Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
509.011
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Maklervertrag-Hausverkauf

| 06.05.2009 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Guten Tag, ich möchte mein Haus verkaufen u. habe einen Makler beauftragt.Nun möchte ich den Vertrag kündigen.
Folgende Maklervereinbarung wurde getroffen:
1) Alleinauftrag***Beginn 13.06.08*** Laufzeit 6 Monate + Verlängerung um jeweils 4 Wochen **Kündigung des Auftrags erstmal nach 6 Monaten z. 31.12.08 danach 14 tägig.**
2) Im Erfolgsfall Vermarktungshornorar 7,14% inkl.MwST.

Meine Frag: Kann ich den Auftrag jetzt jederzeit kündigen und nach 14 Tagen ist der Auftrag beendet??
Entstehen mir Kosten?

Vielen Dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1.) Die vertragliche Vereinbarung über die Kündigungsmöglichkeiten ist wie folgt auszulegen: Die Mindestlaufzeit des Vertrags ließ eine Kündigung erstmals zum 31.12.2008 zu. Da eine solche Kündigung nicht erfolgt ist, verlängert sich das Vertragsverhältnis stets um jeweils 4 Wochen, wenn es nicht 14 Tage vorher gekündigt wird.

Sie können also nicht jederzeit mit einer Wirkung von 14 Tagen kündigen, sondern zum Ende eines Monats unter Beachtung einer Kündigungsfrist von 14 Tagen.

2.) Ob Ihnen Kosten entstehen, kann gegenwärtig nicht abschließend beantwortet werden. Der Provisionsanspruch eines Maklers entsteht, wenn infolge der Maklerleistung der angestrebte Hauptvertrag zustandekommt. Sollten Sie also zukünftig einen Kaufvertrag mit einem Käufer schließen, mit dem Sie durch den makler in Kontakt gekommen sind, kann ein solcher Anspruch i.H.v. 7,14% des Kaufpreises noch entstehen. Der Hauptvertragsschluss muss nicht innerhalb der Laufzeit des Maklervertrags erfolgen.

Darüber hinausgehende Kosten, die Ihnen allein aufgrund der Kündigung des Maklervertrags entstehen, kommen nur in Betrahct, wenn dies im maklervertrag geregelt wäre. Wobei dann im Einzelfall zu prüfen bliebe, ob es sich überhaupt um eine wirksame Regelung handeln würde. Denkbar wäre zum Beispiel, das eine unwirksame Vertragsstrafe vorliegen könnte.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 06.05.2009 | 19:29

Werter Herr RA Liedtke, ich bedanke mich für Ihre schnelle Antwort.
Zu 2.) ist mir noch nicht ganz klar wie es sich mit der Maklerprovision verhält, wenn ich innerhalb der Vertragszeit das Haus ohne Maklerkontakt verkaufen kann.

Freundliche Grüße Brigitte Zweigart

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.05.2009 | 19:48

Sehr geehrte Fragestellerin,

als Eigentümerin steht es Ihnen frei, mit Ihrem Eigentum nach Belieben zu verfahren. Daran ändert auch ein Maklervertrag nichts. Sie sind berechtigt, auch während des Maklervertrags das Grundstück an einen Käufer ohne eine ursächliche Maklerleistung zu verkaufen.

Der gesetzlich vorgesehene Provisionsanspruch entsteht dadurch nicht. Dieser setzt die Mitursächlichkeit der Maklerleistung für den Vertragsschluss voraus. Auch ein Makler-Alleinauftrag ändert daran nichts. Dieser Begriff bedeutet bloß, dass Sie sich verpflichten, zeitgleich nicht auch andere Makler mit demselben Objekt zu beauftragen.

Eine Zahlungsverpflichtung könnte Sie lediglich im Falle einer erfolgsunabhängigen Provision treffen. Eine solche kommt jedoch nur ausnahmsweise in engen Grenzen dann in Betracht, wenn die Parteien dies ausdrücklich im Rahmen einer Individualvereinbarung vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.05.2009 | 19:02

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich sehr erfreut über die informative, ausführlich und freundliche Antwort! Danke"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 06.05.2009 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66475 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und verständliche Information, besten Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zufrieden passt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wie gesagt - verständlich - ausführlich - freundlich - weiter so vielen Dank ...
FRAGESTELLER