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Mehrfache Urkundenfälschung, sowie mehrfacher Betrug in mehreren Fällen

29.01.2009 22:25 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein großes Problem.
Erstmal zu meiner Person etwas:

Ich bin Ausländischer Bürger aber in Deutschland geboren.
Ich bin 21 Jahre alt.
Meine Straftaten habe ich zwischen meinem 20 Lebensjahr begannen.

Zu meiner Straftat:

Ich habe eine Stelle als Geschäftsführer / Filialleiter eines großen Lebensmittel Einzelhandel bekommen.
Durch falsche Freunde, und noch junges dummes Denken, habe ich mehrere Schwerer Taten begannen.

Ich habe Unterschriften gefälscht, habe Arbeitsverträge abgeändert ohne mit deren Mitarbeitern zu sprechen, habe dies selber unterschrieben im Namen der Mitarbeiter.
Habe selbst Kündigungen erstellt und unterschrieben.
Ich habe bei Laden Diebstälen Körperverletzung begannen.
Ich habe falsche Tresor Belege erstellt, um mir somit Geld aus dem Tresor zu nehmen.
Ich habe unberechtigte Stornos an der Kasse getätigt und mir das Geld genommen.
Insgesammter geschäzter Schaden: 4000,00 €
Unter anderem, habe ich noch Zeugnisse meiner Begunsten erstellt, die auch nicht echt waren.
Ebenso habe ich mit gefundenen EC Karten eingekauft, was ich auch schon in früheren Taten mit Freunden gemacht hatte.

Diese Taten bedauer ich heute sehr, da ich noch sehr jung und dumm war, wusste ich nicht was ich mache, ebenso war der Freundeskreis sehr beeinflussend, ich habe mich hinreißen lassen, solche Taten zu begehen.

Meine Fragen sind:

-Mit was für einem Urteil muss ich rechnen?
-Habe ich die Möglichkeit mit einer anderen Identität das Land zu verlassen?
(Da ich über mein Konsulat (Land möchte ich nicht nennen) meinen Nachnamen ändern lassen habe, besteh die Möglichkeit mit meinem neuen Nachnamen das Land zu verlassen, und nicht aufgefunden zu werden?)
Durch einen Botschafter habe ich erfahren, dass diese Namensänderung nicht über die Deutschen Behörden geht, wenn ich mich nicht selber Melde bezüglich der Namens Änderung, auch habe ich Erfahren, dass ich meinen Namen hier weiter laufen kann, da mir der Botschafter meinen alten Ausweis mit meinem alten Namen nicht abnehmen wird.
In das Land wo ich hingehe, habe ich bereits eine neue Arbeitsstelle, und eine Aufenthaltgenehmigung sowie Arbeitsgenehmigung in meinem Neuen Namen für die nächsten 10 Jahre erhalten (Schweiz!).

Meine Frage ist:

-Wird in so einem Fall ein Internationaler Haftbefehl ausgestellt?
-Ist es möglich, dass ich mit meinem neuen Namen gefunden werde?
-Ist es möglich, dass das Verfahren nach einiger Zeit eingestellt wird?


Noch möchte ich hinzufügen:

-Meine Familie und Bekannte, werden angeben, dass ich durch einen großen Streit ausgezogen bin, und mich seit dem nicht mehr gemeldet habe.


Ist dies vorstellbar, dass ich nicht gefunden werde?!
Da die Behörden ja davon ausgehen, dass ich weiterhin meinen alten Namen haben werde, und nicht darauf kommen das ich meinen Namen geändert habe.


Um eine Antwort bezüglich meiner Fragen und meiner aktuellen Situation würde für mich sehr hilfreich sein.



Eingrenzung vom Fragesteller
29.01.2009 | 22:49

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst danke ich für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.

Ich gehe davon aus, dass wegen der vorbenannten Taten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Sie läuft oder sogar bereits Anklage erhoben wurde.

Zu Ihrer 1. Frage:

Es ist grundsätzlich sehr schwierig, Prognosen über das Strafmaß abzugeben. Ohne Akteneinsicht und näherer Kenntnis über Ihre privaten und beruflichen Lebensumstände ist dies an sich nicht möglich. Des Weiteren ist mir die Schwere der Körperverletzungsdelikte nicht bekannt. Alleine die Begehung einer schweren Körperverletzung kann zu einer mehrjährigen Haftstrafe führen. Meine folgenden Ausführungen sind daher ohne jegliche Gewähr.

Selbst unter der Annahme, dass Sie wegen aller genannten Delikte verurteilt werden, Sie hinsichtlich dieser Delikte nicht einschlägig vorbestraft sind es sich bei den Körperverletzungsdelikten um keine schwere oder gefährliche Körperverletzungen handelt, rechne ich in Ihrem Fall mit der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe. Allerdings halte ich eine Aussetzung zur Bewährung für durchaus wahrscheinlich.

Zwar haben Sie bei der Begehung der Taten augenscheinlich eine hohe kriminelle Energie an den Tag gelegt. Für Sie spricht nicht zuletzt Ihr junges Alter, indem Sie bei Begehung der Taten erst kurz die Schwelle zum Erwachsenenstrafrecht überschritten hatten. Des Weiteren geben Sie an, Ihre Taten zu bereuen, was das erkennende Gericht ebenfalls strafmildernd berücksichtigen wird. Des Weiteren geben Sie an, bei Ihrer Familie zu wohnen und ein Stellenangebot zu haben. Auch diese Umstände würde das Gericht zu Ihren Gunsten berücksichtigen.

Nach meinem Ermessen haben Sie mit einem guten Strafverteidiger daher große Chancen, dass eine Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt würde.

Zu Ihrer 2. Frage:

Grundsätzlich haben Sie als freier Mensch jederzeit die Möglichkeit, das Land zu verlassen. Da Sie offenbar im Besitz neuer gültiger Ausweispapiere sind, können Sie diese auch zur Ausreise verwenden.

Zu Ihrer 3. Frage:

Ein internationaler Haftbefehl wird ausgestellt, wenn die betreffenden Straftaten mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr geahndet werden können. Dies ist bei den meisten der von Ihnen begangenen Delikte der Fall. Ein internationaler Haftbefehl könnte daher ausgestellt werden. Letztlich liegt dies aber im Ermessen der Strafverfolgungsbehörden.

Zu Ihrer 4. Frage:

Möglich ist es ohne weiteres, dass Sie gefunden werden. Die Frage ist lediglich, welchen Aufwand die Ermittlungsbehörden diesbezüglich betreiben. Davon wird es letztlich abhängen, wie viel Ihnen eine Flucht überhaupt nutzen würde. Hier ist eine Prognose jedoch beim besten Willen nicht möglich.

Zu Ihrer 5. Frage:

Das Ermittlungsverfahren würde allenfalls vorläufig eingestellt werden und könnte jederzeit wieder aufgenommen werden.

Zu Ihrer letzten Frage:

Es ist durchaus vorstellbar, dass Sie nicht gefunden würden. Allerdings gehe ich davon aus, dass im Falle eines internationalen Haftbefehls Ihr neuer Name den deutschen Behörden schnell bekannt wäre.

Des Weiteren sollten Sie bedenken, dass Sie im Falle einer (erfolgreichen) Flucht stets mit der Angst vor einer Entdeckung leben müssten, und dies jahrelang. Da die zu erwartende Strafe jedenfalls überschaubar sein wird, sollten Sie überlegen, ob es nicht der weitaus bessere Weg wäre, sich der Sache zu stellen um in absehbarer Zeit einen Schlussstrich ziehen zu können.

Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

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