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Mandatsniederlegung, Mandatserteilung

24.06.2008 00:24 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt geht meinen Fragen voraus. Im September 2006 habe ich im Zuge einer Ehegattenunterhaltabänderungsklage einen Rechtsanwalt am Wohnort meiner seit 1999 geschiedenen Ehefrau mit einem Mandat betraut. Ich wurde vom Familiengericht aufgefordert die Lebenssituation meiner geschiedenen Ehefrau und ihres neuen Lebensgefährten umfassend darzustellen. So habe ich umfangreiche Recherchen über die Lebenssituation meiner geschiedenen Ehefrau und ihres Lebensgefährten durchgeführt und die Ergebnisse meinem Rechtanwalt mitgeteilt. Er sollte dann daraus einen entsprechenden Schriftsatz mit einer umfanfreichen Zeugenliste anfertigen und an das Familiengericht reichen. Cirka 3 Wochen vor der Hauptverhandlung teilte mir mein Anwalt mit, dass er sein Mandat niedergelegt mit dem Hinweis er habe mal etwas für den neuen Lebensgefährten meiner geschiedenen Ehefrau gemacht und er könne mich deshlab nicht weiter vertreten.
Mein Anwalt teilte mir mit, dass er einen Kollegen mit dem Mandat betraut habe und ich mir keine Sorgen machen solle.
Ich ging zu diesem Zeitpunkt immer noch davon aus, dass mein Anwalt die gemeinsame Prozessstrategie verfolgt. Diese Strategie sah vor 1. den Ehegattenunterhaltstitel aus der Welt zu schaffen und 2. durch die Vernehmung der Zeugen die wahre Lebenssituation meiner geschiedenen Ehefrau und ihrem Lebensgefährten aufzudecken und daraus eine Betrugklage anzustrengen. Meine geschiedene Ehefrau lebt mit ihrem neuen Lebensgefährten seit 2003 zusammen, betreibt ein eigenes Gewerbe und ist noch angestellt, kurzum sie hatte ein weitaus höheres Einkommen als ich und hat es versäumt mich davon in Kenntnis zusetzen.
In der Hauptverhandlung erschien der Kollege meines Ehemaligen Anwalts. Die Verhandlung wurde von dem Anwalt so gelenkt, dass es zu einem Vergleich kamm, in dem ich mich verpflichtete den Ehegattenunterhalt bis November 07 zu zahlen und danach beide Parteien gegenseitig auf alle Ansprüche verzichten.
Langer Text, ich hoffe Sie können den Sachverhalt nachvollziehen.
Mir stellen sich folgende Fragen:
1.) Ist die Niederlegung des Mandats meines Rechtsanwalts aus rechtlicher Sicht unbedenklich? Besonders im Hinbick darauf, dass ich Ihm die meisen sensiblen Informationen zur Verfügung gestellt habe und ich nicht weiß in welchem Verhältnis er mit dem Lebensgefährten meiner geschiedenen Ehefrau steht. Kann ein Mandanten-Verrat unterstellt werden?

2.) Ich habe dem Kollegen meines Anwalts kein schriftliches oder mündliches Mandat erteilt. Er ist jedoch in der Hauptverhandlung als Bevollmächtigter aufgetreten und das steht so im Protokoll. Kann dieser Anwalt eine Rechnung schreiben?

Vielen Dank im Voraus.


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:

ad 1)

Ihr Anwalt hat das Mandat niedergelegt, weil er eine Interessenkollision gesehen hat. Deshalb war er zur Mandatsniederlage nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet. Ohne konkrete Anhaltspunkte, die ich Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht entnehmen kann, können Sie einen Parteiverrat nicht unterstellen. Bedenken Sie bitte, daß Sie Ihrem ehemaligen Anwalt damit strafbares Handeln unterstellen.

ad 2)

Der genaue Ablauf der Bevollmächtigung des zweiten Anwaltes ist unklar. Sie schreiben aber, daß der erste Anwalt diesen Kollegen betraut hat, so daß ich davon ausgehe, daß dies mit Ihnen abgestimmt war. Sofern der zweite Anwalt also mit Ihrem Wissen und Ihrer Billigung vor Gericht für Sie aufgetreten ist, kann von einer Bevollmächtigung ausgegangen werden, so daß er auch einen Honoraranspruch Ihnen gegenüber hat. Sollte das Mandat nicht auftragsgemäß geführt worden sein und Ihnen dadurch ein Schaden entstanden sein, käme allerdings ein Schadensersatzanspruch in Betracht, der an dieser Stelle jedoch nicht geprüft werden kann.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




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Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 | Fax: (0221) 355 9206 | Mobil: (0170) 380 5395
Skype: schwartmann50733

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