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Marketingpauschale für das nicht genehmigte Auslegen von Flyern auf einer Messe

02.06.2014 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war Besucherin auf einer Karrieremesse und habe beim Hinausgehen (ca. 3 Stunden vor Ende der Messe) einen Stapel meiner Flyer (ca. 30) auf einen Tisch gelegt. Ich bin selbstständiger Coach und wollte damit Besucher der Messe auf mein Angebot aufmerksam machen. Auf dem Tisch lagen bereits eine Menge anderer Flyer. Ein paar Tage später erhielt ich eine Rechnung: "Pauschaler Marketing-Beitrag wegen nicht gestatteter Auslage von Werbematerial" in Höhe von netto 250 Euro.

Die Rechnung habe ich per Mail erhalten, sie ging parallel direkt an den Anwalt des Veranstalters: "Sie haben 30 Tage Zeit, die Rechnung zu begleichen. Nach Ablauf dieser Frist werden wir unmittelbar ein Mahnverfahren einleiten, sollte die Rechnung nicht beglichen sein.
Wie Sie dem Kopf dieser eMail entnehmen können, ist eine Kopie dieser eMail direkt an unsere Anwälte geschickt worden."

Tatsächlich habe ich (ohne böse Absicht) vorab nicht gefragt, ob ich die Flyer auslegen kann. Ich hatte einfach den Impuls, meine Flyer zu den anderen dort liegenden Flyern zu legen.

In den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Webseite der Messe habe ich nun nachträglich nachlesen können:

"Die Auslage von Werbematerial (Flyer, Postkarten etc.) ist nur unseren Kooperationspartnern, Ausstellern oder nach ausdrücklicher Erlaubnis durch die Geschäftsführung gestattet. Bei Zuwiderhandlung stellen wir den pauschalen Marketingbeitrag in Rechnung."

Dieser Satz war auch in den FAQs der Webseite zu finden.

Ist das Vorgehen des Veranstalters und die Höhe des Marketingbeitrags so rechtens? Zur Höhe dieses pauschalen Marketingbeitrages habe ich auf der Webseite keine Angaben finden können. Mir kommt es sehr viel und vor allen Dingen willkürlich vor.

Welches Vorgehen meinerseits empfehlen Sie?

Vielen Dank für eine Antwort und freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:







Frage 1:
"Ist das Vorgehen des Veranstalters und die Höhe des Marketingbeitrags so rechtens?"



Das wird im Zweifel das Gericht entscheiden müssen.

Ich sehe nach Ihrer Schilderung allerdings wenig Anhaltspunkte für eine Rechtswidrigkeit des Vorgehens, denn der Veranstalter hat die Messe organisiert und auf die Konsequenzen in seinen AGB hingewiesen.

Indem Sie Ihre Materialien einfach ungefragt dort auslegten, haben Sie genau den Tatbestand erfüllt, der zur Zahlung des pauschalen Marketingbeitrags verpflichtet.

Hier wird es sinnvoll sein, sich zunächst einmal beim Anbieter einen Überblick über die Preisstruktur zu verschaffen. Dann kann man auch Aussagen zur Höhe des Ersatzes treffen.








Frage 2:
"Welches Vorgehen meinerseits empfehlen Sie?"



Einigen Sie sich außergerichtlich mit dem Anbieter. Dies sollte mit etwas Fingerspitzengefühl und Verhandlungsgeschick möglich sein.






Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit gern zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild.




Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

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