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Maklerprovison?


10.08.2017 19:12 |
Preis: 25,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Maklerprovision


Guten Tag!
Ich bin Immobilienmaklein im NRW Gebiet. Ich bin dabei eine schwer zu vermittelnde Wohnung zu vermarkten. Die Wohnung kostet 135.000 €. Mit dem Eigentümer war erst ausgemacht das 15000€ von der Verkaufssumme an mich abgetreten werden.
Deshalb bot ich das Objekt provisoinsfrei an meine Kunden an. Doch der Eigentümer hat jetzt seine Meinung geändert und möchte mit der Abtretung an mich nichts mehr zu tun haben. Wegen den Miterbern müsste er jetzt so vorgehen wie er mir erklärte. Er überlässt mir die Wohung für 120.000 € und ich soll meine Provision von der Käufer Seite bekommen. Ich möchte nicht gegen den Eigentümer vorgehen, da wir uns auch privat kennen. Im Prinzip ändert sich nicht viel für mein Käufer, er zahlt bei einer Kaufsumme von 120.000 € sogar weniger Grunderwerbssteuer im Vergleich zu 135.000 € Kaufsumme. Doch was kann ich jetzt machen um an meine 15.000 € Provision (inkl. MwSt.) zu kommen. Bei 6% Provision inkl. MwSt. komme ich auf eine Summe von 8568,-€ (120.000€ Verkaufspreis). Das ist viel weniger als geplant, ich habe bisher sehr viel Zeit investiert für diese Immobilie. Es sind auch 2 Tippgeber mit involviert die ich auch bezahlen muss. Mir bleibt dann am Ende nicht viel übrig. Darf ich eine pauschale Provison über 15.000€ inkl. MwSt. mit dem Käufer vereinbaren?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haben Sie mit dem Verkäufer eine vertragliche Absprache. Hier kann es jedoch Beweisprobleme geben, wenn Sie dies nicht schriftlich vereinbart haben.

Da Sie aber ohnehin gegen diese nicht vorgehen wollen, dürfte es schwierig sein, an die Provision zu kommen.
Sie haben zudem die Wohnung provisionsfrei angeboten - auch hier sehe ich ein Problem bezüglich der Käufer, die sich auf dieses Angebot hin gemeldet haben.

Auch ist in Ihrem Bundesland das Aufteilen der Provision bei Verkauf zwischen beiden Parteien 50/50 üblich und bewegt sich etwa bei 7,14 % https://www.immoverkauf24.de/immobilienmakler/maklerprovision/.

Letztendlich wird alles Verhandlungssache sein und es ist frei verhandelbar, doch ich bezweifel, dass Sie dann mehr als die 7% bekommen werden, zumal Sie ja provisionsfrei angeboten haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.08.2017 | 16:29

Vielen Dank für Ihre Antwort. Eigentlich ging es mir nicht darum ob ich Provision nehmen kann obwohl ich es Provisoinsfrei eingestellt habe. Ich kann das Objekt neu einstellen und auf neue Kunden/Kaufinteressenten warten. Bei dem niedrigen Preis von 120.000 € wird die Nachfrage sich enorm vergrößern. Worum es mir geht ist wieviel Provision kann ich legal insgesamt verlangen. Kann ich z.B. eine Pauschale Provision über 12.000€ + MwSt. verhandeln. Wenn es Verhandlungssache ist und der Käufer sich damit einverstanden erklärt. Ist das dann nicht machbar, oder mache ich mich da irgendwie strafbar.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.08.2017 | 10:15

Wie bereits oben beschrieben, sind Sie frei in der Verhandlung der Provision. Allerdings kann die Provision sittenwidrig sein, wenn diese das Übliche um ein mehrfaches übersteigt. Ich habe oben bereits die Höhe in Ihrem Bundesland beschrieben.

Das Oberlandesgericht sieht die Sittenwidrigkeit bereits bei 12 %, der Bundesgerichtshof auf alle Fälle beim 5-fachen.

Fordern Sie eine Einmalsumme, so müssen Sie prozentual abschätzen, ob diese diese Grenze erreicht. Fordern Sie mehr, kenn der Vertrag sittenwidrig sein, ggf. kann es wegen verwerflichen Gebahren strafrechtlich relevant sein. BGH EBE 1994, 10 AZ: IV ZR 35/93 Urteil vom 16.2.1994.

Im Bestenfalle kann dann die übliche Provision verlangt werden, im Schlimmstenfalle erhalten Sie nichts, das hängt dann vom Einzelfall und den Umständen ab.

Daher sind die von Ihnen verlangten 12.000 EUR vermutlich sittenwidrig und können nicht verlangt werden.

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