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Maklervertrag mit Stadtsparkasse

| 21.01.2016 18:04 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Sehr geehrte/r Herr/ Frau RechtsanwaltIn,
mein früherer Mann und ich bewohnen je ein Haus, die auf einem Grundstück hintereinander stehen. Vor ein paar Monaten geriet mein Exmann geschäftlich in Turbulenzen, die ihn zwangen seinen Dispokredit des Geschäftskontos bei der Stadtsparkasse zu nutzen, hat ihn aber keineswegs überzogen. Die SSPK erzeugte bald danach Druck, indem sie den Dispo zunächst um die Hälfte kürzte, dann innerhalb weniger Tage ganz kündigte. Mein Ex hätte also in wenigen Tagen 35000 € (bei einem max. Dispo von 40000 €) zur Bank tragen müssen. Ihm wurde dann ein Maklervertrag vorgelegt zum Verkauf unserer beiden Häuser + Grundstück, den er unterschreiben sollte. Er verweigerte das zunächst, unterschrieb dann aber doch nach 2 Wochen, da er sein Geschäft und damit seine Existenz in größter Gefahr sah. Die Hauskonten sind nicht bei dieser Bank! Es handelt sich um einen 6-monatigen Maklervertrag, der der SSPK bei Verkauf eine Provision und bei Nichtverkauf eine Aufwandsentschädigung von 7950 € zusichert. Welche Möglichkeit gibt es jetzt aus diesem Vertrag zu kommen? Ich als Miteigentümerin habe nicht unterschrieben. Ich muss nun ertragen, dass ein Mann von der SSPK jede Woche mit Kaufinteressenten durch mein Haus läuft. Da dieser Vertrag aus meiner Sicht durch Erpressung zustande kam, möchte ich auch keinesfalls diese horrende Aufwandsentschädigung bezahlen. Ist es möglich den Kaufpreis zu erhöhen, so dass niemand mein Haus kauft?
Das ist alles sehr schlimm für mich, da ich große Angst habe das Haus zu verlieren, in dem ich meine Kinder schon lange zu Hause sind. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Hilfe.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Knackpunkt ist, dass das Grundstück Ihnen beiden gehört, aber nur der Ehemann unterschrieben hat. Dadurch sind Sie nicht an den Vertrag gebunden und müssen auch dementsprechend niemand in Ihr Haus lassen. Daher können Sie durchaus das nächste Mal die Tür geschlossen halten, wenn wieder Interessenten in Ihr Haus wollen.

Auch ist der Vertrag gemäß § 123 BGB anfechtbar, weil er durch eine widerrechtliche Drohung zustande gekommen ist. Die Nichtverkaufsprovision ist dabei auch unwirksam, weil es eine krasse Benachteiligung darstellt. Die Anfechtung kann aber nur Ihr Mann machen, da nur er unterschrieben hat.

Davon abgesehen ist der Vertrag auch unwirksam, weil Sie und der Ex-Ehemann eine Eigentümergemeinschaft für das Grundstück bilden und bindende Verträge daher nur gemeinsam abgeschlossen werden können. Eine konkrete Handlung, um die Unwirksamkeit geltend zu machen (Anfechtung/Widerspruch), ist nicht notwendig.

Allerdings muß Ihr Ehemann vermutlich mit finanziellem Druck (Einforderung des Dispo) rechnen, wenn Sie sich nicht an den Vertrag halten. Deswegen und auch angesichts der in Rede stehenden Beträge empfehle ich, einen örtlichen Anwalt einzuschalten, damit er Ihr Vorgehen gegen die Bank konkret planen und begleiten kann. Oft reagieren Banken auf Anwälte anders als auch normale Bürger.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 21.01.2016 | 19:50

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