gestohlen hätte und ich habe nein gesagt. Allerdings haben auch die Polizisten mich beim zum-Auto-Gehen gefragt ob ich so was schon mal gemacht hätte und ich habe wieder verneint, aus Angst mich selber weiter zu belasten. Es war aber nicht das erste mal, dass ich in diesem Geschäft etwas habe mitgehen lassen. Seit geraumer Zeit habe ich fast jedes Mal bei meinen Lebensmitteleinkäufen Kleinigkeiten (Warenwert fast immer unter 5 €) eingesteckt und das Gros bezahlt. Ich habe meine Taten immer verdrängt und nach Verlassen des Geschäfts nicht mehr daran gedacht, daher kann ich nicht genau sagen wie oft ich dort schon gestohlen habe- vielleicht 15 mal- und auch nicht mehr wann das genau war und was genau (mal Kekse, mal Zahnbürsten). In anderen Geschäften bin ich ebenso verfahren. Ich war mit der Dummheit meiner Tat und den möglichen Konsequenzen nicht im Klaren. Ich bin geschockt aber froh dass ich endlich erwischt wurde und hoffe dass mir das endlich solch eine Lehre ist, damit ich nie wieder so klaue. Ich glaube das Stehlen war mir schon zur Klau-Sucht geworden und ich wurde deshalb auch immer unvorsichtiger und habe insgeheim gehofft, dass es endlich mal jemanden auffällt.
Nun endlich meine Frage: Ich bin ja jetzt bei dieser einen Tat gestellt worden und der Beamte meinte, dass das Verfahren wahrscheinlich wegen Geringfügigkeit eingestellt wird. Auch weil ich nicht vorbestraft bin und noch nie ein Ermittlungverfahren gegen mich lief. Was würde also passieren, wenn das Geschäft in Nachhinein doch noch von meinen anderen Diebstählen erfährt (vielleicht durch Videoüberwachungskameras?) und mich deswegen auch noch anzeigt? Ist das realistisch oder ist die Sache mit diesem Ermittlungsverfahren „vorbei“?
Würde das zu neuen Ermittlungsverfahren führen? Würden alle Vergehen dann addiert und gelten die Warenwerte dann nicht mehr als „geringwertig“? Könnte ich dann noch mit einem Strafbefehl mit hoher Geldstrafe rechnen oder wäre eventuell sogar mein Ausbildungsplatz verloren, weil mein Arbeitgeber davon erfährt und ich ins Gefängnis muss? Wie soll ich mich jetzt am besten verhalten? Einfach auf den Anhörungsbogen von der Staatsanwaltschaft wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens warten? Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Fragen.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Kollegen / eine Kollegin vor Ort ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ich möchte Ihre Fragen auf der Grundlage Ihres geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten:

Wie Ihnen der Polizeibeamte schon gesagt hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Ermittlungsverfahren wegen Geringfügigkeit gem. § 153 der Strafprozessordnung eingestellt wird, und zwar wegen des geringen Warenwertes (1,99 €) und weil Sie Ersttäter sind.

Ihre Befürchtung, der Lebensmittelladen wird im Nachhinein frühere Taten aufklären und diese jetzt auch noch zur Anzeige bringen, halte ich für unberechtigt. Wenn man Sie früher gefilmt hätte, wäre man damals eingeschritten. Auch erscheint es mehr als unwahrscheinlich, dass Aufzeichnungen für längere Zeit gespeichert werden. Es würde sich wahrscheinlich auch niemand die Mühe machen, diese alten Aufzeichnungen auf Ihre Person hin durchzusehen, der Ermittlungsaufwand erscheint unverhältnismäßig.

Sie sollten daher davon ausgehen, dass keine weiteren Taten Gegenstand des Verfahrens werden.

Aber selbst wenn das sehr Unwahrscheinliche geschehen sollte, müssen Sie keine schlaflosen Nächte bekommen. Es wären dann mehrere Diebstähle geringwertiger Sachen, auch bei einem solchen Verfahren ist bei einem Ersttäter nicht mit einer "hohen" Geldstrafe zu rechnen, erst recht droht kein Gefängnis, Sie müssen auch nicht mit dem Verlust Ihres Ausbildungsplatzes rechnen.

Für die weitere Vorgehensweise können Sie bei dem geschilderten Sachverhalt abwarten, was passieren wird. Wenn sich das Verfahren tatsächlich auf andere Delikte ausweitet, dann sollten Sie mit einem im Strafrecht versierten Rechtsanwalt Kontakt aufnehmen. Bis dahin brauchen Sie sich nicht zu viele Sorgen machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei einer ersten Orientierung behilflich sein. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Albrecht Popken LL.M.
Rechtsanwalt
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