Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Materielle Ansprüche


| 08.05.2006 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden


[1]

Innerhalb einer 10jährigen Ehe (zwei Kinder) werden zwei Immobilien erworben (selbst genutztes Einfamilienhaus und selbst genutzte Eigentumswohnung). Außerdem besteht Geldvermögen auf gemeinsam geführten Konten. Bewegliches Inventar wurde erworben. Die Immobilien wurden ausschließlich aus Mitteln des Ehemanns erworben durch Verkaufserlöse aus Schenkung anderer Immobilien zu Lebzeiten vom Vater des Ehemannes während der Ehe. Nur der Ehemann und dessen Vater sind im Grundbuch eingetragen. Ehemann ist berufstätig, ca. 4.000.- € monatl. brutto. Frau ist Selbständige z.Z. jedoch ohne eigenes Einkommen. Frage: Welche Ansprüche kann die Ehefrau nach einer Scheidung (Unterhalt, Immobilien, etc.) gegen den Ehemann geltend machen.

[2] Zusatz:

Zum Schutz gegen Vermögensschäden durch die Ehefrau (Berufsrisiko) haben die Eheleute eine Eintragung nach § 1412 BGB veranlaßt, wobei praktisch das gesamte Vermögen (Immobilien, Konten, bewegliches V. etc.) dem Ehemann zugeordnet wurden. Hat die Ehefrau im Falle einer Scheidung dennoch Anspruch darauf ?


08.05.2006 | 14:49

Antwort

von


141 Bewertungen
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Wie ich Ihrem Sachverhalt entnehmen kann, haben die Eheleute die Gütertrennung vereinbart. In einem solchen Fall bleiben die Vermögen von Mann und Frau vollkommen voneinander getrennt.

Im Fall einer Scheidung würde dann ein Ausgleich zwischen den Vermögensmassen nicht erfolgen (kein Zugewinn), die Ex-Ehefrau hätte daher keinen Anspruch auf die Immobilien.

Unabhängig hiervon könnte sie nachehelichen Ehegattenunterhalt geltend machen, wenn sie im Zeitpunkt der Scheidung bedürftig wäre. Das Gesetz kennt hierbei verschiedene Unterhaltstatbestände. So könnte Sie Ihren Anspruch darauf stützten, dass sie wegen der Kindesbetreunung nicht arbeiten kann. Nach der Scheidung kann sich die Sachlage jedoch stets ändern. Werden z.B. die Kinder größer, kann der Anspruch wiederum entfallen.

Ferner könnte sie auch Krankenversicherungsunterhalt verlangen, wenn Sie keine eigene Krankenversicherung hat. Das gleiche gilt für die Pflegeversicherung.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de



Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2006 | 15:59

Ist die Eintragung ins Güterrechtsregister des zuständigen Amtsgerichts gemäß § 1412 BGB gleichbedeutetend bzw. identisch mit der sog. "Gütertrennung" ? Gemeint war eigentlich eine Eintragung der Beschränkung, den anderen Ehegatten durch Geschäfte des täglichen Lebensbedarfs mitverpflichten zu können.

Ergibt sich dadurch eine andere Ausgangslage und wie wäre der Sachverhalt ohne Gütertrennung zu bewerten, insbesondere in Hinblick auf die Immobilien ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.05.2006 | 19:29

Sehr geehrter Rechtssuchender,

die Eintragung in das Güterregister gem. § 1412 BGB ist natürlich nicht gleichbedeutend mit der ehevertraglichen Vereinbarung der Gütertrennung.Wenn die Ehegatten nämlich ehevertraglich Gütertrennung vereinbart haben, dann können sie diese Regelung einem Dritten nur entgegenhalten, wenn dieser davon weiss oder der Ehevertrag in das Güterregister eingetragen wurde. Mit der Eintragung soll also nur gegenüber Dritten publik gemacht werden, dass die Eheleute nicht im gesetzlichen Güterstand leben. Der Ehevertrag als solcher kann auch ohne Eintragung wirksam sein.

Für den Fall, dass es bei der Zugewinngemeinschaft bleibt:

Da die Immobilien in der Ehezeit erworben wurden und nur der Ehemann und Vater als Miteigentümer eingetragen wurden, müsste die Immobilie normalerweise in das Endvermögen des Ehemannes im Falle des Zugwinnausgleichs fließen.

Zugewinn heißt ja, dass derjenige, der in der Ehe den höheren Vermögenszuwachs hatte, die Hälfte des höheren Zuwachses an den anderen Ehepartner im Wege des Zugewinnausgleichs abgegeben muss.
Vom Endvermögen ist allerdings das Anfangsvermögen, also das Vermögen was am Anfang der Ehe eingebracht wurde abzuziehen. In das Anfangsvermögen fallen allerdings auch Schenkungen zu Lebzeiten.
Hier stellt sich nun die Frage, ob die Immobilien nicht doch dem Anfangsvermögen des Ehemannes zuzurechnen sind, da er diese aus Geldern einer Schenkung erworben hat. Diese komplexe Frage kann allerdings nicht mehr im Rahmen einer Erstberatung beantwortet werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Antwort trotzdem weiter helfen

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank, auch für die Nachfrage ! "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
5/5.0

Vielen Dank, auch für die Nachfrage !


ANTWORT VON

141 Bewertungen

Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Handelsvertreterrecht, Verkehrsrecht, Wirtschaftsrecht