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Mangelhafte Lieferung einer Sauna

24.06.2012 08:41 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im Januar 2012 eine Sauna im Internet für 2500 EUR bestellt (keine Auktion, lediglich Kontaktanbahnung. Der Vertrag wurde per Fax geschlossen). Es waren einige Mängel damit verbunden:

1. Es wurden falsche Teile geliefert, die einen Aufbau an einem Termin nicht möglich machten. Die bestellten Handwerker (nicht von der Firma bei der ich die Sauna bestellte) mußten 3 x anfahren und ein paar Änderungen vornehmen.

2. Die Lieferung ist immer noch nicht vollständig erfolgt. Zum Teil haben die Monteure die Teile selbst besorgt und montiert damit die Sauna fertiggestellt werden kann.
- Auflageleiste für untere Bank 120 cm lang
- Auflageleiste 60 cm
- 2. Specksteinschale für Ofen
- Teil über der Türe
- Zwischenbankverkleidung
- Fußrost
- Aufbauanleitung für 10 cm höhere Sauna.

3. Die Sauna sieht nicht aus wie im Internet abgebildet. Durch eine Sonderhöhe von zusätzlichen 10 cm wurden oben einfach Querbalken geliefert, die zusätzlich auf die senkrechten Balken der Sauna in Standardhöhe draufgelegt werden. Dadurch ergibt sich kein schönes Bild. Es war nirgends ein Hinweis zu finden daß das bei Extrahöhe so einfach gelöst wird.

4. Bei Anlieferung wurde eine Bank beschädigt, was einen optischen Schaden verursacht (aber funktionsfähig).

5. Durch die Falschlieferungen habe ich eine niedrigere Türe bei mir zuhause rumstehen die ich nicht verwenden kann bzw. entsorgen muß (eine neue, passende Türe wurde nachgeliefert).


Es entstand erheblicher Mehraufwand, und die Sauna sieht nicht so aus wie versprochen und gewünscht.

Mit dem Vertrieb der Sauna habe ich mehrfach telefoniert und per e-mail Lösungen gesucht. Ich hatte ihm auch angeboten alles rückabzuwickeln, was er jedoch nicht wollte. Ich habe 14 tägige Fristen zur Behebung der Mängel gesetzt, was nicht erfolgt ist.

Letztendlich hat er eine Vergütung in Höhe 800 EUR vorgeschlagen, was ich letztendlich akzeptierte.

Bisher ist das nicht erfolgt, und ich hatte ihm dann eine Frist bis 22.6.2012 gesetzt.

Da diese Frist ergebnislos verstrichen ist, bitte ich Sie um Unterstützung. Was würden Sie hier empfehlen, hilft ein Brief von einem Rechtsanwalt an die Firma?

Mit freundlichen Grüßen
Hackenberg

24.06.2012 | 10:09

Antwort

von


(146)
Frankfurterstr. 30
51065 Köln
Tel: 0221 16954321
Web: https://kanzlei-kirli-ippolito.de/impressum/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage auf der Grundlage des von Ihnen gescchildterten Sachverhaltes wie folgt:

Die Passage, "Letztendlich hat er eine Vergütung in Höhe 800 EUR vorgeschlagen, was ich letztendlich akzeptierte" verstehe ich dahingehend, dass Sie sich mit dem Verkäufer entschlossen haben, den Vertrag nicht rückabzuwickeln und dass Sie hier für eine "Entschädigung" in Höhe von 800,00 Euro bekommen.

Hierbei handelt es sich um eine Vereinbarung, die zwingend eingehalten werden muss. Da die Frist (22.06.2012) bereits abgelaufen ist; und zwar unbahängig davon ob Ihnen weitere Gewährleistungsrechte zustehen oder nicht. Durch die nicht fristgemäße Zahluing könnte der Verkäufer sich in Verzug gemäß § 286 BGB befinden.

Durch die Beauftragung eines Anwalts könnten dem Verkäufer möglicher Weise die Kosten der außergerichtlichen Tätigkeit des Rechtanwaltes aufgrund des Verzuges ebenfalls auferlegt werden.

Es besteht ein Kuafvertrag zwischen Ihnen und dem Verkäufer nach § 433 BGB . Eine mangelfreie Erfüllung des Kaufvertrages ist bis zum heutigen Tage nicht erfolgt. Demnach könnten Ihnen die Gewährleistungsansprüche nach § 433 , 434 , 437 BGB zustehen.

Jedoch gilt in Ihrem Fall zu prüfen, ob Sie nicht durch die Vereinbarung über die Zahlung in Höhe von 800,00 Euro auf Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte verzichtet haben. Dies müsste der zu beauftragende Kollege eingehender prüfen. Da es sich vorliegend um einen Verbrauchsgüterkauf handelt (Firma ist Unternehmer und Sie Verbraucher)sollte der Kollege auch überprüfen in wie fern ein derartiger Verzicht möglich wäre.

Zunächst einmal sollten Sie beweisen können, dass eine derartige Vereinbarung über 800,00 Euro getroffen wurde. Dies dürfte Ihnen nicht ganz einfach fallen, wenn der Verkäufer dies bestreitet und Sie die Vereinbarung irgendwie schriftlich nicht belegen können.

Sollte es zu solch einer Beweisproblematik kommen, müsste der Anwaltskollege Überlegungen anstrengen, ob es doch nicht zweckmäßiger ist, Gewährlestungrechte (Rücktritt, Minderung, Schadensersatz) geltend zu machen bzw. einzuklagen

Aus den genannten Gründen empfehleich Ihnen auf jeden Fall einen Rechtsanwaltskollegen einzuschalten.

Insbesondere ist der Rechtsanwalt aufgrund seiner fachlichen Kenntnis in der Lage, den Verkäufer letztmalig (und gegebenenfalls verzugsbegründend) zur Leistung aufzufordern, und zwar im Hinblick auf alle in Betracht kommenden Punkte.

Letzlich hilft ein Schreiben eines Rechtsanwaltes an die Firma. Ob aufgrund des Schreiben der Verkäufer zahlen wird, mag ich von hieraus natürlich nicht entscheiden können. Jedoch wären Sie aufgrund der oben erörteten Probleme, schon aufgrund der weiteren Vorgehensweise und eines möglichen Prozesses besser beraten, wenn Sie einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen konnte.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass die hiesige Beratungsplattform die Beratung durch einen Rechtanwaltskollegen vor Ort nicht ersetzen kann, sondern lediglich dazu dient, dem Mandanten eine grobe rechtliche Einschätzung zu verleihen.

Das Weglassen und bzw.oder Hinzufügen von relevanten Angaben kann eine völlig andere rechtliche Bewertung nach sich ziehen.


Mit freundlihen Grüßen

Kirli
(Rechtsanwalt)


Rechtsanwalt Serkan Kirli

ANTWORT VON

(146)

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51065 Köln
Tel: 0221 16954321
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