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Mehrbedarf kostenaufwändige Ernährung - Lebensmittelunverträglichkeit

| 13. Dezember 2018 17:47 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Folgendes Problem: Ich habe einen Bluttest auf spezifische IgG-Antikörper* von einen Institut durch meinen Arzt machen lassen. In diesem stellte sich heraus, dass ich eine Reihe an Unverträglichkeiten habe. Es handelt sich dabei um sehr viele Lebensmitteln* die mir das Kaufen aus herkömmlichen Essensketten/Kiosks/Schulkantine etc. nahezu unmöglich machen. Alternativ besteht nur Online die Produkte zu beziehen bzw. aus Kaufläden mit signifikante Mehrkosten der Preise (Fertigbrot für 3-4€,Cornflakes 4€, selbst Mehl ca. 3-4€). Ich bin Dualer Auszubildender und beziehe teils Wohngeld von ALG || Leistung zusätzlich. Ich lebe alleine - 21 Jahr alt.

Meine Frage: Besteht aufgrund dessen und meines gesundheitlichen (schlechten-)Wohlbefinden dadurch ein Anspruch auf ein "Mehrbedarf - kostenaufwändige Ernährung"? GGf. Wäre ein zitierender Paragraph oder Begründung genügend den ich in mein Widerspruch einreichen kann - Oder geben Sie mir eine Empfehlung, ob ich diesen Fall weiterverfolgen soll oder nicht.

GGF Relevante Informationen:

Zuvor: Ein Antrag wurde bereits gestellt, allerdings wurde es abgelehnt da keine zöliakie oder sonstige lebensbedrohliche Beschwerden auftreten wie Nierenversagen etc..

Zum Gesundheitlichen Teil:

Ich habe seit beginn des Jahres dokumentiertes Unwohl befinden zu allerdings nicht ganz nachvollziehbaren Gründen, die sich allerdings in meiner ersten Unverträglichkeits-Diät allesamt nicht mehr hatte (1 Woche) - wenn ich doch mal etwas zu mir einnehme merke ich nun deutlich Unwohlbefinden, Kribbeln wieder leichte Panikattacken und Durchfall/Blähung.

Seit beginn 2018 habe ich zunehmen Konzentrationsschwierigkeiten, Unwohlbefinden, teils auch Panikattacken und viele weitere verschiedene bis vor kurzem unerklärliche Phänomene gehabt. Ich war deswegen bereits öfters beim Arzt und habe mich daraufhin sogar öfter krankschreiben müssen

*Unverträglichkeiten: Allgemein alle Milcherzeugnisse, alle Getreide/glutenhaltige, Zitrusfrüchte und noch wenige einzelne wie Senfkorn, Erdnuss und Haselnuß.
*Probematerial: Serum - IgK Typ-III Test

15. Dezember 2018 | 18:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Gemäß Paragraph 21 SGB II erhält Mehrbedarf, wer eine kostenaufwändige Ernährung braucht.

Es gibt dazu den Mehrbedarf in Prozent vom Regelsatz. Zu Grunde gelegt werden die Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Gewährung von Krankenkostzulagen.
Gemäß diesen Könnten bei Ihnen so genannte konsumieren der Erkrankungen der gestörten Nährstoffaufnahme bzw. Nährstoffverwertung vorliegen (wobei ich die selbstverständlich in medizinischer Hinsicht nicht verbindlich beurteilen kann)Dann würde es 10 %.
20 % gäbe es bei
Zöliakie/einheimische Sprue (Überempfindlichkeit gegenüber Klebereiweiß).
Sie sollten bei Ihrem Arzt diesbezüglich noch einmal nachfragen, ob ihre Erkrankungen unter diese beiden Kategorien fallen können. Wenn dies der Fall sein sollte, so sollten Sie sich eine ärztliche Bestätigung für die Vorlage im Rahmen der Widerspruchsbegründung geben lassen. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird der Widerspruch schwierig. Allerdings ist die Anerkennung von Krankheiten wohl auch einem Wandel unterworfen, so dass es gegebenenfalls zu neuen Entscheidungen kommen kann, wenn Sie die Sache weiter verfolgen. Dies kann im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens oder auch nachfolgend darauf einer Klage sein. Die Erfolgsaussichten Können hier nicht mit Sicherheit beurteilt werden, denn es handelt sich immer um Einzelfallentscheidungen.

Für den Mehrbedarf bei
bei Laktoseintoleranz etwa hat es hier einen Umschwung in der Rechtsprechung gegeben, da diese Krankheiten eben als moderne Gesellschafts- Krankheiten zugenommen haben und so es auch mehr Betroffene gibt.
Demnach gibt es einzelne gerichtliche Entscheidungen, die einen Mehrbedarf bei einer Laktoseintoleranz bejahen.

Ob ihre Erkrankung nun darunter fällt, kann ich in ärztlicher Hinsicht nicht beurteilen, jedoch halte ich es für möglich, so dass ich Ihnen hier zu Ausführungen mache.

Es handelt sich um folgende Entscheidungen:

Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 17.4.2015 Aktenzeichen: S 15 AS 3600 /13 und
Bundes sozial Gericht, Urteil vom 14.2.2013, Aktenzeichen: B 14 AS 48/12 .

In ihrem Widerspruch können Sie die genannten Argumente mit den genannten Entscheidung einmal anführen.

Je nachdem, wie der Widerspruchsbescheid ausfällt, können Sie überlegen, ob sie dagegen Klage vor dem Sozialgericht erheben wollen.

Beachten Sie unbedingt die Fristen von einem Monat für die Erhebung des Widerspruchs und auch für die Erhebung des Klage. Sie müssen den Zugang des Widerspruchsschreibens beweisen können.

Die Frist beträgt einen Monat ab Zugang. Nehmen Sie sicherheitshalber den Tage der Erstellung des Bescheids auch als Zugang an. Sollten Sie einen gelben Umschlag erhalten haben, auf dem der Zugang vom Postzusteller vermerkt ist, so gilt dieses Datum.

Ich hoffe ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 17. Dezember 2018 | 02:10

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