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Maklerprovision zahlen obwohl Makler in Urlaub

04.09.2008 17:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Habe eine Wohnung gemietet. Das die Wohnung frei ist wusste ich von meiner Mutter, die im selben Haus wohnt. Meine Mutter hat einmal mit der Maklerin telefoniert zwecks Miethöhe. Daraufhin ist die Maklerin in Urlaub gefahren. Daher habe ich mich direkt an den Wohnungsverwalter gewendet und mit ihm die Wohnungsbesichtigung und den Mietvertrag erledigt. Den Schlüssel der Wohnung hatte der Hausmeister. Als ich eingezogen bin, war die Maklerin immernoch im Urlaub.

Jetzt habe ich von der Maklerin eine Rechnung bekommen.
Meine Frage:
Muß ich die Maklerin bezahlen? Ich habe die Maklerin nie gesprochen und nie gesehen. Sie hatte mit der Vermietung nichts zu tun.

Sehr geehrter Fragesteller/in,
vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzten kann, sondern ausschließlich den Zweck hat, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Nun zu Ihrer Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Die Maklerin hat dann gegen Sie einen Anspruch, wenn Ihnen die Maklerin die Gelegenheit zum Abschluss eines Mietvertrages nachgewiesen hat und es aufgrund dieses Nachweises zum Vertragsschluss zwischen Ihnen und dem Eigentümer bzw. dem Wohnungsverwalter gekommen ist. Dies ergibt sich aus § 652 BGB i.V.m. dem WoVermG.

Der Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages besteht in einer Mitteilung des Maklers an seinem Auftraggeber, durch die dieser in die Lage versetzt wird, in konkrete Verhandlungen über den von ihm angestrebten Hauptvertrag einzutreten (BGH NJW 05, 754).
Dabei können das nachgewiesene Objekt und sogar die Abschlussmöglichkeit dem Auftraggeber bekannt sein, wenn der Makler zusätzliche Infos liefert, die den Auftraggeber veranlassen, sich um das Objekt zu bemühen (BGH NJW RR 90, 1269). Es genügt in der Regel, dass der Makler durch seine Leistung dem Auftraggeber den Anstoß gegeben hat, sich konkret um den Vertragsabschluss über das in Rede stehende Objekt zu bemühen (BGH 141, 40,45); ebenso wenn er ihn über Einzelheiten unterrichtet , die für ihn nicht belanglos sind (BGH WM 85, 839).

Vorliegend wurde Ihre Mutter von der Miethöhe informiert. Dies wird nicht mehr als belanglos angesehen werden können. Ferner stellt gerade diese Mitteilung eine wesentliche Information dar.

Des Weiteren ändert die Tatsache, dass Ihre Mutter in Verhandlung getreten ist und nicht Sie, nichts an der Beurteilung. So müssen der Auftraggeber und der letztendlich vertragsschließende in einer engen Verbindung stehen. Der BGH hat dies z.B. bei einem Vater des Auftraggebers angenommen (BGH NJW RR 04, 414).

Insgesamt beurteile ich daher die Erfolgsaussichten als gering.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen diesbezüglich nichts anderes mitteilen kann, aber dies ist eine ehrliche Beuteilung Ihres Falles. Ich hoffe, dass ich Ihnen trotzdem weiter geholfen habe und stehe Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

André Neumann

Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.09.2008 | 18:32

Guten Abend Herr Neumann,

habe ich denn die Möglichkeit, die Provision zu kürzen, da Sie ja eigentlich nicht viel getan hat?

Danke für die Hilfe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.09.2008 | 18:41

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen die Nachfrage wie folgt:

ich verstehe das Problem, aber leider haben Sie keine rechtliche Möglichkeit die Provision „zu kürzen“.

Tipp: Versuchen Sie es doch trotzdem, sich zunächst auf den Standpunkt zu stellen, dass nicht Ihre Mutter, sondern Sie den Vertrag abgeschlossen haben. Die Rechtsprechung diesbezüglich braucht der Maklerin ja nicht bekannt zu sein. Signalisieren Sie sodann, dass sie trotzdem gewillt sind, eine „kleinere Provision“ zu zahlen.

Mit freundlichen Grüßen und einen schönen Abend

Rechtsanwalt André Neumann

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