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Marokkaner möchte Visum für Praktikum in Deutschland oder Frankreich


22.11.2014 09:05 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Ariane Hansen


Zusammenfassung: Visumsverfahren für nicht EU-Bürger bei Bewerbung für ein Praktikum


Sehr geehrte Damen und Herren,

Mein Freund, 31 J., Marokkanischer Staatsbürger, seriös und zielgerichtet, mit Bachelor Media-Design, (mittlere englische Sprachkenntnis) möchte gerne in Deutschland (bisher noch schlechte Deutschkenntnisse) oder Frankreich (Französisch fließend) ein Praktikum absolvieren. Mit dem späteren Ziel eines späteren Master-Abschlusses in einem der Länder.

Wie sind unter seinen Voraussetzungen die Ausländer rechtlichen Voraussetzungen dafür in Deutschland bzw. Frankreich (EU) ?
Wäre meine Bereitschaft zu einer evtl. Bürgschaft (o.ä.) für ihn eine Erleichterung zur Erteilung eines Visums für Praktikum und evl. folgendem Master Studium ?

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Freund muss ganz normal ein Visumsverfahren durchlaufen.
Da Sie, wie Sie mitteilen, seine Freundin sind, und er Sie, wie ich vermute, besucht, wird von Ihnen eine Verpflichtungserklärung nach § 68 sowie §§ 66 und 67 AufenthG benötigt. Dies wäre eine Art Bürgschaft.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ariane Hansen
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 22.11.2014 | 13:30

Danke Frau Hansen für ihre schnelle samstägiche Antwort.

Ich bin nicht die Freundin des jungen Marokkaners, sondern ich unterstütze seine Familie und ihn (als quasi väterlicher Freund) seit einiger Zeit - u. a. für sein Bachelor Abschluss.
Vor ca. 1 1/5 Jahren beantragte er bereits einmal ein Visum beim deutschen Konsulat in Rabat unter Beifügung meiner Verpflichtungserklärung wie von ihnen empfohlen.
Trotz Vorlage aller erforderlichen marokkanischer Unterlagen (bis hin zu seinen Bankkonto-Auskünften) wurde ein Visum (damals noch ohne Bacheolor Abschluss) kommentarlos abgelehnt. Auch meine mehrmalige Intervention beim Konsulat "wischte man vom Tisch" mit der Begründung (ebenso auf nachdrückliche Nachfrage meinerseits): Es sei nicht sichergestellt, dass er wieder nach Marokko zurück komme .
So fragten sich beide Seiten: Wozu überhaupt der gesamte Aufwand ?
Bemerkung: Er ist dort noch nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.

Meine gestellte Frage bezieht sich also konkret auf die jetzige VERÄNDERTE Situation des jungen Mannes (= jetzt hat er einen Bachelor Abschluss) und darauf, dass er jetzt kein Touristen-Visum, sondern ein Visum mit der Absicht eines Paktikums und/oder ggf. eines weiterführenden Studiums mit Master Abschluss anstrebt.
Er würde natürlich erst dann einen erneuten Visums-Antrag stellen, wenn er eine Praktikumsstelle gefunden hat. Dieses ist bis heute noch nicht der Fall und wird nicht leicht sein, weil er sich nicht persönlich vorstellen kann.
Natürlich würde ich dann wiederum die erforderliche Verpflichtungserklärung (die Risiken sind mir in vollem Umfang bekannt) abgeben.

Ich danke ihnen sehr für ihre rechtliche Beurteilung.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.11.2014 | 09:17

Ihr Freund kann natürlich ein erneutes Visum beantragen, zumal sich auch seine persönliche Situation verändert hat. Da das Visum bereits einmal abgelehnt wurde, könnte es schwer werden, da das Konsulat früheren Unterlagen einsehen wird.

Die mangelnde Rückkehrbereitschaft wird seitens der Botschaften leider häufig als Ablehnungsgrund genannt und ist nur schwer zu entkräften.
Sie sollten sich daher überlegen, welche Gründe für die Rückkehr sprechen und diese dem Konsulat mitteilen: z. B. Familie, Kinder, Ehefrau, Hausbesitz, Arbeitsstelle, Rückflugticket.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Freund viel Erfolg!



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