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Mangel im Haus bei Hauskauf

| 23.02.2020 23:42 |
Preis: 25,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben uns ein Haus gekauft. In dem Haus befindet sich laut Exposé ein Parkettboden.
Der Verkäufer hat auf dem Boden einen Teppich verkleben lassen. Den Teppich wollten wir auch übernehmen. Bei den Hausbesichtigungen standen noch die alten Möbel der Verkäufer im Haus.
Nun wurde uns, nachdem der Kaufvertrag unterschrieben war, mitgeteilt, dass der Teppich entlang der Möbeln zurecht geschnitten wurde und wir uns nicht wundern sollen dass an den Stellen an denen die Möbel der Vorbesitzer standen kein Teppich existiert. Sozusagen ein löchriger Teppich.
Nun wollen wir natürlich dass der Teppich doch von den Verkäufern entfernt wird mit der Beseitigung des Klebers. Der Verkäufer möchte aber nur den Teppich entfernen ohne den Kleber zu entfernen. Nach mehrmaligen Versuchen einen Kompromiss zu finden sind wir leider an einem Punkt an dem es keine Einigung gibt.
Wie oben beschrieben ist im Exposé nicht die Rede von einem Teppich sondern von einem Parkettboden. Wir wussten dass der Teppichboden verklebt ist aber nicht dass der Teppich entlang der Möbel der Vorbesitzer zugeschnitten ist.

Ist dies ein Mangel? Hätten wir sie darauf vorher ansprechen sollen? Wie können wir vorgehen?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
24.02.2020 | 11:23

Antwort

von


(9)
Goerdelerstraße 6
65197 Wiesbaden
Tel: 015150413604
Web: https://anwaltsloesung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

bei dem beschriebenen Mangel hätten Sie grundsätzlich einen Anspruch gegen den Verkäufer auf Nacherfüllung, Rücktritt vom Kaufvertrag, Minderung des Kaufpreises und Schadenersatz.

Ein Anspruch auf Nacherfüllung kommt nicht in Betracht, weil das Parkett vorhanden ist. Bei der Nacherfüllung müsste der Verkäufer das Parkett einbauen. Ein Rücktritt vom Kaufvertrag kommt nur bei einem wesentlichen Mangel in Betracht. Unabhängig davon, dass ein Rücktritt vom Kaufvertrag von Ihnen höchstwahrscheinlich nicht gewollt ist, dürfte ein wesentlicher Mangel nicht vorliegen.

Sie könnten also Minderung des Kaufpreises oder Schadensersatz verlangen.

Die Höhe entspricht dabei grundsätzlich den Kosten für eine fachgerechte Entfernung des Teppichs.

Das Problem ist, dass die sogenannten Sowiesokosten nicht verlangt werden können.
Das bedeutet: Wenn Sie den Teppich weiter nutzen wollten und dies nun nicht können, dann hängt die Höhe Ihres Anspruches davon ab, wie alt der Teppich ist. Die Nutzungsdauer für Teppichboden liegt nach ständiger Rechtsprechung bei maximal 10 Jahren.

Ist der Teppichboden älter, können Sie nicht verlangen, dass sich der Verkäufer an den Kosten für die fachgerechte Entfernung beteiligt. Das gilt auch, wenn Sie den Teppichboden ohnehin entfernt hätten. Ist der Teppichboden jünger, können Sie nur die anteiligen Kosten für die frühzeitige Entfernung verlangen.

Sie sollten den Teppich nur fachgerecht entfernen lassen. Zusätzliche Kosten für Schäden am Parkett durch eine laienhafte Entfernung des Teppichbodens müssen nicht vom Verkäufer übernommen werden. Es sei denn, der Verkäufer übernimmt die Verantwortung für die fachgerechte Entfernung des Teppichs. Hierzu gehört auch die fachgerechte Entfernung des Klebers. Eine Aufteilung dieser Leistungen ist problematisch, da dadurch eine Zuordnung möglicher Schäden am Parkett erschwert wird.

Ich kann Ihnen daher nur eine fachgerechte Teppichbodenentfernung inklusive Kleber empfehlen. Die Kosten hierfür müssten dann - unter den genannten Voraussetzungen - anteilig vom Verkäufer getragen werden.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

(Lorenz)
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 24.02.2020 | 21:42

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