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Maklervertrag zustande gekommen?

| 08.01.2014 11:56 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich habe ein Mietobjekt gefunden - über einen Makler - habe einmal besichtigt - und telefoniert mit dem Makler. Habe ich dort bereits einen Vertrag geschlossen? Denn jetzt habe ich eine Anzeige dieses Objektes von privat gefunden, dort würde ich natürlich die Courtage sparen. Kann ich mich von dem Makler distanzieren, oder ist das bereits zu spät.

Vielen Dank und herzliche Grüße

08.01.2014 | 13:48

Antwort

von


(310)
Marie-Juchacz-Straße 17
40470 Düsseldorf
Tel: 0211 911 872 43
Web: http://www.ra-mauritz.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Um das Ergebnis vorweg zu schicken: Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Makler einen Anspruch auf die Maklercourtage hat, wenn es zu einem Abschluss des Mietvertrages kommt.

Üblicherweise schuldet der Makler eine sogenannte Nachweistätigkeit. Es genügt dabei jede Mitteilung des Maklers an seinen Auftraggeber, durch die dieser in die Lage versetzt wird, in konkrete Verhandlungen über den angestrebten Mietvertrag einzutreten. Diese Nachweistätigkeit läge hier in der Mitteilung der genauen Daten des Mietobjekts an Sie sowie darüber hinaus in der Besichtigung mit/über den Makler.

Eines schriftlichen Vertrag bedarf es beim Maklervertrag nicht zwingend. Auch mündliche Abreden sind wirksam; ein Provisionsanspruch des Maklers entsteht selbst dann, wenn ein solcher expliziter mündlicher Vertragsschluss nicht feststellbar ist. Das Gesetz sagt hierzu: "Ein Mäklerlohn gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die dem Mäkler übertragene Leistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist", siehe § 653 Bürgerliches Gesetzbuch. Mutmaßlich wird in dem Inserat des Maklers auch ein Hinweis auf die Höhe der Provision und den Umstand, dass diese vom Mieter zu zahlen ist, zu finden sein.

Die Tatsache, dass der Mieter später auf andere Art und Weise Kenntnis über das Mietobjekt erlangt hat, kann dabei die (Mit-)Ursächlichkeit der Maklerleistung grundsätzlich nicht beseitigen. Die Rechtsprechung vermutet die Ursächlichkeit der Maklerleistung für den Abschluss des Mietvertrages, wenn der Abschluss des Mietvertrages innerhalb einer angemessenen Frist, in der Regel bis zu sechs Monaten, nach der durch den Makler erbrachten Leistung erfolgt.

Leider hilft Ihnen daher Ihre spätere Kenntnis des privaten Angebots des Vermieters nicht weiter. Es gibt natürlich auch Gründe, aus denen der Makler seine Provision verliert, bspw. wenn er vertragswidrig für beide Vertragsparteien tätig wird und dies nicht offenlegt. Da Ihre Sachverhaltsschilderung insoweit keine Rückschlüsse hierauf zulässt, dürfte der Anspruch des Maklers auf die Provision daher bestehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 10.01.2014 | 08:58

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