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Mapfre/warranty lehnt schadensübernahme ab


14.12.2012 13:18 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff



an meinem auto ging der turbolader kaputt. brachte auto in eine fachwerkstatt die den schaden fest stellte und einen reparaturkostenvoranschlag an die mapfre gefaxt! (faxbestätigung mit sendebericht liegt vor) nach einer woche rief ich bei der werkstatt an und erfuhr das mein auto noch nicht angefangen wurde da die versicherung noch nicht geantwortet habe. ich erklärte der werkstatt das ich mein auto sehr dringend brauche. sie schlug mir vor die reparatur durch zu führen und dann der versicherung nochmals bescheid zu geben. auto wurde repariert und als nach einer gewissen wartezeit immer noch nichts von der versicherung kam rief ich dort selber an und schilderte dem sachbearbeiter die geschehnisse. er sagte mir das keine schadensmeldung eingegangen sei.angeblich sei die faxnummer nicht die richtige.(sie steht aber in der versicherungsmappe abgedruckt).er gab mir eine andere faxnummer an die ich die reparaturkosten nochmals faxen sollte. er nahm den schaden sofort auf und schickte ein formular zurück an die werkstatt die es ausgefüllte. alles wurde zufriednstellend erfüllt bis auf den punkt " aussagekräftige fotos vom laderschaden" diese fotos konnten nicht mehr gemacht werden da der kaputte lader im
austausch an den lieferanten zurück gegangen ist.dies ist der grund das die kostenübernahme abgelehnt wurde. begründung: reparatur ohne die freigabe von Mapfre/warranty.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich versuche Ihre Anfrage zu beantworten, da ich mapfra kenne. Tatsächlich lässt sich Ihre Frage jedoch nicht ohne Kenntnis der Versicherungsbedingungen beantworten, wie der Kollege oben zu Recht mitteilt. Dennoch gilt Folgendes:
Ihr Turbolader ging kaputt.Sie brachten das Auto in eine Fachwerkstatt die den Schaden fest stellte. Es wurde auch- und das ist grundsätzlich Vorraussetzung der Geltendmachung, der Reparaturkostenvoranschlag an die mapfre gefaxt.Bewahren Sie die Faxbestätigung , von der Sie angeben, das sie noch vorliegt,gut auf!

Nun ist es üblich bei mapfra, dass zunächst ein Gutachten eingereicht wird. Danach kann die Versicherungsgesellschaft entscheiden, wie und wo sie den Schaden beheben lassen will. Der mapfra steht üblicherweise also ein "Mitspracherecht" zu. Nach einer grundsätzlichen Regelung des § 254 BGB und den weiteren, nicht vorliegenden Vertragsbedingungen sind Sie verpflichtet, den "Schaden" so gering wie möglich zu halten. Dies bedeutet, das Sie grundsätzlich die einfachste Reperaturlösung wählen müssen.Um das zu überprüfen, wird der Kostenvoranschlag vor Reperatur bei der mapfra eingereicht. Diese erteilt auch die Reperaturfreigabe.Unter Umständen kann sie eine bestimmte Werkstatt benennen oder einen zweiten Sachverständigen schicken.

Problematisch ist , dass Sie angeben, die mapfra hätte die Schadensanzeige nicht bekommen. Sollte das fax-transcript an die richtige Nummer gesendet worden sein, so ist Zugang nach § 130 BGB anzunehmen und die Werkstatt kann es auch beweisen. Spätestens mit dem Anruf lag ihre Meldung aber vor.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe,wurde nur nachträglich ein Formular an die Werkstatt und zurück geschickt.
Daraus kann ich nicht erkennen, was Inhalt des Formulars gewesen ist. Ein Kostenvoranschlag wurde aber offensichtlich dann nicht eingereicht und erstellt.
Nun Fehlen gerade deshalb aber Fotos vom Schaden. Ob dies zum Verlust Ihres Versicherungsanspruchs führen kann, ergibt sich nur aus den Versicherungsbedingungen.
Auch die Begründung für die Ablehnung, "Reparatur ohne die Freigabe von Mapfre/warranty" müsste im Licht der Versicherungsbedingungen geprüft werden.Soweit es mir allerdings bekannt ist, lehnt die mapfre JEDEN Schadensfall ohne vorherige Freigabe ab.

Sollte die Nichtmeldung also auch in Ihrem Fall zum Verlust des Anspruchs führen, wäre zu fragen, ob nicht die Werkstatt eine "Mitschuld" trägt, da sie die Reperatur ohne Freigabe durchgeführt hat. Möglicherweise hätte die wissen können, dass bei dem spansichen Versicherer die Kostenübernahme erst nach Freigabe erfolgt. Die Versicherungsbedingungen waren der Werkstatt aber wohl bekannt, da sie die Anfrage bereits lange gefaxt hatte.

Die mapfra ist m.W.eine Versicherung für Gebrauchtwagenhändler, um diese vor unüberschaubaren Gewährleistungsansprüchen Ihrer Kunden zu schützen sowie für Gebrauchtwagenkäufer.Ich nehme an, Sie haben die Reperaturkostenversicherung für KFZ-Halter.


Allerdings geben Sie insofern an, Ihr Fahrzeug dringend gebraucht zu haben.Daraufhin habe man eine "unbedingte" Reperatur angeboten, die Sie wohl nach § 147 I BGB angenommen haben. Damit würden Sie - bei dieser eigenen Aussage - ganz alleine für die Reperaturkosten haften:

Wer erklärt, er brauche sein Auto dringend, und die Werkstatt solle ohne Vers.-Freigabe mit der Reperatur beginnen, gibt zu verstehen, dass er notfalls in Person als Schuldner haften will.

Die Besonderheit hier ist aber tatsächlich das Faxtranscript. Ich kann empfehlen, ggf. mit hilfe eines Anwalts die mapfra unter Vorlage der Absendebestätigung zu einer Stellungnahme über die Nichtbearbeitung der Schdensmeldung auffodern. Sollte sie die Anzeige bekommen haben, wäre dies allerdings noch nicht mit der Freigabe gleichzustellen.

Bei Rückfragen benutzen Sie bitte die Fragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen



T.Asthoff
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