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Maklervertrag- Aufwandsentschdigung bei privatem Verkauf

| 11.06.2011 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


17:06

Guten Tag!
Wir sind eine Erbengemeinschaft von drei Schwestern und wollen das Elternhaus verkaufen. Eine Maklerin von einer Bank wurde beauftragt das Haus zu verkaufen. Der Vertrag luft noch drei Monate, die Kuferprovision -8%- tragen wir Verkufer. Also vom Verkaufspreis sollen wir 8% an die Maklerin abfhren. Jetzt habe ich mich (teil der Erbengemeinschaft) zusammen mit einer Freundin entschlossen, das Haus zu kaufen.
Welche Mglichkeiten bestehen nun, die 8% zu umgehen? Vermutlich wrde die Maklerin ja eine Aufwandsentschdigung erhalten, oder? In welcher Hhe? Die Freundin hatte brigens nie Kontakt zur Maklerin.
Vielen Dank.

11.06.2011 | 15:42

Antwort

von


(458)
Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne darf ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Ein Maklervertrag kann grundsätzlich in Form eines „normalen" Maklerauftrags sowie eines Alleinauftrages vorliegen.

Beiden Vertragskonstellationen ist jedoch gemein, dass der Provisionsanspruch des Maklers nur dann entsteht, wenn gerade durch die Tätigkeit des Maklers ein Vertragsschluss mit einem Dritten zustande kommt. Daran mangelt es, wenn der Vertrag vollkommen unabhängig von der Tätigkeit des Maklers zustande kommt, selbige also nicht einmal mitursächlich für den geschlossenen Vertrag ist.

Nach Ihrer Schilderung des Sachverhalts wollen Sie als Teil der Erbengemeinschaft nunmehr mit Ihrer Freundin das alleinige Eigentum an der Immobilie erwerben. Die Tätigkeit der Maklerin könnte somit nur mitursächlich für den Vertragsschluss sein, wenn zumindest der Vertrag mit Ihrer Freundin dadurch angebahnt wurde. Sie selbst kannten die Immobilie ja bereits. Dies halte ich jedoch anhand Ihrer Schilderung für nicht gegeben, so dass die Maklerin in diesem Fall keinen Anspruch auf eine Provision haben dürfte.

Hinsichtlich der Aufwendungen der Maklerin bestimmt § 652 Abs. 2 BGB , dass diese nur dann erstattet werden müssen, wenn es vertraglich so vereinbart wurde. In welcher Höhe die Aufwendungen dann zu erstatten wären, ergibt sich ebenfalls direkt aus dem Vertrag.

Zusammenfassend möchte ich Ihnen daher hinsichtlich der möglicherweise in Betracht kommenden Aufwendungsersatzansprüche empfehlen, sich unter Vorlage des Vertrages nochmals anwaltlich beraten zu lassen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen schöne und erholsame Feiertage und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Vogt

Rückfrage vom Fragesteller 11.06.2011 | 16:54

Sehr geehrter Herr Vogt,
es liegt ein Alleinauftrag vor und die Maklerin ist laut Vertrag noch bis September für uns tätig. Wir müssten also diese Frist abwarten oder wäre es möglich schon jetzt das Haus zu kaufen?
Vielen Dank für Ihre freundliche Beratung

Rückfrage vom Fragesteller 11.06.2011 | 17:04

Sehr geehrter Herr Vogt,
es liegt ein Alleinauftrag vor und die Maklerin ist laut Vertrag noch bis September für uns tätig. Wir müssten also diese Frist abwarten oder wäre es möglich schon jetzt das Haus zu kaufen?
Vielen Dank für Ihre freundliche Beratung

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.06.2011 | 17:06

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich sind Sie auch bei einem Alleinauftrag nicht daran gehindert, die Immobilie selbst zu veräußern. Es ist jedoch möglich, dieses Recht vertraglich zu beschränken.

Da Sie sich im Falle einer wirksamen vertraglichen Beschränkung möglicherweise schadensersatzpflichtig machen würden, möchte ich Ihnen doch empfehlen, die Sache anhand des Vertrags nochmals zu prüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen


RA Michael Vogt

Bewertung des Fragestellers 12.06.2011 | 09:45

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