Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Maklervertrag Immobilie

| 07.01.2021 14:35 |
Preis: 168,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Verkäuferin beuftragt ca. August 2020 Maklerin mit Verkauf eines Einfamilinehauses (EFH) in Bayern. Immobilie wird im November 2020 unter Übergabe eines Exposes besichtigt. Darin Hinweis auf Maklerprovision 3,48% zahlbar durch Käuferin, die Verbraucherin ist.

Am 17.12.2020 erfolgt Kaufvertragsschluss beim Notar mit Vereinbarung: "Maklerprovision wird durch Käufer gezahlt" (Klausel im Notarvertrag).

Am 24.12.2020 (Poststempel 27.12.2020) Rechnungsversand durch Maklerin an Käufer. Ein Hinweis auf das neue Maklerrecht durch die Maklerin ab 23.12.2020 erfolgt nicht. Weder vor noch nach Vertragsschluss.

Im verkauften Objekt besteht noch ein Mietvertrag. Mieterin ist die unter Betreuung stehenden Tochter der Eigentümerin. Zustimmung des Betreuers steht bis heute aus (Stand 07.01.2021). Mietvertragsfreiheit ist Bedingung im Kaufvertrag für die Fälligkeit des Kaufpreises.

Fragen dazu:

1) hat die Maklerin Anspruch auf die volle Provision von Seiten der Käufer? Oder 50% oder 0%?
2) Gibt es ein Zurpckbehaltungsrecht der Käuferin? ggf. bis Klärung des Mietverhältnisses?
3) Besteht ein Anspruch auf Einsicht in den Maklervertrag (Verkäuferin - Maklerin) oder Vorlage desselben durch die Käuferin?
4) Weitere Punkte die zu beachten sind?

07.01.2021 | 16:16

Antwort

von


(335)
Tannenweg 17
72654 Neckartenzlingen
Tel: 07127/349-1208
Web: http://www.rechtsanwalt-kromer.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.)
Grundsätzlich hat die Maklerin den Anspruch auf volle Provision vom Käufer. Ich gehe davon aus, dass sich Ihre Frage auf die zwischenzeitlichen Gesetzesänderungen zum Maklerrecht bezieht. Diese finden für Ihren Fall keine Anwendung, da Artikel 229 § 53 EGBGB vorsieht, dass die neuen gesetzlichen Regelungen – hier die Teilung der Maklerprovision – erst für Verträge Anwendung findet, die ab dem 23.12.2020 abgeschlossen werden. Der Maklervertrag zwischen Ihnen und dem Makler wurde aber deutlich davor abgeschlossen.

2.)
Der Provisionsanspruch des Maklers ist fällig, mit Wirksamkeit des vermittelten Kaufvertrages. Dazu müsste nun die genaue Klausel in Ihrem Kaufvertrag geprüft werden, ob die Wirksamkeit des Kaufvertrages unter der Bedingung der Zustimmung steht. Wenn dies nicht der Fall ist, wäre die Maklerprovision auch fällig. Grundsätzlich liegt das Risiko der tatsächlichen Vertragsausführung auch beim Maklerkunden. Wenn aber die Auslegung des Kaufvertrages ergibt, dass – wie wohl bei Ihnen - die Durchführung des Kaufvertrages bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zweifelhaft gewesen ist, weil diese nicht in der Macht der Vertragsparteien liegende Voraussetzungen erst noch geschaffen werden müssen, dann entfällt nach ständiger BGH-Rechtsprechung der Provisionsanspruch des Maklers, eine gezahlte Provision könnte dann zurückgefordert werden.

3.)
Ein Anspruch auf Einsicht in den Maklervertrag des Verkäufers kann dann bestehen, wenn Sie hieran ein berechtigtes Interesse darlegen könnten. Ein solches kann ich aus der Ferne nicht sehen. Der einzige Fall den ich mir aus der Praxis vorstellen könnte wäre der, dass Sie eine Vermutung haben, dass auch der Verkäufer eine Provision bezahlt hat. Dann könnte – wenn der Makler Sie nicht entsprechend über diese Doppeltätigkeit informiert hätte – die Maklerprovision nach § 654 BGB verwirkt sein.

4.)
Als sonstiger Tipp bietet sich noch die Prüfung auf etwaige Widerrufsrechte hin. Hier kommt es zum einen auf die inhaltlich korrekte Belehrung an, aber auch auf gewisse Formalia, die immernoch regelmäßig von Maklern nicht eingehalten werden. Eine entsprechende Überprüfung biete ich Ihnen gerne – vom Einsatz dieser Frage gedeckt – an. Meine Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Johannes Kromer

Bewertung des Fragestellers 11.01.2021 | 13:37

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Sehr schnelle Reaktionszeit und kompetente Antworten auf alle Fragen und Nachfragen. Gerne wieder. Vielen Dank für Ihre Beratung.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Johannes Kromer »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.01.2021
5/5,0

Sehr schnelle Reaktionszeit und kompetente Antworten auf alle Fragen und Nachfragen. Gerne wieder. Vielen Dank für Ihre Beratung.


ANTWORT VON

(335)

Tannenweg 17
72654 Neckartenzlingen
Tel: 07127/349-1208
Web: http://www.rechtsanwalt-kromer.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, Maklerrecht, Vertragsrecht