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Mangelhafter Einbau einer Einbauküche


13.03.2007 19:08 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag,

Wir haben am 05. Dez. 2006 eine Einbauküche geliefert und eingebaut bekommen. Beim Einbau hat jeder der beiden Handwerker von einer anderen Seite zu montieren angefangen. Das hat in der Mitte dann natürlich nicht zusammengepasst. Also wurde ein Teil der Schränke wieder abmontiert. Was nicht gepasst hat, wurde dann mit dem Hammer passend gemacht. Die Folge war, dass die Dunstabzugshaube zwischen die Schränke gezwängt worden ist, die Schränke im Allgemeinen sehr verzogen und falsche Bohrlöcher in der Wand sind. Nachdem die Handwerker nämlich einen Teil wieder abmontieren mussten wurde ihnen auch die Zeit knapp und sie hatten es richtig eilig.

Das haben wir dann auch am nächsten Tag bei dem Küchenstudio reklamiert. Daraufhin wurde die Küche von einem Kundenbetreuer besichtigt. Es wurde vereinbart, dass die Handwerker noch einmal kommen und die Schäden behoben werden. Es wurde wieder ein Teil demontiert und herumgeschraubt. Die Schraubenköpfe sind dadurch kaputt und zum Schluss haben die Handwerker, um einen großen ungleichmäßigen Spalt auszugleichen. den Fuß der Spülmaschine und den Fuß eines Korpus mit einem Winkel und viel Gewalt zusammen geschraubt. Die Schränke sind auch immer noch stark verzogen. Dann war bei uns Schluss. Wir haben um die Handwerker loszuwerden dafür unterschrieben, dass die Arbeiten wunschgemäß ausgeführt sind. Hierbei handelt es sich um ein Soup Unternehmen, das für das Küchenstudio arbeitet.

Wir haben uns daraufhin wieder beim Küchenstudio beschwert und mitgeteilt, dass die Mängel noch schlimmer geworden sind. Der Mitarbeiter kam nochmals vorbei um sich ein Bild davon zu machen. Er gab uns zwar Recht aber hat uns erklärt, dass die Mängel leicht zu beheben seien.
Es wurde vereinbart, dass ein neuer Handwerker, diesmal direkt angestellt vom Küchenstudio sich die Küche anschaut und die Mängel behebt. Das wurde von unserer Seite nur ungern akzeptiert, zumal nach unserer Meinung es mit etwas ausbessern nicht getan ist.
Also ist der nächste Handwerker ins Haus gekommen. Er hat sich die Küche genau angesehen und uns zugestimmt, dass die Küche so nicht akzeptiert werden kann. Er meinte um die Küche ordentlich einzubauen, müsste man alles komplett wieder ausbauen und dann wieder neu einbauen. Da dies aber sehr aufwendig ist konnte er an diesem Samstag nicht mehr damit beginnen, außerdem hatte er auch keine Lust den Fehler der anderen auszubaden. Wir wollten nicht, dass wieder nur an der Küche herumgeschraubt und ausgeglichen wird.
Immerhin hat uns dieser Handwerker auch mitgeteilt, dass es nichts bringt und außerdem Kranzleiste, Sockel und Arbeitsplatte erneuert werden muss.
Wir haben dann vereinbart, dass er mit dem für uns zuständigen Mitarbeiter spricht und ihm die Sachlage schildert und wir dann wieder vom dem Mitarbeiter Kontaktiert werden.

Eine Woche ist vergangen bis sich der zuständige Bearbeiter bei uns gemeldet hat. Er hat die Mängel wieder nur beschönigt und behauptet wir hätten den Handwerker nichts Korrigieren lassen. Wir haben ihm widersprochen und die o.g. Meinung des Handwerkers, der uns Recht gegeben hatte, nochmals verdeutlicht. Wir haben ihm auch mitgeteilt, dass die Küche für uns nicht mehr neu ist. Die Schränke sind verzogen und total verschraubt vom vielen ausbessern. Gebracht hat es nichts, es ist nur schlimmer geworden. Wir haben dann gesagt, dass wir den vollen Preis für die Küche nicht akzeptieren. Er hat uns daraufhin eine
neue Arbeitsplatte, eine Kranzleiste und eine neue Front für den Kühlschrank zugesagt und wollte natürlich auch was am Preis machen. Er wollte das mit seinem Vorgesetzten absprechen und sich dann wieder bei uns melden. Dieses Telefonat war am 26. Januar 2007.
Seit dem haben wir nichts mehr gehört.
Die Küche hat einen Neupreis von 7.700,00 Euro. Bei Vertragsabschluss haben wir 2.500,00 Euro angezahlt.Die Abschlussrechnung, die wir nach Einbau der
Küche erhalten haben, wurde von uns aufgrund der Mängel nicht bezahlt.
Eine Mahnung haben wir nicht erhalten.

Unsere Fragen:

1. Wie würden Sie uns raten, in dieser Angelegenheit vorzugehen ?
2. Wie lange kann uns, wenn sich keiner der beiden Seiten meldet, das Küchenstudio noch eine Rechnung schicken ?
3. Haben wir dann noch die Möglichkeit dagegen vorzugehen ?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Der Unternehmer hat Ihnen die Einbauküche frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen. Die Küche sollte von Ihnen in Anbetracht der Mängel unter keinen Umständen abgenommen werden. Weitere Zahlungen sollten Sie ebenfalls zurückhalten.

Sie sollten vielmehr dem Küchenstudio zur Nacherfüllung der vorhandenen Mängel eine angemessene Frist setzen. Bei fruchtlosem Verstreichen der Frist können Sie den Mangel selbst durch eine Fachfirma beseitigen lassen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen.

Sie können aber auch die Vergütung mindern.

Um Ihren Ansprüchen mehr Nachdruck zu verleihen, sollten Sie einen Kollegen vor Ort mandatieren, der Ihre Interessen vertritt und Ihre Ansprüche gegenüber dem Küchenstudio positioniert.

Die Verjährungfrist in Ihrem Fall beträgt drei Jahre, wobei die Frist für die Mängelansprüche erst mit der Abnahme beginnt.

Die Zahlungsansprüche des Küchenstudios verjähren in drei Jahren.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

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§ 637 BGB Selbstvornahme

(1) Der Besteller kann wegen eines Mangels des Werkes nach erfolglosem Ablauf einer von ihm zur Nacherfüllung bestimmten angemessenen Frist den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen, wenn nicht der Unternehmer die Nacherfüllung zu Recht verweigert.

(2) § 323 Abs. 2 findet entsprechende Anwendung. Der Bestimmung einer Frist bedarf es auch dann nicht, wenn die Nacherfüllung fehlgeschlagen oder dem Besteller unzumutbar ist.

(3) Der Besteller kann von dem Unternehmer für die zur Beseitigung des Mangels erforderlichen Aufwendungen Vorschuss verlangen.
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