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Mann hat Verhältnis verschwiegen - Ehe annulieren möglich?


16.07.2007 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe hier gelesen, dass mann eine Ehe annulieren kann, wenn "ein Ehegatte zur Eingehung de Ehe durch arglistie Täuschung über solche Umstände bestimmt worden ist, die bei Kenntnis der Sachlage und bei richtiger Würdigung des Wesen der Ehe vor Eingehung der Ehe abgehalten hätten".

Mein Mann und ich haben ein 5 Jahre altes Kind, am 01.08.03 haben wir geheiratet. Wie ich jetzt erfahren habe hatte mein Mann das halbe Jahr vor der Hochzeit ein Verhältnis mit einer anderen Frau, während ich mich um die Hochzeitsvorbereitungen gekümmert habe. Da die Beziehung zu der anderen Frau mit sehr starken Gefühlen verbunden war, glaube ich dass er mich nur geheiratet hat, aus Angst sein Kind nicht mehr so oft zu sehen.

Da ich ihn niemals geheiratet hätte, wenn ich von diesem Verhältnis gewusst hätte, hat er mir alles verschwiegen.

Ich möchte nun wissen, ob ich diese Ehe, die ja nur einseitig aus Liebe geschlossen wurde annulieren kann.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie spielen mit Ihrer Frage auf § 1314 Abs. 2 Nr. 3 BGB an, wonach eine Ehe aufgehoben werden kann, wenn ein Ehegatte zur Eingehung der Ehe durch arglistige Täuschung über solche Umstände bestimmt worden ist, die ihn bei Kenntnis der Sachlage und bei richtiger Würdigung des Wesens der Ehe von der Eingehung der Ehe abgehalten hätten.

Sollte es tatsächlich zutreffen, dass Ihr Mann Sie, wie von ihm behauptet, nicht etwa aus Liebe, sondern zum Zweck eines einfacheren Umgangs mit dem gemeinsamen Kind geheiratet hat, dann dürfte der Tatbestand des § 1314 Abs. 2 Nr. 3 BGB wohl erfüllt sein. Das Problem ist jedoch der Nachweis, dass Ihr Mann Sie insoweit tatsächlich arglistig getäuscht hat. Der Umstand, dass er vor Ihrer Hochzeit ein Verhältnis mit einer anderen Frau hatte, schließt eine Heirat aus Liebe nicht zwingend aus. Es dürfte Ihnen daher schwer fallen, Ihrem Mann eine vorsätzliche Täuschung nachzuweisen. Um kein unnötiges Kostenrisiko einzugehen, sollten Sie daher lieber eine Scheidung der Ehe anstreben, die Ihnen möglicherweise im Hinblick auf Unterhaltsansprüche sowieso eher zupass käme.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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