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Mehrere Fragen zu EÜR / Absetzen und USt


08.02.2007 15:44 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrter Anwalt,

kurz zur Vorgeschichte:

Ich bin seit 2000 selbständig und habe ein Gewerbe angemeldet. Bis einschließlich 2006 habe ich die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen und war nicht USt-pflichtig.

Aufgrund meines Umsatzes gilt für mich seit 1.1.2007 die Kleinunternehmerregelung nicht mehr und ich muss 1/4 jährlich USt. Voranmeldungen abgeben (Istbesteuerung!).

Als Kontorahmen für die EÜR benutze ich den SKR03

Nun zu meinen Fragen:

1.) Ich habe mir letztes Jahr Ende Dez. einen Rechner gekauft und möchte diesen nun abschreiben. Auf der Rechnung steht Lieferdatum 2006 und das Rechnungsdatum ist von 2007 mit 19% USt. Kann ich nun den Nettobetrag abschreiben und die USt. direkt als Ausgabe (Vorsteuer) verbuchen und direkt abziehen? Oder muss ich da das Lieferdatum 2006 ist die Ust. auch abschreiben?

2.) Ich habe dieses Jahr einen Server gekauft (Liefer und Rechnungsdatum 2007). Kann ich hier die USt. direkt als Vorsteuer (Konto 1570) buchen und den Nettobetrag abschreiben über 3 Jahre)

3.) Ich habe letztes Jahr mehrere Rechnungen bekommen mit USt. 16 % und nun habe ich Anfang diesen Jahres eine Nachberechnung der USt. für die anteilige Leistung die in 2007 anfällt (zur Erklärung, es handelt sich um Domainmiete im Voraus für 1 Jahr) bekommen. Wie verbuche ich diese Rechnung korrekt? Ebenfalls als Vorsteuer?

Viele Grüße
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Nach Ihren Angaben findet ein Wechsel der Besteuerungsform von der Anwendung nach § 19 Abs. 1 UStG zur Regelbesteuerung statt.

Einschlägig ist hierbei UStR 253 Abs. 1 bis 5 Wechsel der Besteuerungsform. Nach der UStR 253 regelt sich der Vorsteuerabzug nach dem Zeitpunkt des Übergangs zur Besteuerung nach § 24 Abs. 1 UStG. Dabei ist maßgebend ob wann die Ausführung des Umsatzes erfolgt ist.

Da bei der Ausführung des Umsatz auf die Lieferung abzustellen ist, kann der Vorsteuerabzug nur geltend gemacht werden, wenn die Lieferung des Computers auch in 2007 erfolgt ist, der Umsatz also dann erfolgt ist, als Sie bereits der Regelbesteuerung unterlagen. Da die Lieferung und somit die Ausführung des Umsatzes in 2006 erfolgt ist, kann die Vorsteuer nicht in Abzug gebracht werden. Dies gilt auch dann, wenn das Entgelt er st in 2007 gezahlt wird.

Für die Frage, welcher Steuersatz anzuwenden ist, ist ausschließlich der Zeitpunkt der Ausführung der Lieferung maßgebend. Der Tag des Vertragsabschlusses, der Rechnungserteilung oder der Vereinnahmung des Entgelts sind unerheblich. Demnach wäre die betreffende Rechung auch mit der Umsatzsteuer von 16 % auszustellen gewesen, auch wenn diese im Jahr 2007 gestellt wird.

Demnach ist der Bruttobetrag abzuschreiben.

2. Hinsichtlich des Servers gilt dies gerade nicht, da der Umsatz in 2007 getätigt wurde und damit der Regelbesteuerung unterliegt. Die Vorsteuer ist hierbei in Abzug zu bringen und der Nettobetrag für die Dauer der Abschreibung abzuschreiben.

Hinsichtlich der Leistungen, die im Jahr 2007 anfallen und auch entsprechend mit 19 % Umsatzsteuer abgerechnet werden, ist für diese der Vorsteuerabzug geltend zu machen. Hinsichtlich der Leistungen, die in 2006 erbracht und abgerechnet wurden, bestimmt sich dies nach § 19 Abs. 1 UStG, so dass für diesen teil keine Vorsteuer geltend gemacht werden kann. Auch hier ist der Zeitpunkt des Übergangs zur Regelbesteuerung maßgebend. UStR 253.

Nach § 19 Abs. 1 UStG besteht die Möglichkeit auf die Anwendung des § 19 Abs. 1 UStG zu verzichten. Eine solche nicht formbedürftige Erklärung kann bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung abgegeben werden.

Ich hoffe Ihnen einen entsprechenden überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
Ergänzung vom Anwalt 09.02.2007 | 00:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

betreffend der Vorsteuerberichtigung ist hier § 15 a UStG einschlägig. Eine entsprechende Mail m.w.N. habe ich Ihnen zugesandt.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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