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Mehrfacher Betrug ebay etc.

22.03.2009 19:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes B. Kagerer


Hallo ich habe weil ich glaube ich Kaufsüchtig bin Sachen bei ebay und in einem anderen Forum Angeboten die ich nicht hatte und habe gar nichts oder andere Ware den Personen geschickt nun habe ich mehrere Anzeigen wegen Betrug bzw. Verfahren bekommen was soll ich tuen womit muss ich rechnen? Habe mir bis jetzt nichts zu schulden kommen lassen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung des von Ihnen eingestellten Sachverhalts wie folgt:

Der klassische, einem Menschen gegenüber begangene Betrug i. S. d. § 263 StGB kann auch mittels des Internets begangen werden. Es ergeben sich im Rahmen der Strafbarkeit keine Besonderheiten. Im Internet kann sich ein Täter Vorteile zu Nutze machen. Das Internet ist leicht zu bedienen und preiswert. Es kann jederzeit und überall darauf zurückgegriffen werden. Die Wirkung ist schnell und effektiv.

Liefert ein Anbieter bei einer Auktion im Internet die ersteigerte Ware nicht, so kann er dadurch einen Erfüllungsbetrug begehen, wenn er von Anfang an nicht bereit war, die Ware zu übereignen. Die bei Vertragsschluss begangene Täuschung über die Erfüllungsbereitschaft als innere Tatsache wirkt in der Erfüllungsphase fort.

Als Rechtsfolge sieht § 263 Abs. 1 StGB Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren vor.
Bei einem besonders schweren Fall i. S. d. § 263 Abs. 3 Nr. 1 StGB (z. B. bei gewerbsmäßiger Begehung) ist die Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren.

Sollten Sie, wie Sie geschrieben haben, bisher strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten sein, dann dürfte dies schon einmal positiv zu werten sein. Ob hier angesichts mehrerer Strafanzeigen eine Freiheitsstrafe (Vollstreckung zur Bewährung), Geldstrafe oder noch eine Einstellung unter Erfüllung von Auflagen in Betracht kommen kann, bedarf einer präzisen Überprüfung Ihres Falls, auch anhand der Ermittlungsakte.

Auch eine möglicherweise in Betracht zu ziehende verminderte Schuldfähigkeit oder Schuldunfähigkeit im Rahmen der Schuld (wegen der von Ihnen angegebenen Sucht) gilt es genauer zu analysieren.

Sollten Sie wegen der Strafanzeigen polizeilich geladen werden, sind Sie nicht verpflichtet einer derartigen Ladung nachzukommen. Ich rate Ihnen zunächst von Ihrem Schweigerecht Gebrauch zu machen und sich jedenfalls zu diesem Zeitpunkt nicht zur Sache zu äußern.

Sogleich ist es sinnvoll einen Strafverteidiger im Ermittlungsverfahren zu beauftragen, der Sie insbesondere effektiv verteidigen kann, Akteneinsicht beantragt und von seinem Beweisantrags- und Fragerecht Gebrauch machen kann.

Das Schreiben der polizeilichen Ladung, ggf. Anhörungsbogen können dem Strafverteidiger bereits im Vorfeld zugefaxt werden.


Für Rückfragen und/oder einer weiteren Beauftragung als Verteidiger stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

J. Kagerer
(Rechtsanwalt)

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