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Mangelfallberechnung

18. Juni 2021 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


16:05

Guten Tag,

mein 14 jähriger Sohn zieht zu seinem Vater und ich werde somit für ihn barunterhaltspflichtig. Ich habe ein weiteres 6-jähriges Kind, das in meinem Haushalt lebt.
Ich verdiene 1842,- Netto (Ich arbeite 24 Std./Woche in einer 4-Tage Woche) und habe berufsbedingte Aufwendungen in Form von Fahrtkosten: der Arbeitsweg (Hin- und Rückfahrt zusammen) beträgt 102 km, ich fahre momentan aufgrund der Homeofficeregelungen ca. 2x wöchentlich ins Büro (normalerweise 4x wöchentlich).
Nun bin ich nicht sicher, in welcher Höhe ich Unterhalt für meinen Sohn leisten muss.
Bei 1160,- Selbstbehalt und Abzug der Fahrtkosten (0,30 € x 30 km + 0,20 € x 72 km x 92 Tage : 12 = 179,40 € pro Monat...richtig?) bleiben vom Nettogehalt noch 502,60 €, die ich für Kindesunterhalt aufwenden kann.

Würde ich meinem Sohn den vollen Mindestunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle zahlen, würde aber meine in meinem Haushalt lebende Tochter zu kurz kommen, richtig?
Nach meinen Recherchen reduziert sich also die Summe für beide Kinder anteilig, es wäre also eine Mangelfallberechnung.

Daher nun meine konkrete Frage: Muss ich meinem Sohn die volle Summe nach Düsseldorfer Tabelle zahlen (oder um was kann ich sie theoretisch reduzieren) und kann ich bei einer Mangelfallberechnung dazu "gezwungen" werden, mehr zu arbeiten (obwohl dann die Betreuung meines zweiten Kindes nicht gewährleistet wäre)?

Das Kindergeld bezieht übrigens ab sofort der Vater, wäre meinerseits also hälftig abzuziehen.

18. Juni 2021 | 15:34

Antwort

von


(142)
Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Beratungsanfrage, wie folgt:

Der Unterhalt, den Sie an Ihren Sohn zahlen müssten, beträgt 418,50 €, gemessen an der Düsseldorfer Tabelle und unter Berücksichtigung eines Nettoeinkommens von 1.685,60 €.

Ich gehe von folgendem aus:
Nettoeinkommen 1.842,00 €
abzügl. berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten) 156,40 € (gerechnet mit 0,20 €/Kilometer).

Ihr Selbstbehalt liegt bei 1.160,00 €, so dass Sie den Unterhaltsbetrag aus Gruppe 1 der DD zahlen können, ohne Ihren Selbstbehalt zu gefährden. Da Sie Ihrer Tochter keinen Barunterhalt zahlen müssen, sehe ich auch keinen Mangelfall; ein solcher wäre gegeben, wenn nach Abzug des Selbstbehalts des Unterhaltspflichtigen das verbleibende Einkommen nicht ausreicht, den Bedarf zu decken; dies wäre aber hier der Fall.

Zudem geht die Düsseldorfer Tabelle von zwei unterhaltsberechtigten Personen aus, so dass hier auch keine Höherstufung stattfinden kann.

Die errechneten 418,50 € sind tatsächlich der Mindestunterhalt, den Sie Ihrem Sohn zahlen müssten, das hälftige Kindergeld ist dabei abgezogen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bei Unklarheiten fragen Sie gerne nach.


Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Müller


Rückfrage vom Fragesteller 18. Juni 2021 | 15:58

Vielen Dank.
Eine Nachfrage: Meine Fahrtkosten sind ja nur momentan durchs Homeoffice reduziert und werden über kurz oder lang wieder steigen (102 km an 4 Tagen pro Woche).
Sehe ich es richtig, dass dann der Mangelfall gegeben wäre und was würde sich daraus ergeben?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18. Juni 2021 | 16:05

Sehr geehrte Fragestellerin,

es wäre dann noch ein Betrag in Höhe von 1,488,40 € übrig, so dass Sie einen Unterhalt in Höhe von 328,40 € leisten müssten, also ein Mangelfall gegeben wäre. Da Sie aber gegenüber dem minderjährigen Sohn eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit haben, könnte es sein, dass man Ihre Fahrtkosten nicht komplett berücksichtigt oder Sie notfalls auf eine andere Beschäftigung verweist. Dies sollten Sie beachten.

ich wünsche Ihnen alles Gute,

viele Grüße, Rechtsanwältin Müller

ANTWORT VON

(142)

Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
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