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Marktübliche Zinsen bei privatem Darlehensvertrag ohne Sicherheit und Bonität


14.12.2006 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Ein Ehepaar kauft für 100.000 E eine gebrauchte vermietete Immobilie. Das Geld stammt von der Frau, der Mann hat kein Geld. Die Immobilie gehört Mann und Frau zu 50%.
Zur Steueroptimierung bietet sich ein privater Darlehensvertrag an, die Frau leiht dem Mann 50.000E, dieser kann die Zinsen als Werbungskosten von der Steuer absetzen (sie nicht, denn sie bezahlt keine Zinsen).
Der Mann hat einen befristeten Arbeitsvertrag und würde nie und nimmer 50.000 von einer Bank geliehen kriegen.
>>> Frage: was ist der maximal zu realisierende Zinssatz, den man dem Finanzamt als ´marktüblich´ in so einem Fall verkaufen kann. Der Vertrag sähe z.B. eine Laufzeit über 30Jahre, keine Tilgung, keine Sicherheit, und Gesamttilgung bei Wiederverkauf vor (Wiederverkauf ist geplant). Bei guter Bonität würde eine Bank für eine Hypothek vielleicht 4,5% verlangen, als Konsumentenkredit vielleicht 15% (aber nie in dieser Höhe).
Selbstverständlich werden die Gelder auch fliessen. Vielen Dank.
Sehr geehrter Fragesteller,

bei einem privatrechtlichen Darlehensvertrag können Sie im Rahmen des dispositiven Vertragsrechtes grds. jeden Zinssatz vereinbaren. In Bezug auf das Finanzamt haben Sie schon richtig eingeschätzt, dass hier nach der Marktüblichkeit mit geringen Differenzen nach unten und oben geurteilt wird und sofern es sich klar um einen Wucherzins oder eine beabsichtigte steuerliche Verschönerung handelt, wird das Finanzamt den Darlehensvertrag nicht anerkennen.

Ich empfehle daher, sich an den Durchschnittsätzen der Banken zu orientieren und einen Zinssatz von 7,5% nicht zu überschreiten.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung vermittelt zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de
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