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Mann kauft nach Trennung Wohnung - Auswirkung auf Unterhalt?

| 09.01.2022 21:56 |
Preis: 31,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


15:54

Hallo liebe Anwälte,

mein getrennt lebender Ehemann lebt zurzeit in einer Wohnung, die sein Vater nach der Trennung für ihn gekauft hat und zahlt sie ab. Insofern wird sie beim Unterhalt nicht mit berechnet.
Nun hat er sich die Nachbar-Wohnung gekauft. Hat dies Auswirkungen auf den nachehelichen Unterhalt, um den wir gerade streiten? Und falls die Wohnung offiziell auf seine Freundin läuft, mit der er ein Kind erwartet - wie sieht es dann aus? Ist das rechtens?
Er ist Großverdiener, ich habe dagegen aufgrund der drei gemeinsamen Kinder auf Karriere verzichtet und habe nun nur ein geringes Einkommen.

Herzlichen Dank für ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen!
XY

09.01.2022 | 23:03

Antwort

von


(123)
Große Straße 14
24855 Jübek
Tel: 04625 - 1816575
Web: http://www.anwalt-juebek.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die nunmehr erworbene Wohnung wirkt sich nicht auf die Unterhaltsverpflichtung Ihres Noch-Ehemanns aus, da die damit verbundenen Kosten nach der Trennung entstanden sind und damit nicht ehebedingt sind. Dabei ist es unerheblich, ob er die Kosten selbst trägt oder sie offiziell auf seine Freundin läuft. Sollte er für die Wohnung einen Kredit aufgenommen haben, kann er diesen beim Unterhalt nicht berücksichtigen.

Jedoch wenn er tatsächlich mit seiner Freundin Nachwuchs bekommt, wirkt sich dies auf Ihren Unterhaltsanspruch aus, da dieser vorrangig berücksichtigt wird.

Die erworbene Wohnung könnte aber im Rahmen des Zugewinnausgleichs eine Rolle spielen. Soweit er diese selbst erworben hat und sie auf seinen Namen läuft, ist es gar kein Problem der Berücksichtigung. Sollte er sie offiziell auf den Namen seiner Freundin erworben haben, würde man dies im Rahmen der Vermögensprüfung zwischen Trennung und Zeitpunkt des Scheidungsantrags (Zeitpunkt des Endvermögens) feststellen müssen bzw. können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Kolditz
(Rechtsanwalt)


Rechtsanwalt Stefan Kolditz

Rückfrage vom Fragesteller 10.01.2022 | 06:19

Sehr geehrter Herr Kolditz,

vielen Dank für ihre Antwort.
Evtl habe ich eine wichtige Information vergessen: Es geht mir hier um die Berechnung des nachehelichen Unterhalts aufgrund ehebedingter Nachteile (Aufgabe einer gut bezahlten Tätigkeit mit Karrieremöglichkeit).
Hier geht es doch nicht um die eheprägenden Verhältnisse, sondern um mein theoretisch mögliches Einkommen im alten Beruf!? Die Differenz zu meinem jetzigen Einkommen müsste doch, soweit ich informiert bin, von meinem Nochehemann ausgeglichen werden!? Würde es hier einen Unterschied machen? Er hat doch einen deutlichen Wohnvorteil!
Die Scheidung läuft bereits, der Zugewinnanspruch fällt also weg.

Freundliche Grüße
XY

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.01.2022 | 15:54

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Nachfrage.

Nach Ihrer ursprünglichen Fragestellung ging ich davon aus, dass Sie Informationen zum Trennungsunterhalt wünschten. Da Sie nun von dem nachehelichen Ehegattenunterhalt und dessen Berechnung sprechen, ist es etwas anders zu betrachten und stellt eigentlich eine neue Frage dar. Diese werde ich Ihnen dennoch gerne aus Kulanz kostenfrei beantworten.

Soweit Ihr Noch-Mann mietfrei wohnt, ist ihm ein angemessener Wohnvorteil anzurechnen. Dieser ist nach der fiktiven Miete für die von ihm bewohnten Wohnung zu bemessen. Der so ermittelte Wohnvorteil erhöht dann das Einkommen Ihres Noch-Mannes.

Der nacheheliche Ehegattenunterhalt bemisst sich nach Ihrem und dem Einkommen Ihres Noch-Mannes. Jedem wird 1/7 als Erwerbsbonus belassen und der der Rest ist hälftig für Unterhalt zu verrechnen, soweit dadurch der Selbstbehalt in Höhe von derzeit 1.280,00 EUR nicht unterschritten wird. Die Differenz zwischen Ihrem derzeitigen Einkommen und dem, das Sie gehabt hätten, wenn Sie weiterhin voll gearbeitet hätten, ist nicht auszugleichen. Bei der dargelegten Berechnung des Unterhalts mittels Erwerbsbonus kann unterm Strich für Sie sowohl mehr als auch weniger als die Differenz herauskommen. Da aber nicht unstreitig Ihr heutiges Einkommen ermittelt werden kann, wird der Unterhalt entsprechend der aktuellen Einnahmen unter Abzug des Erwerbsbonus berechnet.

Da ich leider Ihre einzelnen Nachfragen nicht ganz nachvollziehen und damit auch nicht richtig beantworten kann, biete ich Ihnen ausnahmsweise ergänzend zu Ihrer kostenlosen Nachfrage eine kurze kostenlose telefonische Klärung Ihrer Fragen an. Bitte rufen Sie mich hierzu an unter 04625 - 181 65 75.

Ich hoffe aber, dass ich fürs erste Ihre Fragen soweit beantworten konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Kolditz
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 21.01.2022 | 12:16

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