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Maklerprovision nur bei Herstellung des Kontakts zum Verkäufer?


18.05.2007 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Hallo,

ich bin seit langem auf der Suche nach einer Wohnung und habe mir Ende letzten Jahres eine mit angesehen, die eigentlich einem Freund über Makler angeboten worden war. Weil sie etwas zu teuer war, hat keiner von uns die Sache damals weiter verfolgt.

Auf eine Suchanzeige meinerseits meldete sich neulich der Eigentümer dieser Wohnung bei mir, der das Objekt jetzt direkt und etwas günstiger anbietet. Die Zusammenarbeit mit dem Makler hat er scheinbar schon zu Jahresbeginn eingestellt.

Könnte der Makler Provision von mir verlangen, auch wenn er den Kontakt nie hergestellt hat, der Abschluss also völlig ohne sein Zutun zustande kam?
Sehr geehrter Fragesteller,

der Makler kann keine Provision von Ihnen verlangen.

Zum einen wird wohl gar kein Maklervertrag zwischen Ihnen und dem Makler vorliegen, da er die Wohnung Ende letzten Jahres ja Ihrem Freund und nicht Ihnen angeboten hat. Ohne Maklervertrag hat er auch keinen Provisionsanspruch.

Zum anderen ist nach § 2 Abs. 1 WoVermG der Provisionsanspruch auch zwingend davon abhängig, dass die Tätigkeit des Maklers ursächlich für den Abschluss des Wohnraummietvertrages ist. Dies ist hier nicht der Fall, da Ihre Verhandlungen mit dem Vermieter allein auf Ihre eigene Suchanzeige hin zustande kamen.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 18.05.2007 | 16:55

Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt bzw. die Frage falsch platziert. Es handelt sich um einen Immobilienkauf, keine Vermietung. Aber wahrscheinlich macht das hier keinen großen Unterschied. Oder doch?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.05.2007 | 17:39

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Provisionsanspruch gegen Sie setzt u.a. zunächst voraus, dass zwischen Ihnen und dem Makler überhaupt ein Maklervertrag - mündlich oder schriftlich - geschlossen wurde.

Das Wohnungsvermittlungsgesetz gilt nur für Mietverträge. Für den Kauf von Eigentumswohnungen gilt es nicht. Grundsätzlich kann daher dann in einem Maklervertrag auch eine Provision vereinbart werden, die unabhängig von der Ursächlichlichkeit der Maklertätigkeit für den Abschluss der Kaufvertrages ist. Eine solche Regelung kann allerdings nur durch eine Individualvereinbarung zwischen Auftraggeber und Makler getroffen werden, nicht jedoch durch Allgemeine Geschäftsbedingungen.

Da die Wohnung aber Ihrem Freund und nicht Ihnen angeboten wurde, gehe ich nicht davon aus, dass Sie eine solche Vereinbarung mit dem Makler getroffen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

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