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Mehrere Testamente


| 17.03.2006 08:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Die Situation:

Mann und Frau heiraten. Mann bringt zwei Kinder mit in die Ehe. 1961 wird ein gemeinsames Kind geboren. Zur Vorsorge wurde 1962 ein gemeinsames Testament auf Gegenseitigkeit notariell gefertigt und gerichtlich hinterlegt. Zudem wurden die Kinder als Vorerben bei Tod des Überlebenden eingesetzt.

1973 starb Mann und das Testament wurde eröffnet, allen zu Kenntnis gereicht und wieder gerichtlich hinterlegt. Es war, wie zu diesen Zeiten üblich, kein nennenswertes Erbe von Mann vorhanden. Die Ehefrau trat als Folge in das Erbe ein und die Kinder akzeptierten durch Schweigen. Das Testament wurde erneut hinterlegt.

1996 hinterlegte Frau ein erneutes notarielles Testament, in dem sie ihre leibliche gemeinsame Tocher als Haupterbin einsetzte. Die beiden Kinder aus erster Ehe (die Mann mitbrachte), sollten zusätzlich mit einem ansehlichen Teil aus dem neuerlichen Besitz bedacht werden. Frau hatte während ihres Lebens (zeitlich deutlich nach dem Tod von Mann) einiges finanziell erreicht.

Frau starb 2005 und nun wird ihr Testament (von 1996) nach den von ihr gewünschten Vorgaben korrekt abgewickelt. Die erwähnten Besitztümer stehen auch in vollem Umfang zur Verteilung bereit.

Allerdings wurden beide Testamente eröffnet, das alte von 1962 und das neue von 1996.

Welches hat heute Gültigkeit? Das erste ist mehr als 30 Jahre alt, ebenfalls der seinerzeit eingetretene Erbfall.

Informationen über die seinerzeit hinterlassene Erbmasse von Mann (1973) stehen ohnehin nicht mehr zur Verfügung. Ihren heutigen Besitz hatte Frau nach dem Ableben von Mann aufgebaut.

Es gab zu Lebzeiten von Frau auch kleiner Zuwendungen an die Kinder von Mann, z.B. Uhr vom Vater etc.

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Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Die Situation in 1962 besagt, dass Sie ein unter Eheleuten mögliches gemeinschaftliches Testament mit Schlusserbenregelung errichtet haben bzw. errichten ließen.
Die Eheleute haben sich gegenseitig zu Erben eingesetzt und nach dem Tode des Längerlebenden das gemeinsame und das nicht gemeinsame Kind.

Nachdem der Ehemann in 1973 vorverstorben ist, wurde die Ehefrau Alleinerbin je nach Verfügung im Testament als befreite oder nicht befreite Vorerbin.
Sollte das Testament aus dem Jahre 1962 nichts anderes enthalten, ist eine weitere Verfügung von Todes wegen durch die Ehefrau grundsätzlich nicht möglich.
Dies schon deswegen, weil die beiden Eheleute bei der Errichtung des gemein-schaftlichen Testamentes darauf bedacht waren, den Nachlass in der Familie zu belassen.

Nach den oben genannten Ausführungen wäre das in 1996 errichtete Testament unwirksam, da die Ehefrau nicht testierfähig wäre.
Um dies abschließend zu klären, sollte man sich die beiden Testamente mal genauer vornehmen. Falls in dem aus 1962 doch per Auslegung eine Art „Befreiung“ zugunsten der Testiermöglichkeit der Ehefrau nach dem Tode des vorverstorbenen Ehemannes zu ermitteln wäre, wäre das Testament aus 1996 tatsächlich wirksam.
Bei zwei wirksamen Testamenten gilt dann stets bei Nachweisbarkeit insbesondere datumsmäßig das jüngste. In diesem Falle würde dann das Testament aus 1996 das aus 1962 verdrängen.

Sollte kein Angehöriger wirksam vom Erbe ausgeschlossen sein, werden die von Ihnen erwähnten Zuwenden, wenn im in Frage kommenden Testament ebenfalls nichts aufgeführt ist, keine Rolle spielen.


Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung auch im Hinblick auf Ihren Einsatz weitergeholfen zu haben.

Ich darf Sie bitten, von der einmaligen Rückfrage Gebrauch zu machen, um Missverständnisse bzw. Ergänzungen noch vornehmen zu können.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.03.2006 | 10:09

§ 1

Wir die Eheleute setzen uns gegenseitig zu befreiten Vorerben ein ,die Befreiung soll in dem weitesten Umfang gelten, wie das Gesetz es zulässt (1962).

§ 2..
******************************************
Dies ist die noratielle Einleitung. Ist das neue ok?
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.03.2006 | 22:24

Sehr geehrter Fragesteller,

Nach dem Auszug aus dem Testament, das Sie mir übermittelt haben, steht wohl nichts über eine Testiermöglichkeit der Ehefrau in diesem.
Aus diesem Grunde wird mangels Testiermöglichkeit der Ehefrau zugunsten des Testamentes aus dem Jahre 1996 das aus dem Jahre 1962 maßgebend bleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.11.2009 | 07:37


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FRAGESTELLER 17.11.2009 5/5.0
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