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Meherlösklausel

04.01.2016 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Rechtsanwältin / sehr geehrter Rechtsanwalt,
zunächst einmal wünsche ich Ihnen ein gutes Neues Jahr !

ich möchte meine Wohnung in Magdeburg verkaufen.
Seit Jahren arbeite ich mit einem Makler zusammen, der mir immer wieder solvente Mieter für meine dortige Wohnung besorgte, also eine Person meines Vertauens.
Diese Wohnung ist von mir Anfang der 90-iger gekauft worden (Steuersparmodell und
"Alterssicherung" ) --
Nun hat mein Makler einen Interessenten der die Wohnung kaufen möchte.
Allerdings mit einer "Verkaufskonstruktion" die mich mindestens stutzig macht auch wenn im folgenden Text es sich so anhört als sei das alles rechtens und üblich.

Können Sie mir bitte eine Einschätzung geben ob ich den Verkauf in Angriff nehmen sollte und was ich bei einem ja berücksichtigen sollte?
Ich danke herzlichst im Vorfeld und wünsche einen guten Tagesverlauf; hier der Text meines Maklers:

" Ich denke für 60.000,00 € inkl. meiner 5,95 % habe ich einen Interessenten. Er würde für ca. 90.000 ( vermute ich) weiterverkaufen, dass heißt, er würde mit Ihnen eine sogenannte Mehrerlösver- einbarung schließen. Sie würden für seinen Preis verkaufen ( im Beispiel 90.000 ) und würden ihm dann nach Erhalt der Kaufsumme die Differenz überweisen. So dass bei Ihnen 60.000 minus meiner Provision bleiben würden.
Möglich ist dieser hohe Kaufpreis, weil der Herr mit einem Vertrieb in Bayern zusammenarbeitet, welcher Ihre Wohnung dort als Steuersparmodel anbieten und verkaufen würde.
Die Käufer kaufen dann wahrscheinlich von Ihrem Versicherunsvertreter oder Vermögensberater oder sonst irgendwas, aber nicht vom freien Markt.
Wären die Käufer von vornherein an einem Immobilienerwerb interessiert gewesen, hätten sie selber recherchiert und festgestellt, dass der Preis eigentlich zu teuer ist. Aber so läuft das Geschäft nunmal schon seit 30 Jahren....
Das Ganze läuft ohne dass Sie den Käufer kennenlernen müssen. Sie würden ein notarielles Kauf-angebot unterbreiten, was die Käufer wiederum bei ihrem Notar in Bayern annehmen würden. Die Notare kümmern sich um die Abwicklung und alles ist gut.
Übrigens ist der Vermittler Finanzbeamter, es ist also sauber und legal, nur halt unfähr gegenüber den Käufern. Dies aber auch nur bedingt, denn Sie bekommen natürlich auch alle Eckdaten, also Kaufpreis, Mieteinnahme, Wirtschaftsplan, Teilungserklärung und und und, sie könnten sich also informieren.
Tun es aber nicht...
Wenn Sie einverstanden sind, stelle ich den Kontakt her. Wenn nicht versuchen wir den normalen Weg ". --

Ich bitte Sie darum mir mitzuteilen ob das oben skizzierteModel rechtens ist und mir auch nach Abschluß keine Sorgen bereitet.
Ferner bitte ich um eine Zusatzfrage. Reicht der Kaufvertrag über einen Notar oder sind mehrere Verträge erforderlich , wegen der „Geldverschiebung" etc.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Von einem solchen Modell kann man eigentlich nur dringend abraten.

Wenn ich die Schilderung richtig verstehe, sollen Sie an einen Ihnen unbekannten Käufer für 90 TEUR verkaufen und dann 30 TEUR an den "Vermittler" zahlen. Abgesehen davon, dass ich es für ausgeschlossen halte, dass ein deutscher Finanzbeamter an so einer Transaktion beteiligt ist (verbotene Nebentätigkeit!), erschließt sich mir die Vorteilhaftigkeit für Sie nicht: entweder das Objekt ist tatsächlich 90 TEUR wert, dann sollten Sie versuchen, es am freien Markt auch für diesen Preis zu verkaufen, ohne dass Sie einem "Vermittler" ein Drittel davon abgeben müssen. Oder es ist nur 60 TEUR wert, dann stellt sich die Frage, warum Sie sich an einem Geschäft beteiligen sollten, das offensichtlich darauf angelegt ist, dem Käufer ein überteuertes Objekt zu verkaufen. Denn wenn Ihnen von dem Kaufpreis von 90 nur 60 bleiben, können Sie es auch gleich auf direktem Weg zu 60 verkaufen, ohne dieses windige "Geschäft". Im Übrigen: sollte das Vorgehen dieses "Maklers" und des "Vermittlers" strafrechtlich relevant sein (etwa als Betrug), bewegen Sie sich angesichts Ihrer Kenntnis des Modells im Bereich der Beihilfe zu einer Straftat (§ 27 StGB).

Um es unmissverständlich zu sagen: Lassen Sie das besser bleiben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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