Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Maklervertrag per Handschlag

24.09.2009 19:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

im Internet wurde ich auf ein Grundstück aufmerksam, dass dort als Bauland annonciert wurde.
Daraufhin forderte ich von einem Makler das Expose an und unterzeichnete dessen Geschäftsbedingungen, u.a. eine ortsübliche Courtage des Kaufpreises für Bauland.
Im Expose ist das Land als Baugrundstück dargestellt.
Erst durch späteres Nachfragen beim Verkäufer stellte sich heraus, dass es sich nicht um Bauland, sondern um Ackerland (Brachland) mit einem FNP handelt.
Während einer Nachverhandlung mit dem Makler wurde nun die Vermittlungsprovision auf eine ortsübliche Courtage (die Hälfte der für Bauland) für Ackerland per Handschlag unter Anwesenheit eines Zeugen vereinbart.
Nach Unterzeichnung des Kaufvertrags (mit aufschiebenden Bedingungen und mehreren Rücktrittsrechten) gibt der Makler vor, von der Einigung während der Nachverhandlung nichts mehr zu wissen.
Wie ist hier weiter zu verfahren?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie sollten sich den Sachverhalt von dem Zeugen beweissicherer bestätigen lassen. Ist dieses erfolgt, sollten Sie die vereinbarte Provision (also die für Ackerland) dann zahlen. Weitergehende Ansprüche können Sie dann zurückweisen.

Zunächst gilt zwar der schriftliche Vertrag, solange Sie nichts unternehmen. Hier wäre daran zu denken, diesen ersten Vertrag schriftlich mittels Einschreiben/Rückschein anzufechten. Denn entgegen dem Exposé handelte es sich ja nicht um Bauland, so dass ein Irrtum vorliegt. Allerdings müssen Sie aufgrund des Irrtums unverzüglich anfechten, was wohl noch nicht erfolgt ist.

Mangels Anfechtung gilt der Vertrag also derzeit fort.

Ob eine Anfechtung jetzt noch möglich ist, lässt sich so nicht klären. Denn die Anfechtung hätte ohne schuldhaftes Zögern erfolgen müssen, also sofort nach Kenntnis, dass es kein Bauland ist. Das ist aber offenbar nicht erfolgt, wobei es aber auf den zeitlichen Rahmen ankommen könnte, der nicht bekannt ist.

Nur, wenn der Makler hierüber arglistig getäuscht hätte, wäre nicht unverzüglich, sondern binnen Jahresfrist die Anfechtung möglich. Diese Arglist müssten sie aber beweisen und ich kann nicht erkennen, wie Sie diesen Beweis führen wollen.



Nun wurde dieser ansich noch bestehende Vertrag aber "mittels Handschlag" abgeändert.

Die mündliche Abänderung dieses ersten Vertrages ist zwar zulässig.

Aber Sie müssen diese Abänderung im Streitfall beweisen, daher mein Eingangshinweis.

Gelingt dieser Beweis, gilt dann auch der Vertrag in der Fasssung der Abänderung. Dann wäre nur die geringere Provision zu zahlen.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70047 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle und fundierte Antwort bei einem komplexen Thema. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER