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Maklerrecht / Vertragsrecht

| 26.06.2012 10:04 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Sonja Richter


Guten Tag,

Die Frage lautet:

Wie bringe ich einen Makler dazu eine Immobilie nicht weiter zu bewerben wenn der Eingetümer das nicht mehr möchte?

Worum es geht:

Ich bin als Immobilienmakler tätig.

Eine Kundin möchte Ihr Haus verkaufen und ist auf mich zugekommen um diesen Verkauf für Sie durchzuführen.

Bei Besichtigung des Hauses ist mir aufgefallen das ich diese Immobilie schon einmal gesehen habe. Auf meine Nachfrage hin wurde mir bestätigt das vor ca. 2 Jahren ein anderer Makler damit beauftragt wurde, die Eigentümerin aber hat seit über 1 Jahr nichts von dem Makler gehört.

Nach meiner Recherche habe ich dann gesehen das dieser Makler diese Immobilie immer noch auf seiner Website anbietet, allerdings nicht zu dem jetzt gewünschten Preis der Eigentümerin, sonder ca. 11.000,-€ günstiger.

Der Auftrag wurde in meinem Beisein telefonisch gekündigt, eine Bestätigung sei nicht nötig, so der Makler. 2 Tage später habe ich diese dann in Auftrag genommen und biete diese seit dem an.

Nach meiner erneuten Überprüfung ca. 10 Tage später, habe ich festgestellt das dieser Makler diese Immobilie immer noch anbietet. Daraufhin haben wir noch einmal telefonsich die Kündigung ausgesprochen und das ganze per Einwurf einschreiben am 15.06.2012 fristlos schriftlich gekündigt.

Der Makler bietet diese aber immer noch an. Ich weiß das in seinen Verträgen steht das eine 4 Wöchige Kündigungsfirst eingehalten werden muss ....

Was kann ich tun damit dieser Makler die Immobilie nicht mehr anbieten und schon gar nicht zum falschen Preis.

MFG

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Ihre eigenen Möglichkeiten, das Unterlassen des anderen Maklers zu fordern, sind gering. Sie sind lediglich Mitbewerber, stehen aber nicht in einem vertraglichen Verhältnis zu dem anderen Makler.

Einen Anspruch auf Unterlassung sehe ich nur bei Ihrer Kundin, da diese das Vertragsverhältnis gekündigt hat. Ich kann derzeit nicht beurteilen, ob die mündliche Kündigung ausreichend war (möglicherweise sieht der Vertrag Schriftform für die Kündigung vor) oder ggf. in dem Telefonat eine einvernehmliche Beendigung des Auftragsverhältnisses vereinbart wurde. Dann wäre der Vertrag in jedem Fall bereits mit diesem Telefonat beendet worden. Andernfalls ist hier die Kündigungsfrist zu berücksichtigen. Nach dem Ablauf der Kündigungsfrist ist der Vertrag in jedem Fall beendet. Der Makler darf dann nicht mehr für Ihre Kundin tätig werden.

Ihre Kundin kann das Unterlassen von dem anderen Makler auch fordern. Sie sollte daher den anderen Makler schriftlich unter Fristsetzung dazu auffordern, das Angebot des Hauses zu entfernen und sich dazu zu verpflichten, dieses Haus nicht ohne ausdrücklichen Auftrag Ihrer Kundin anzubieten. Sollte das Vertragsverhältnis noch bis zum Ende der Kündigungsfrist bestehen (was ich nicht abschließend beurteilen kann), kann Ihre Kundin in jedem Fall von dem Makler verlangen, dass er das Haus zu dem höheren Preis anbietet.

Ich empfehle daher Ihrer Kundin, dass sie den anderen Makler schriftlich unter Fristsetzung zur Unterlassung und Entfernung des Angebots auffordert.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 26.06.2012 | 10:58

Hallo Frau Richter,

danke für die schnelle Beantwortung. In der Schriftlichen Kündigung haben wir uns auf das BGB § 652 berufen, das erseiner Pflicht nicht nachkommt, demnach fristlos gekündigt "und" gefordert das Angebot und alle Daten sofort aus dem Internet zu entfernen.... Leider vergeblich

Kann die Eingetümerin notfalls mit Schadensersatz drohen oder änliches ?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.06.2012 | 11:22

Sehr geehrter Fragesteller,

selbstverständlich kann die Eigentümerin mit Schadensersatz drohen. Es wird jedoch im Zweifel schwierig sein, einen konkreten Schaden nachzuweisen. Besser wäre es, dem Makler nicht nur mit Schadensersatz, sondern auch mit einer gerichtlichen Durchsetzung des Unterlassungsanspruchs zu drohen. Dieser ist tatsächlich durchsetzbar.

Mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 26.06.2012 | 11:34

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"Eventuell wäre eine Text Beispiel hilfreich, was bzw. wie ich etwas in eine erneute Kündigung bzw. Unterlassungsmahnung schreiben kann. Aber sonst prima, dank."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 26.06.2012 4,4/5,0
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