Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mandatsniederlegung und Beiordnung neuer Anwalt

| 25.02.2014 07:47 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Mein alter Anwalt gibt mich nicht frei (Schlechterfüllung) und leitet u.a. gerichtlich angeordnete Unterhaltszahlungen mehrfach unpünktlich an mich weiter (teilweise Zeitverzug bis zu 15 Tage). Der neue Anwalt kann nicht tätig werden. Beide Anwälte haben bereits miteinander gesprochen. Nächste Woche ist ein sehr wichtiger Gerichtstermin, bei dem mich der neue Anwalt vertreten soll. Was kann getan werden Wie kurzfristig ist eine Beiordnung eines Anwaltes in einem laufenden Familienverfahren möglich?

Vielen Dank für Ihre Antwort vorab.

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich ist der dem Mandatsverhältnis zugrundeliegende Geschäftsbesorgungsvertrag jederzeit kündbar. Das gilt auch während eines laufenden Verfahrens. Sie können also dem alten Anwalt kündigen und einen neuen Anwalt beauftragen. Dies kann auch kurzfristig geschehen.

Wurde Ihnen der Anwalt im Rahmen der Prozesskostenhilfe beigeordnet, können Sie nach § 121 ZPO dem beigeordneten Anwalt jederzeit die Vollmacht entziehen, die Aufhebung der Beiordnung selbst verlangen und einen neuen Anwalt mit Ihrer Vertretung beauftragen, auch im laufenden Verfahren.
Problematisch hierbei kann lediglich die Kostenfreistellung hinsichtlich Ihrer Anwaltsgebühren gegenüber dem neuen Anwalt werden. Denn der neue Anwalt kann nur beigeordnet werden, wenn der Staatskasse durch den Anwaltswechsel keine Mehrkosten entstehen oder die Partei einen triftigen Grund zum Widerruf der Vollmacht hat. Für Letzteres müssen Umstände vorliegen, die auch einer vermögenden Partei Anlass gegeben hätten, den Anwalt zu wechseln, etwa weil das Vertrauensverhältnis zerstört ist. Ob ein solcher Grund in Ihrem Fall vorliegt, kann ohne Kenntnis aller Details natürlich nicht beurteilt werden. Wenn hier trotz nachweisbarer Anmahnung eine Schlechterfüllung des Anwalts vorliegt, zudem Fremdgelder entgegen § 43a Absatz 5 BRAO nicht unverzüglich weitergeleitet wurden, dürfte ein Anwaltswechsel aber durchaus begründbar und eine Beiordnung des neuen Anwalts möglich sein.

Um die Beiordnung etc. wird sich in der Regel der neue Anwalt kümmern. Bleibt dem Kollegen aufgrund der Kürze der Zeit keine ausreichende Möglichkeit zur Vorbereitung des wichtigen Gerichtstermins, kann von ihm ggf. auch eine Terminsverschiebung beantragt werden.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 25.02.2014 | 09:10

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schnelle und kompetente Beantwortung."
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen