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Maklerprovision vom Verkäufer ohne schriftlichem Vertrag

05.04.2014 16:17 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Zweiter Maklerlohn und Beweislast

Geehrte Damen und Herren,

ich betreibe ein Immobilienbüro und bin leider an einen unseriösen Auftraggeber geraten.
Vor ca 2 Jahren wurde ich beauftragt, für den Auftraggeber eine Eigentumswohnung zu verkaufen. Nach ca 3Monaten war ein Käufer durch mich gefunden und der Kaufvertrag wurde abgeschlossen. Vom Käufer habe ich meine Provision erhalten.
Der Verkäufer sicherte mir mündlich zu, ebenfalls eine Provision in Höhe von 3,57 % zu bezahlen. Nachdem der Verkauf abgeschlossen war und ich die Provision verlangt weigerte sich der Verkäufer diese zu bezahlen.

Meine Frage:
Kann ich die Provision mit Aussicht auf Erfolg einklagen? Der § 653 BGB lässt mich das zumindest annehmen.

Freundliche Grüße
Andreas S.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen einen Vertragsschluss konkret darlegen und beweisen können, wenn Sie Ihre Maklerlohn erhalten wollen. Dazu eignen sich als Beweismittel Urkunden, Zeugen und die Parteivernehmung insbesondere.

Das Problem kann sein, dass eine doppelte Provision eher selten ist, aber durchaus je nach Bundesland vereinbart werden kann und üblich ist.

Steht Aussage gegen Aussage haben Sie das Beweislastproblem. Bleibt das Beweiseregbnis offen, können Sie Ihren Anspruch nicht erfolgreich geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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