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Maklerprovision nach Vermietung an Dritte


28.12.2013 18:20 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Zusammenfassung: Der Provisionsanspruch des Maklers entfällt, wenn der Nachweis nicht mehr kausal für Abschluss des Vertrages ist.
Das ist in der Regel der Fall, wenn der Vertrag erst mit einem Dritten zustande kommt und erst später mit dem ersten Kunden.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte gerne eine erste Einschätzung zu folgendem Sachverhalt:

wir haben im April 2013 ein Haus zur Miete über einen Makler besichtigt. Ein
Mietvertrag kam nicht zustande, das Haus wurde über den Makler an Dritte vermietet.
Diese haben mittlerweile den Mietvertrag gekündigt und das Haus steht erneut zur Vermietung. Diesmal hat uns der Eigentümer selbst kontaktiert ohne Beauftragung eines Maklers, d.h. alle jetzigen Gespräche finden nur zwischen uns und dem Eigentümer direkt statt.

Nun zur eigentlichen Frage:
Ist es möglich, dass der Makler wegen seiner früheren Tätigkeiten einen Anspruch gegen uns geltend machen kann, wenn wir das Haus direkt vom Vermieter mieten?

Ich bedanke mich bereits im Vorfeld für Ihre Rückmeldung!
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Man muss zunächst klar stellen, dass es auf alle Umstände des Einzelfalls ankommt und auch auf den Inhalt des Maklervertrages. Es kommt hier auf die Kausalität zwischen Nachweisleistung und Zustandekommen des Mietvertrages zwischen dem Eigentümer und Ihnen an. Die Rechtsprechung hält in Ausnahmefällen einen Provisionsanspruch zwar für möglich, allerdings ist es in der Regel so, dass bei einem Zwischenverkauf die Kausalität entfällt (vgl. BGH, Urteile vom 16. Mai 1990 - IV ZR 337/88 - NJW-RR 1990, 1008 f und vom 20. März 1991 - IV ZR 93/90 - NJW-RR 1991, 950). In den Entscheidungen geht es zwar um den Verkauf, sinngemäß gilt dies aber auch bei Vermietung. Der ursprüngliche vom Makler vermittelte Vertrag kommt mit einem Dritten zustande und später kommt es ohne Nachweis des Maklers doch noch zum Vertragsschluss. So liegt der Fall bei Ihnen. Anders wäre es nur, wenn der Mietvertrag mit den Vormietern nicht wirksam zustande gekommen wäre.

Ich sehe keinen Provisionsanspruch des Maklers.


Bitte bedenken Sie, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten Beurteilung führen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

Paulistr. 10
31061 Alfeld
Tel.05181/5013
Fax 24163
mail:anwaltwoehler@hotmail.de

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