Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mangelhaften PKW vom Händler gekauft, dieser besteht auf Privatverkauf ohne Gewährleistung

07.10.2008 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


Hallo,
Ich habe am 02.09.2008 ein gebrauchtwagen in höhe von 850€ von einem Händler gekauft.
Der händler hat mir einen vertrag ausgestellt
der den namen einer seiner bekannten enthält um einen privatverkauf darzustellen. In dem vertrag stehen folgende sachen :
gekauft wie gesehen,Keine gewährleistung
nach dem kauf habe ich aber festgestellt das der wagen durchgerostet ist und, dass das
getriebe,heizung defekt sind und das der tank ausläuft.Meine frage ist jetzt wie kann ich gegen ihn vorgehen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei Ihnen um einen privaten Käufer handelt und sich nicht in der Eigenschaft eines Unternehmehrs (Gewerbetreibender) gehandelt haben.

Denn dann liegt hier ein sogenannter Verbrauchsgüterkauf gemäß § 474 BGB vor, bei dem nach § 475 BGB der Ausschluss der Gewährleistungsrechte unzulässig ist.

Dass der Händler hier nur ein Kommissionsgeschäft für eine Privatperson betreibt (dann könnten Gewährleistungsrechte ausgeschlossen werden), ist nach Ihrer Schilderung nicht erkennbar. Denn dann hätte der Händelr deutlich zu erkennen geben müssen, dass nicht er, sondern ein Dritter als Privatperson Ihr Vertragspartner werden soll.

Wenn das Fahrzeug auf dem Verlaufsgelände des Händlers stand, dieser mit Ihnen verhandelte, den Kaufvertrag unterschrieb und die Zahlung des Kaufpreises entgegen nahm, konnten Sie nur davon ausgehen, dass ein Eigengeschäft des Händlers vorliegt. In diesem Fall müssten Sie davon ausgehen, dass das wirtschaftliche Risiko des Verkaufs beim Händler liegt, so dass die Behauptung, ein privater Dritter sei Verkäufer, eine unzulässige Umgehung des § 475 BGB darstellen würde, vgl. BGH NJW 2005, 1034.

Sie sollten den Händler daher unter Fristsetzung auf einen bestimmten Termin, z.B: 24.10.2008 zur Mängelbeseitigung auffordern.

Lehnt er dies ab, können Sie mit anwaltlicher Hilfe Wandlung (Austausch von Fahrzeug und Kaufpreis), Minderung oder Schadensersatz fordern.

Dabei sollten Sie dem für Sie tätigen Anwaltskollegen naturgemäß die Vertragsunterlagen vorlegen, damit dieser abschließend prüfen kann, ob der Händler auf das behauptete Kommissionsgeschäft tatsächlich nicht im erforderlichen Umfang hingeweisen hat.

Ich hoffe Ihnen auf diesem weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70599 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die Antwort - kurz und verständlich mit klaren Handlungsanweisungen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Für einen überschaubaren Betrag bekam ich eine erste Einschätzung über die Erfolgsaussichten, die mich davon überzeugt hat, die Sache weiter zu verfolgen. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell, freundlich und kompetent. ...
FRAGESTELLER