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Mega-Einkaufsquellen.de - arglistige Täuschung?


| 30.11.2012 18:03 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin aus Österreich und über eine Facebook-Anzeige auf die Seite Mega-Einkaufsquellen.de gekommen. Da hiess es man kann sich gratis anmelden. Das hab ich gemacht und im nachhinein hieß es, es sei nur für Gewerbetreibende ( ich bin keiner) . Dann hab ich denen eine Mail geschrieben das ich kein Gewerbetreibender bin und das sie das konto löschen sollen. Die Antwort war: wir bieten keinen kundenservice per mail an ich soll mich entweder per post oder telefonisch melden.
Heute kam eine Zahlungsaufforderung über 240 Euro die ich innerhalb 5 Tagen zahlen soll.
Es hiess bei der Anmeldung nichts von Kosten, zudem bin ich kein Gewerbetreibender.
Ich hab schon gegoogelt und gefunden das es anscheinend Abzocke ist. Wie soll ich jetzt vorgehen ? Es handelt sich um Mega-Einkaufsquellen.de , Melango GmbH, Neefestr. 88, 09116 Chemnitz.
30.11.2012 | 18:49

Antwort

von


4 Bewertungen
Cappelner Damm 71a
49661 Cloppenburg
Tel: 04471-7008624
Web: www.rechtsanwältin-janna-stefan.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wie Sie sich schon richtig im Internet belesen haben, handelt es sich um eine Abzocke.
Eine Mitgliedschaft auf der von der Firma Melango betriebenen Internetplattform setzt zum einen voraus, dass der Kunde Unternehmer im Sinne des §14 BGB ist und ferner ein Gewerbenachweis erbringt. Ohne diese Voraussetzung für eine Mitgliedschaft muss keine Zahlung geleistet werden.

Da es sich bei Ihnen um keinen Gewerbetreibenden handelt und die Registrierung als Privatperson erfolgte, besteht ein 2-wöchiges Widerrufsrecht. Ich rate Ihnen, von diesem Widerrufsrecht vorsichtshalber Gebrauch zu machen, falls die Zweiwochenfrist noch nicht abgelaufen ist.
Der Widerruf muss schriftlich erfolgen.

Ferner befindet sich bei der Registrierung kein Hinweis auf die Kosten, so dass von einer arglistigen Täuschung auszugehen ist. Ich rate Ihnen, zusätzlich zu dem erklärten Widerruf die von Ihnen abgegebene Willenserklärung gemäß §123 BGB, also wegen arglistiger Täuschung,anzufechten.

Weiterhin empfehle ich Ihnen, gegen die Firma eine Strafanzeige wegen Betruges (§263 StGB)zu erstatten. Die Strafanzeige kann bei der Polizeiinspektion, Staatsanwaltschaft oder beim Gericht erstattet werden.

Da es sich um eine Abzocke handelt, können Sie die Rechnung der Firma Melango bzw. weitere Schreiben komplett ignorieren.
Ich würde Ihnen allerdings empfehlen,um eine Abwehrreaktion zu zeigen, den Widerruf zu erklären, soweit die Zweiwochenfrist noch nicht verstrichen ist, und den mit der Firma Melango abgeschlossenen Vertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten sowie eine Strafanzeige zu erstatten. Weitere Schreiben können ignoriert werden.
Es ist möglich, dass Sie weitere Schreiben von der Firma erhalten. Diese können Sie ignorieren. Lassen Sie sich dadurch nicht einschüchtern. Nach einer gewissen Zeit schläft das Ganze ein.
Bitte bedenken Sie, dass das Ignorieren von Schreiben sich lediglich auf einfache Schreiben bezieht. Sollten Sie wider Erwarten einen Mahnbescheid bekommen, müssen Sie unbedingt einen Widerspruch dagegen einlegen, und zwar binnen 2 Wochen nach Erhalt des Mahnbescheides. Das Widerspruchsschreiben ist dem Mahnschreiben immer beigefügt.Der Mahnbescheid wird meistens in einem gelben Briefumschlag versendet.

Verlieren Sie nicht die Nerven.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Firma Melango nach einer gewissen Zeit Abstand von ihrer Forderung nimmt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Janna Stefan, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Janna Stefan

Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2012 | 19:02

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort ! Ist es sicher das die angegebene Adress überhaupt existiert an die ich den Widerruf sende ? Und gibt es vorlagen für eine Willenserklärung wegen arglistiger Täuschung ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.11.2012 | 19:29

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sollte die Adresse nicht existieren, würde Ihr Schreiben zurückkommen. Dies wäre ein weiterer Indiz dafür, dass es sich um eine Abzocke handelt.

Die Formulierung ist ganz einfach:

"Hiermit fechte ich die von mir abgegebene Willenserklärung wegen arglistiger Täuschung gem. §123 BGB an".



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