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Mehrere Wasserschäden

17.07.2020 19:06 |
Preis: 101,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

wir hatten in den letzten Monaten mehrere Wasserschäden durch geplatzte Wasseruhren bei uns in der Wohnung. Jetzt fragen wir uns, wie viel Geld wir von unserem Mieter bzw. der Versicherung (die Versicherung der Firma, die für die Wasseruhr verantwortlich ist) einfordern können.

Beschreibung mit Fragestellungen:
1. Ende November hatten wir bei uns in der Wohnung einen Wasserschaden. Bei einem Heißwasserzähler ist ein Dichtungsring geplatzt. Mehrere Stunden spritzte heißes Wasser durch unsere Küche. Wir waren waren im Urlaub.
2. Wir mussten mehrere Stunden die Küche und Utensilien sowie andere Teile der Wohnung trocknen. (Kann die Arbeitszeit geltend gemacht werden? Beim Vermieter oder der Versicherung?
3. Trocknungsgeräte wurden erst über drei Wochen später aufgestellt. Da wir eine super hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung hatten, haben wir mehrere Stunden am Tag gelüftet. Können hier Ansprüche geltend gemacht werden? Bei wem?
4. Sechswochen waren Trocknungsgeräte in der Wohnung aufgebaut und durch den Lärm war diese für uns nicht bewohnbar, weshalb wir in unsere Ferienwohnung ausgewichen sind. Hier haben wir mit dem Vermieter schon eine Minderung von 100% ausgemacht. Ist das so in Ordnung?
5. Die Sanierung zog sich über mehr als fünf Monate mit mehreren Unannehmlichkeiten:
a) Wir mussten an mehr als 15 Terminen (dokumentiert) die Wohnung zugänglich machen. Dafür mussten wir mehrfach extra Anreisen und/oder Urlaub nehmen. Können wir hier etwas geltend machen? Bei wem?
b) Wir mussten für die Sanierungen mehrere Schränke ausräumen. Kann die Arbeitszeit geltend gemacht werden?
c) Wir hatten sechs Monate einen Einbauschrank bei uns im Schlafzimmer stehen (ca. 2 Quadratmeter Fläche, die wir nicht nutzen konnten, zusätzlich konnte unsere Tochter wegen des Risikos nicht mehr in unser Schalfzimmer. Was ist hier möglich?
6. Zwei weitere Wasserschäden kamen dazu. In der Wohnung über uns sind ebenfalls Wasseruhren geplatzt. Insgesamt musste unsere Wohnung wieder über vier Wochen mit Trocknungsgeräten und Ventilatoren getrocknet werden. Ist hier ebenfalls eine Mietminderung von 100 % möglich. Wieder war es uns zu laut, sodass wir in unsere Ferienwohnung ausgewichen sind.
7. Nachdem die Handwerker einfach nicht erschienen sind, haben wir den Einbauschrank (an anderer Stelle) selbst aufgebaut. Ist hier die Arbeitszeit einforderbar?
8. Bei den Trocknungsgeräten wurde ein Stromzähler angeschlossen. Welchen Kilowatt-Stunden-Preis können wir hier einfordern?
9. Bei dem Wasserschaden in unserer Wohnung lief mehrere Stunden Wasser aus dem Zähler. Hier können wir nicht nachweisen, wie viel Wasser es war. Da wir viel Zeit in unserer Ferienwohnung verbrachten, sind auch Vergleichswerte schwierig. Kann man hier eine Pauschale ansetzen?
10. In unserer Küche müssen noch einige Elemente ausgetauscht werden. Der Schreiner hat nun angemerkt, dass er nicht den passenden Farbton findet. Wir entschieden uns ursprünglich für den Austausch, da die Küche schon mehrer Jahre alt ist (also niedriger Restwert - obwohl sie noch in einwandfreiem Zustand war und wir keine Hausratsversicherung haben).
a) muss der Unterschied im Farbton hingenommen werden? Kann verlangt werden, dass alle Blenden ausgetauscht werden, damit es einheitlich ist?
b) Falls wir uns noch gegen den Tausch entscheiden sollten (wir haben wenig Lust auf eine unterschiedliche Optik). Ist das überhaupt noch möglich? Und wenn ja: Welchen Restwert können wir ansetzen? Die Küche ist von unserem Vormieter, weshalb wir kein Rechnung, kein Datum usw. haben. Wir hatten Pauschal beim Einzug 3000,- EUR ablöse für die Küche und einen Einbauschrank bezahlt. Der Vormieter sagte uns, dass sie mindestens 10 - eher 15 Jahre alt ist und eine hochwerte Küche ist.
11. Die Trocknungsgeräte wurden neben dem Kühlschrank aufgebaut, wodurch wir dort sicherlich ebenfalls einen erhöhten Stromverbrauch haben. Können wir das geltend machen?
12. Die Handwerker hatten die Wohnung super schmutzig und staubig verlassen. Hier mussten wir mehrere Stunden nachputzen. Leider hatten wir das nicht gleich gemeldet (da wir in der Ferienwohnung waren) und haben es dann selbst gemacht.
13. Vom ersten Wasserschaden bis jetzt sind über acht Monate vergangen, in denen wir unsere Wohnung nie voll nutzen konnten. Kann man hier eine Pauschale oder ähnliches ansetzen?

Hinweis: die Miete haben wir seit dem ersten Wasserschaden unter Vorbehalt überwiesen.

Wir freuen uns über ein Einschätzung zu den Fragen und bedanken uns ganz herzlich im Vorfeld.

Beste Grüße
17.07.2020 | 19:52

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

2. und 3. Hier sind keine Ansprüche gegeben, da es zu dies kein Schadeb ist, wenn die Arbeitszeit freiwillig aufgewendet wurde. Es hätte zunächst ein Kostenvoranschlag eingeholt werden müssen.

4. Die Mietminderung auf Null ist in Ordnung.

5. Wenn die Versicherung den S haben zu verantworten hat, können Schadensersatzansprüche gegeben sein.
a) wenn für die zugänglichmachung Kosten angefallen sind und diese belegt werden können, kann man diese geltend machen. Den Urlaubstag dagegen nicht.

b) die arbeitszeit wiederum nicht.

c) entgangene Nutzung des Schrankes nicht, weil dafür kein marktüblicher Vergleich besteht.

6. Beim 2. Wasserschaden kommt es darauf an, wie gross der mietmangel in Ihrer Wohnung war, d.h. welche Beeinträchtigung die Geräte mit sich brachten. Davon abhängig kann eine Mietminderung auf Null angebracht sein.

7. Nein.

8. Hier können Sie den üblichen Wert ansetzen.

9. Ohne Nachweis des entstandenen Schadens kann man keinen Ersatz fordern.

10. Der Unterschied im Farbton muss hingenommen werden, wenn er von untergeordneter Bedeutung ist und die Vereinheitlichung viel teurer wäre. Da die ganze Küche gestritten haben werden müsste, ist hier meiner Meinung nach kein Austausch aller Blenden möglich. Es gilt das Prinzip des bereicherungsverbotes.

11. Auch das muss einwandfrei nachgewiesen werden.

12. Nicht ersatzfähig.

13. Eine pauschale kann in den außergerichtlichen Veehabdlungen, in denen alle o.g. Gesichtspunkte genannt werden, aushandelt werden. Dies empfehle ich auch, da einige Posten nicht nachweisbar sind. Gerne kann ich Ihnen bei der Durchsetzung der Rechte behilflich sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


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