Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Maklervertrag - Verkauf unter Preisvorgabe möglich?

11.09.2017 17:01 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag!

Ich habe einen Makler mit dem Verkauf eines Objektes beauftragt - seit Wochen springt aber kein Käufer an, da der vom Makler angesetzte Preis (m. E. deutlich) zu hoch ist.

Nun hat ein Interessent einen konkreten Kauf angeboten - alle Bedingungen passen, nur der Kaufpreis ist deutlich niedriger (statt € 285.000,-- nur € 245.000,--). Ich möchte aber gerne zum Ende kommen, da ich ins Ausland wegziehe.

Nun will ich also zum Preis von € 245.000,-- verkaufen, aber der Makler sagt, dass ich das nicht kann, weil ich an den Preis seines Maklervertrages gebunden bin. Ohne seine Zustimmung ginge das also nicht.

Ist das wirklich so?

Im Vertrag steht drin, dass ich ein Maklerhonorar in Höhe von 3,57 % des Verkaufspreises schulde - dazu sagt der Makler, dass hiermit sein Kaufpreisangebot gemeint ist - ich denke, dass auf den notariellen Preis abzustellen ist. Er will dem Verkauf nur zustimmen, wenn ich 3,57 % von € 285.000,-- zahle.

Wie ist hier die Rechtslage?

Ich danke für eine kurze Einschätzung!

11.09.2017 | 18:15

Antwort

von


(2310)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,


nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung und vorbehaltlich der Prüfung des gesamten Maklervertrages werden Sie hier auch zu einem geringeren Preis verkaufen können.


Auf die Zustimmung des Maklers sind Sie - egal zu welchem Preis Sie verkaufen wollen - nicht abgewiesen, können also auch dann verkaufen, wenn der Makler nicht zustimmt.


Möglicherweise hätte er einen Schadenersatzanspruch, der aber voraussetzen würde, dass SIE sich vertragsuntreu verhalten, was so nicht erkennbar ist.

Denn nach dem vorgelegten Text ist auf den notariell vereinbarten Preis abzustellen (wenn denn der Makler überhaupt einen Anspruch hätte, was aber eben erst nach Prüfung des VOLLSTÄNDIGEN Vertrages abschließend beurteilt werden kann), da der Preisunterschied nicht so gravierend ist, dass die Identität zwischen Haupt- und Maklervertrag zweifelhaft ist (BGH, Urt.v.13.12.2007. Az.: III ZR 163/07 ).

Erst bei Abweichungen von 30 - 50 % wird man dann diese Zweifel haben und dann (aber eben auch nur dann) würde ein Provisionsanspruch bestehen können, weil man dann vermutet, dass allein zu lasten des Maklers der Preis reduziert worden ist.

Davon kann hier aber keine Rede sein.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg.



ANTWORT VON

(2310)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90337 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Anwalt hat kompetent und schnell geantwortet ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden und bedanke mich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und klar ...
FRAGESTELLER