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Maklerprovision gerechtfertigt, wenn Verkäufer mit inseriertem Preis nicht einverstanden?


30.11.2011 23:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Wir sind auf der Suche nach einem Haus auf eine Anzeige im Internet gestossen. Makler wurde kontaktiert und eine Besichtigung arrangiert.
Der Makler deutete im Vorfeld an, dass der Verkäufer sich mit dem inserierten Preis noch nicht angefreundet hat. Tatsächlich hat der Makler einen Preis inseriert, der so mit dem Verkäufer nicht abgestimmt und nicht akzeptabel war (Aussage des Verkäufers).
Jetzt haben wir die Situation, dass wir bereit sind, den inserierten Preis zu zahlen, der Verkäufer diesen allerdings nicht akzeptiert.
Auch unser erhöhtes Angebot wurde abgelehnt.
Hat der Makler hier weiter einen Anspruch auf Provision? Oder hat er mit seinem unredlichen Verhalten diesen Anspruch verwirkt?
Der Verkäufer ist jetzt bereit, den Vertrag mit dem Makler zu kündigen und sich mit mir direkt zu einigen. Hat der Makler weiter Anrecht auf Provision?
01.12.2011 | 00:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Nach erster Einschätzung besteht dann ein Anspruch auf Provision des Maklers, wenn es zu einem Kaufvertragsabschluss zwischen Ihnen und dem Verkäufer kommt.

In diesem Fall hätte der Makler die vertraglich vereinbarte Leistung erbracht, den Kontakt zwischen Ihnen und dem Verkäufer herzustellen. Durch den Abschluss eines Kaufvertrages würde also der Provisionsanspruch entstehen.

Mag das Verhalten des Maklers auch auf den ersten Blick unerwünscht erscheinen, so ist die Tätigkeit des Maklers hier doch kausal für den Abschluss gewesen. Ohne die Tätigkeit des Maklers wäre der Kontakt zwischen Ihnen und dem Verkäufer nicht zustande gekommen, und dies ist hier maßgeblich.

Regelmäßig ist es so, dass der potentielle Käufer versucht, über den Preis zu verhandeln. Der ursprünglich angedachte Kaufpreis weicht regelmäßig von dem erzielten Kaufpreis ab. Die Tatsache, dass der Makler zunächst einen nicht vereinbarten Preis eingestellt hat, wirkt sich hier auf den Erfolg nicht aus.

Der Versuch, den Kaufvertrag nun ohne Beteiligung des Maklers zu schließen, wird nicht dazu führen, dass der Makler keinen Provisionsanspruch geltend machen könnte.

Ich bedaure, Ihnen keine für Sie günstigere Auskunft geben zu können.


Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier wichtige Informationen hinzugefügt, weggelassen oder unklar dargestellt worden sein, kann die rechtliche Beurteilung unter Umständen auch völlig anders aussehen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und bedaure nochmals, Ihnen keine für Sie günstigere Auskunft geben zu können!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2011 | 11:12

Vielen Dank für die Antwort.
Dass der Käufer regelmässig den Preis verhandelt ist normal. In der Regel sollte der neue Preis dann aber unter dem insertierten Preis landen.
In meinem konkreten Fall war ich bereit, den inserierten Preis ohne Verhandlung zu zahlen. Jetzt ist es der Makler, der den Preis nach oben verhandeln muss, da er einen Preis angeboten hat, den der Verkäufer gar nicht akzeptieren kann. Handelt er damit nicht sittenwidrig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2011 | 13:38

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Die Art und Weise des Handelns des Maklers ist selbstredend fragwürdig und wirkt nicht sonderlich professionell. Rechtlich ist dieses Vorgehen jedoch nach meiner Einschätzung nicht relevant. Entscheidend ist, dass der Makler den Kontakt zwischen Ihnen und dem Verkäufer hergestellt hat und dass es zu einem Vertragsschluss kommt. An die Sittenwidrigkeit, die zu einer zumindest teilweisen Unwirksamkeit eines Vertrages führen kann, werden enorme Anforderungen gestellt. Es ist nicht davon auszugehen, dass das Handeln des Maklers zur Sittenwidrigkeit des Maklervertrags führt. Im Falle des Abschlusses des Kaufvertrags entsteht nach meiner Einschätzung der Provisionsanspruch des Maklers.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Ich wünsche Ihnen nochmals alles Gute in dieser Angelegenheit!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


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