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Maklerprovision2

21.10.2015 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Provisionsanspruch eines Maklers nach Kündigung des Maklervertrages.

Ein Wohnungsverkauf wurde per Vertrag an den Makler mit Alleinrecht abgegeben. Der Vertrag beinhaltet einen Passage, in der man sich dafür entscheiden kann, die Wohnung nicht zu mehr verkaufen zu wollen, dafür muss man die bisherigen Ausgaben bezahlen. Meine Frage ist, ich hätte einen Käufer der ohne Makler kaufen will, weil dieser auch 3,57 Prozent zahlen muss. Kann man angeben die Wohnung nicht mehr verkaufen zu wollen und trotzdem verkaufen oder was kann rechtlich passieren? Hat der Makler doch Anspruch auf die Provision?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Wenn es sich um einen unbefristeten Maklervertrag handelt, können Sie diesen jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen. Handelt es sich um einen en befristeteten Vertrag können Sie diesen zum Ende der Laufzeit kündigen.

2. Sollten Sie den Vertrag beenden mit dem Hinweis nicht verkaufen zu wollen um dann doch zu verkaufen, haben Sie die Aufwendungen des Maklers für die Vermarktungsaktivitäten zu tragen.

3. Einen Anspruch auf eine Provision hat der Makler nach Kündigung oder Beendigung des Maklervertrages nur, wenn er den potentiellen Käufer vermittelt hat. Dann besteht ein Makleranspruch auch nach Kündigung des Maklervertrages.

Hat der Makler hingegen den Kaufinteressenten vermittelt, hat er über den Aufwendungsanspruch hinaus keinen Provisionsanspruch.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.10.2015 | 09:51

D.h wenn der Makler dem Kaufinteressenten das Exposé geschickt hat, genügt das nicht für eine Provisionsforderung? Und wenn der Makler im ein Kaufangebot unterbreitet hat genügt dies dann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.10.2015 | 10:22

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Wenn der Makler nachweisen kann, dass der Kaufinteressent die wesentlichen Angaben zu dem Objekt von ihm erhalten hat und ein Kaufvertrag über die Immobilie zustande kommt, fällt die Maklerprovision an.

In der Regel ist in dem Maklervertrag vereinnbart, dass der Nachweis ein Kaufgelegenheit ausreicht. Wenn der Kaufinteressent hingegen schon vorher und ohne Mitwirkung des Maklers Kenntnis von dem zu verkaufenden Objekt hatte, fällt keine Maklerprovision an.

Insoweit kommt es daher darauf an, ob der Kaufinteressent schon vor Übersendung des Exposes und des Kaufangebotes Kenntnis von dem zu verkaufenden Objekt hatte. War dies der Fall, fällt keine Maklerprovision an.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

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