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Mandatsvertrag gültig oder nicht ?


25.11.2010 20:30 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Sehr geehrte Damen und/oder Herren,
in einer außergerichtlichen Vertretung durch eine Anwältin habe ich folgendes Problem : In dem Mandatsvertrag war eine Honorarvereinbarung von 476 Euro vereinbart. Die Rechtsanwältin hat für mein Empfinden Ihre Arbeit in meinem Fall sehr mangelhaft ausgeführt : In Briefen an die Gegenseite hat Sie in 2 Fällen komplet falsche Daten angegeben und zu einem extra vereinbarten Telefontermin war Sie nicht vorbereitet und musste während des Telefonats erst Ihre E-Mails suchen und durchlesen. Zudem, und das ist der Hauptpunkt, hat sie den Mandatsvertrag nicht im Original vorliegen. Sie schickte per Mail den Vertrag,den ich ausdruckte und unterschrieb. Ich scannte den von mir unterschriebenen Vertrag und schickte ihn ihr per Mail.Daraufhin forderte sie das Original (mit meiner Original Unterschrift).Ohne den Originalvertrag könne Sie den Fall nicht bearbeiten,zumal Sie auch noch unterschreiben musste (auf meinem Exemplar). Ich habe beide Verträge hier noch vorliegen,weil ich vergaß ihr die Verträge zu schicken. Sie hat dann begonnen den Fall zu bearbeiten und hat nicht gemerkt,dass sie die Originalverträge garnicht vorliegen hatte.Sie hat die Vertrag auch nie nachgefordert. Ich habe ihr die Hälfte ihrers Honoras (238 Euro) überwiesen. Die zweite Hälfte habe ich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht überwiesen,weil ich mit ihrer Arbeit überhaupt nicht zufrieden war und weil der Vertrag eigentlich nicht zustande gekommen ist,da ich die Originalunterlagen hier noch liegen habe.Nun bekam ich einen Mahnbescheid mit einer Zahlungsaufforderung : Ich muss jetzt zahlen oder ich soll dem Gericht mitteilen ob oder in welchem Umfang ich dem Anspruch widerspreche. JETZT ist die Frage : Muss ich zahlen oder ist der Mandatsvertrag nie zustande gekommen,da sie die beiden Verträge mit meiner Originalunterschrift nie erhalten hat oder kann sie mit dem gescannten Vertrag (mit meiner Unterschrift und ohne ihre Unterschrift) auf ihr Honorar bestehen ??
Mit freundlichem Gruß

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung ist ein Vertrag mit einem Honorar von 476,00 € zustande gekommen.

Zwischen Ihnen und der Rechtsanwältin bestand Einigkeit darüber, daß ein Honorar in Höhe von 476,00 € für eine bestimmte Tätigkeit geschuldet werde. Die Rechtsanwältin hat die Honorarvereinbarung in schriftlicher Form vorbereitet und Ihnen den Text per E-Mail übersandt. Sie haben durch Ihre Unterschrift nachweislich dokumentiert, daß Sie mit der Honorarvereinbarung einverstanden seien.

Gründe, weshalb die Honorarvereinbarung unzulässig sein könnte, sind aus dem Sachverhalt nicht zu ersehen.

Damit gilt die Honorarvereinbarung und Sie schulden das vereinbarte Honorar von 476,00 €.


2.

Ob Sie mit Gegenansprüchen (Schadenersatz) aufrechnen können, läßt sich aus der Sachverhaltsschilderung nicht ersehen. Allein die Tatsache, daß Sie mit der Tätigkeit der Rechtsanwältin unzufrieden sind, begründet keinen Anspruch auf Schadenersatz. Ein Anspruch auf Schadenersatz könnte nur bestehen, wenn Ihnen nachweislich ein Schaden entstanden ist, den die Rechtsanwältin verursacht hat.


3.

Fazit: Es dürfte daher zur Vermeidung weiterer Kosten empfehlenswert sein, zu zahlen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2010 | 21:07

Die Original Verträge liegen hier bei mir Zuhause.
Die Rechtsanwältin hat selbst gesagt,dass Sie ohne den Vertrag mit meiner Originalunterschrift meinen Fall nicht bearbeiten kann !
Sie hat NUR meine gescannte Unterschrift.....hat diese eine auch Gültigkeit ??

Ich glaube dass Sie mein Problem nicht wirklich verstanden haben.....?!

Ich habe keinen Vertrag hier vorliegen mit der Unterschrift dieser Rechtsanwältin und sie hat keinen Vertrag vorliegen mit meiner Original Unterschrift.Wenn es egal ist,ob sie eine gescannte Unterschrift von mir oder eine Originalunterschrift von mir vorliegen hat,warum legte sie dann Wert darauf,dass ich ihr die Originalverträge mit meiner Unterschrift zusende ??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2010 | 21:26

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ihr "Problem" ist nun wirklich nicht schwer zu verstehen.

Die Rechtsanwältin wollte ein Original, um im Streitfall leichter den Beweis führen zu können, daß eine Honorarvereinbarung getroffen worden sei.

Ob die Honoravereinbarung bei Ihnen liegt oder ob sich die Urkunde im Besitz der Rechtsanwältin befindet, ist für die Wirksamkeit der Vereinbarung gleichgültig. Entscheidend ist, daß die Vereinbarung getroffen worden ist. Und hier liefern Sie die Antwort eigentlich schon selbst: Sie haben durch Ihre Unterschrift der Vereinbarung zugestimmt. Damit ist die Honorarvereinbarung zustande gekommen.


3.

Anhand des gescannten Vertrags wird die Rechtsanwältin den Beweis führen können, daß Sie mit der Honorarvereinbarung einverstanden gewesen sind.

Sie sprechen also in Wirklichkeit nicht die Frage des Zustandekommens des Vertrags an, sondern die Frage, ob der Rechtsanwältin der Nachweis gelingen wird, daß eine Honorarvereinbarung getroffen wurde.

Nochmals: Wo die Ausfertigung des Vertrags liegt, ist für dessen rechtliche Wirksamkeit ohne Bedeutung. Bedeutung kann das allenfalls für die Beweisbarkeit des Zustandekommens des Vertrags haben. Und hierfür hat die Anwältin das gescannte Exemplar.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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