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Maklerprovision/Schadenersatz bei Eigenverkauf

09.06.2015 11:30 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Zusammenfassung: Bei einem Makler-Alleinauftrag ist der Immobilieneigentümer berechtigt, einen eigenen Kaufinteressenten zu suchen und mit ihm einen Kaufvertrag zu schließen. Ein Makler-Provisionsanspruch entsteht dann nicht.

Guten Tag,

wir haben einen Makler-Alleinauftrag unterschrieben, den wir zum 30.06. gekündigt haben.
Die Verweisungsklausel dürfte ungültig sein. Er verlangt jeweils 3,57 % Provision von Verkäufer und Käufer. Wir haben auf privatem Wege einen Käufer gefunden,
der bereit ist noch diese Woche zum Notar zu gehen. Der Makler hat auch 3 Interessenten,
von dem einer bereit wäre den vollen Kaufpreis zu zahlen unter der Bedingung, das die
Fassade des Hauses in Ordnung gebracht würde.

Kann der Makler Schadenersatz verlangen, falls wir privat verkaufen?
Wie hoch wäre dieser?
Wann sollten wir den Makler informieren? Erst nachdem der Notarvertrag unterschrieben ist? Da es sich bis dahin noch einige Tage hinzieht, wäre es uns lieber den Makler sofort
zu informieren. Wie müsste eine solche Information formuliert sein. Besteht dann aber die Gefahr, dass der Makler mit seinem Interessenten noch schnell "nachschießt" und sagt
mein Interessent hat aber gestern den vollen Kaufpreis akzeptiert?
Hat der Makler das Recht in der verbleibenden Laufzeit noch einen Käufer nachzuweisen um uns schadenersatzpflichtig zu machen, obwohl das Objekt nicht mehr zum Verkauf steht?





Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Alleinauftrag als Urkunde liegt mir nicht vor. Bitte prüfen Sie zunächst, welche Regelungen sich dort finden. Ich gehe hier von Ihrem Sachverhalt sowie der üblichen vertraglichen Regelung aus.

Beim Alleinauftrag bindet sich der Immobilienverkäufer exklusiv an einen bestimmten Makler, der seinerseits vertraglich zur Tätigkeit verpflichtet ist. Im Gegensatz zu dem sog. Qualifizierten Alleinauftrag ist aber der eigenhändigen Verkauf durch den Eigentümer nicht ausgeschlossen. Daher bestehe keine Bedenken dagegen, dass Sie einen eigenen Käufer gefunden haben und nun die Immobilie an ihn verkaufen wollen. Der Makler kann also keinen Schadensersatz verlangen, da kein Schaden entstehen wird.

Sie sollten den Makler so schnell wie möglich informieren (und sind dazu auch verpflichtet), wenn sie sich für einen Kaufinteressenten entschieden haben, damit der Makler keine weiteren Interessenten anbringt; schadensersatzpflichtig machen Sie sich aber auch in diesem Fall nicht, da Sie es ja in der Hand haben, an wen Sie verkaufen wollen.

Möglich ist aber auch, dass Ihr Vertrag eine Regelung für eine Aufwandsentschädigung (o.ä.) vorsieht. Eine solche Regelung wäre grundsätzlich zulässig und die Entschädigung wäre zu zahlen.

Die Information an den Makler könnte so formuliert werden:
„Sehr geehrter Herr Makler,
für das gemakelte Grundstück … haben wir einen Käufer gefunden, der das Objekt kaufen wird. Mit freundlichem Gruß"


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 09.06.2015 | 13:57

Vielen Dank.
Sie können den Vertrag unter dem unten genannten Link anschauen, den wir gefunden haben.
Der einzige Unterschied ist, dass in unserem Vertrag eine zusätzliche Position steht unter Absatz 4 (Pflichten des Auftraggebers):

Der Auftraggeber verpflichtet sich auch eigene Kaufinteressenten
an den Makler zu verweisen.

Hier der Link:
www.immoregio-makler.de/service/Makler-Allein-Auftrag_Standard.pdf

Handelt es sich jetzt um einen normalen oder qualifizierten Alleinauftrag? Hätte das andere Konsequenzen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.06.2015 | 18:03

Eine solche hinzugefügte Klausel (Abs. 4) verpflichtet Sie zu nichts, siehe z.B. das Urteil des Landgericht Flensburg (Aktenzeichen: 8 0 11/06 vom 18.06.2006). SIe ist unwirksam. Es bleibt dabei, dass es sich um einen (einfachen) Alleinauftrag handelt.
Es bleibt also bei den Aussagen der Ausgangsantwort. .

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