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Maximale Dauer von Altersteilzeit im Blockmodell

| 14.06.2019 16:57 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Hallo

Ich hätte gerne eine rechtlich verbindliche Aussage ob es eine gesetzliche Beschränkung über die Dauer einer Altersteilzeit im Blockmodell, in einem mit dem Arbeitgeber noch zu verhandelnden Altersteilzeitvertrag gibt. Keine Betriebsvereinbarung, keine Tarifbindung und kein Betriebsrat vorhanden.
Es wird teilweise von einer maximalen Dauer von 1,5 + 1,5 Jahre, also 3 Jahre im Blockmodell gesprochen.
Nach meiner Recherche und Einschätzung gibt es im Altersteilzeitgesetz dazu aber keine Beschränkung.
In meinem Fall geht es um ein Blockmodell mit 2+2 Jahren.

mfg

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider ist es korrekt, dass im Blockmodell eine Höchstdauer von 3 Jahren für die Altersteilzeit besteht. 1,5 Jahre wird voll gearbeitet und der Vergütungsanspruch "bespart" und 1,5 Jahre beträgt die Freistellungsphase.

Diese Beschränkung auf 3 Jahre ergibt sich aus § 2 Abs. 2 Nr. 1 AltTZG. Denn die unumgängliche Voraussetzung nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 AltTZG (Verminderung auf die Hälfte der bisherigen wöchentlichen Arbeitszeit) gilt auch auch dann als erfüllt, wenn die wöchentliche Arbeitszeit im Durchschnitt eines Zeitraums von bis zu 3 Jahren die Hälfte der bisherigen wöchentlichen Arbeitszeit nicht überschreitet und der Beschäftigte versicherungspflichtig i. S. d. SGB III arbeitet.

Beim Blockmodell wird zunächst voll gearbeitet und das "halbe" Gehalt gezahlt. In der Freistellungsphase wird dann die andere "Hälfte" des Gehalts ohne Tätigkeit ausgezahlt, so dass sich im Durchschnitt dieser Zeit eine Reduzierung der Tätigkeit auf 50 % ergibt. Da das Gesetz hier den Durchschnitt von höchstens 3 Jahren vorschreibt, ist dies leider die Höchstgrenze für diese Durchschnittsbildung und somit beim Blockmodell auch die Höchstgrenze der Dauer, da sonst die Verminderung auf die Hälfte der Arbeitszeit nicht mehr im Durchschnitt gewährleistet ist. Würde das Blockmodell z.B. 4 Jahre dauern, so würden nach s § 2 Abs. 2 Nr. 1 AltTZG trotzdem nur ein Zeitraum von 3 Jahren berücksichtigt werden. wir hätten also 1 Jahr Ansparung und 2 Jahre Freistellung oder umgekehrt, kommen aber definitiv nicht auf die Reduzierung auf die Hälfte der Arbeitszeit und erfüllen somit nicht mehr die Voraussetzung des § 2 Abs. 1 Nr. 2 AltTZG.

Nur bei Regelung in einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung oder aufgrund einer kirchenrechtlichen Regelung ist eine Verlängerung dieses Durchschnittszeitraums ( auf 6 Jahre) möglich, was auch zu einer Verlängerungsmöglichkeit des Blockmodells auf 6 Jahre führt.

Es tut mir leid , dass ich keine besseren Nachrichten für sie habe.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 17.06.2019 | 13:47

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Mit freundlichen Grüßen

A.S.

Viele"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 17.06.2019 5/5,0
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