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Maklerprovision nach unwahrer Angabe im Expose

30.11.2020 09:38 |
Preis: 55,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Aufgrund einer Anzeige bzw eines zugesandten Expose eines Maklers wurde ich auf ein Grundstück aufmerksam, welches ich schließlich auch gekauft habe.
Das Expose enthielt die Angabe, dass hier der örtliche Bebauungsplan gälte.

Nach meiner inzwischen gestellten Bauvoranfrage stellt sich nun heraus, dass gar kein Bebauungsplan gilt und erst nach entsprechender Aufstellung der Gemeinde meinem Bebauungswunsch entsprochen werden kann.

Das ist für mich natürlich äußerst unschön, da ich das Grundstück mit der Absicht gekauft habe, dort auch zu bauen.
Dass dies aktuell, anderslautend als im Exopose erklärt, nicht möglich ist, schränkt mich natürlich in meinen finanziellenl Planungen extrem ein.

Welche Möglichkeiten habe ich nun? Muss ich die Courtage zahlen? Ist ggfls. sogar ein Rücktritt vom Kaufvertrag möglich?

30.11.2020 | 10:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


eine Verwirkung des Provisionsanspruch entsteht nur dann, wenn der Makler vorsätzlich oder in einer grob fahrlässigen Art und Weise den Interessen des Auftraggebers in so schwerwiegender Weise zuwiderhandelt, dass er eines Lohns unwürdig erscheint (OLG Frankfurt/Main, Urt.v. 07.11.1985, Az.: 16 U 179/84 ).


Dazu müsste der Makler also Kenntnis davon gehabt haben, dass der Verkäufer unrichtige Angaben zum B-Plan gemacht hat, bzw. er diese Kenntnis groß fahrlässig verhindert hat.

Davon wird man dann ausgehen können, wenn Sie den Makler selbst nochmals nach dem B-PLan befragt haben, also zusätzlich zum Exposé der Makler dazu Angaben gemacht hat.

War es hingegen "nur" das Exposé, liegen keine besonderen Umstände vor und der Makler durfte dann auf die Angaben der Verkäuferseite vertrauen, Sie als Kunde müssten dann davon ausgehen, dass die in dem Exposé des Maklers enthaltenen Aussagen nur Angaben der Verkäuferseite wiedergeben, hne dass eine eigene Haftung des Maklers dann besteht (BGH, Urt.v. 18.01.2007, Az.: III ZR 146 / 06).


Hier hängt es also davon ab, was genau der Makler gemacht hat und ob man dem Makler Kenntnis des Fehlens des B-Planes nachweisen kann. Ist das der Fall, muss die Provision nicht gezahlt wedren und es wird dann auch ein Schadenersatzanspruch gegen den Makler wahrscheinlich sein.



Ein Rücktritt vom Vertrag (gegenüber dem Verkäufer der nicht mit dem Makler gleichzusetzen ist) kommt in Betracht), wenn

a.) kein Gewährleistungsausschluss im Notarvertrag wirksam vereinbart worden ist, oder
b) der Bebauungsplan im Vertrag als Grundlage aufgenommen worden ist (ggfs. durch Einbeziehung des Exposé im Vertrag.

Hier kommt es also auf den genauen Wortlaut des Vertrages an, den Sie unbedingt gesondert in seiner Gesamtheit zusammen mit dem Exposé überprüfen lassen sollten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg




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