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Mehrarbeit u. Reisebereitschaft ins Ausland


23.09.2007 17:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren

Ich wende mich als Ratsuchender an Sie.

Vorweg einige Fakten.
Ich (40) bin seit 91 bei einem mittelständischen Maschinenbauer im gewerblichen Bereich auf Stundenlohn Basis beschäftigt.
In meinem Arbeitsvertrag steht in etwa folgendes:
Herr X wird als Elektriker und Monteur eingestellt.
Die Wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38 Stunden.
Der Stundenlohn beträgt X DM
Herr X muss im Krankheitsfall spätesten nach 3 Tagen ein Attest vorlegen.
Die gegenseitige Kündigungsfrist beträgt 2 Wochen.
Keine weiteren schriftlichen Vereinbarungen.

Bereits nach einen Jahr fing ich an für die Firma weltweit zu reisen, zuerst als Elektriker, dann als Programmierer/ Inbetriebnehmer und nun werde ich als Anwendungstechniker versendet.
Ich bin ca. 30 Wochen im Jahr auf Reisen die eine Länge von wenigen Tagen bis zu 8 Wochen erreichen. Die Wöchentliche Arbeitszeit beläuft sich dann auf ca. 60 bis 70 Stunden, Samstags wird immer gearbeitet, häufig auch Sonntags. (1. Stunde Mo-Fr geht auf ein Zeitkonto)
Somit komme ich im Jahr auf weit über 1000 Überstunden die mit den tariflichen (Haustarif) Zuschlägen vergütet werden.
Ich fühle mich in dieser Arbeitssituation nun langsam überfordert, da die Lebensqualität doch stark eingeschränkt wird. Da ich nun bald Vater werde möchte ich meine Reisebereitschaft und Mehrarbeit deutlich einschränken jedoch nicht zwangsläufig komplett einstellen.
Auf Grund meiner Qualifikation kann ich problemlos auch im Innendienst des Unternehmens eingesetzt werden.

Nun formuliere ich meine Fragen:
1. Obwohl es keinen Vertag gibt der mich dazu verpflichtet für das Unternehmen ins Ausland zu reisen befürchte ich das nach so vielen Jahren das Gewohnheitsrecht greift und ich weiterhin dann Reisen muss wenn der AG das will.
Frage: Trifft diese Annahme zu?

2. Bezüglich der Mehrarbeit ist ja alles im Arbeitsschutzgesetz geregelt, nur ist es auf Dienstreisen in der Praxis nicht möglich die Regelarbeitszeit einzuhalten, ersten möchte ich nicht jeden Tag um 16 Uhr im Hotel sitzen, dadurch würde sich die Reise ja noch mehr verlängern und zweitens würden das meine Kunden nicht mitmachen.
Frage: Kann ich für die geleistete Mehrarbeit vollständigen Freizeitausgleich einfordern?

Falls der Einsatz reicht noch eine letzte Frage:
Ist die im Arbeitsvertrag benannte Kündigungszeit von 2 Wochen noch gültig oder hat sie sich auf Grund der langen Betriebszugehörigkeit automatisch für beide Seiten erhöht?

Mit freundlichen Grüßen



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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Nachdem Ihr Aufgabengebiet in den letzten Jahren einvernehmlich geändert wurde, gilt die frühere Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag nicht mehr. Sie können also nicht darauf bestehen, wieder - wie im Arbeitsvertrag beschrieben - als Monteur und Elektriker im Innendienst beschäftigt zu werden. Auch eine Tätigkeit im Innendienst ohne oder nur mit geringer Reisetätigkeit kann von Ihnen nicht beansprucht werden.

2. Überstunden kann der Arbeitgeber, wenn dies aus betrieblichen Gründen erforderlich ist, anordnen.
Die geleisteten Überstunden sind selbstverständlich zu vergüten.
Ein Freizeitausgleich findet nur statt, wenn dies im Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag festgelet wurde.
Hier können Sie versuchen, eine entsprechende Regelung mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren, dass Überstunden nach Ihrer Wahl vergütet oder in Freizeit genommen werden (zumal, wie Sie ausführen, die Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes nciht eingehalten werden).

3. Bei einer Betriebszugehörigkeit von 16 Jahren, gerechnet ab dem 25. Lebensjahr, beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist des Arbeitgebers 6 Monate zum Monatsende.
Ihre Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende.
Bitte beachten Sie, dass abweichende tarifvertragliche Regelungen gelten können, wenn auf Ihr Arbeitsverhältnis ein Tarifvertrag Anwendung findet.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Tremmel-Lux
Rechtsanwältin
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