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Maklerprovision bezahlen ? (Mietprovision)

10.08.2016 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Hallo zusammen,

vor ca. einem Monat entdeckte ich eine Anzeige eines Maklers auf ebay-Kleinanzeigen für eine Mietwohnung. Nachdem ich mich für eine Besichtigung per Nachricht beworben habe, erhielt ich auch schnell eine Antwort. Ich wurde zu einer Massenbesichtigung eingeladen. Zur Besichtigung hatte ich noch keine Unterlagen dabei, deshalb habe ich diese via Mail der Maklerin übermittelt. Diese fragte dann ob ich mit einer Gebühr von 3,38 (kein Tippfehler!) Nettokaltmieten bei erfolgreicher Vermittlung einverstanden bin. Ich gab mein Einverständnis, jedoch wusste ich wenn ich mich dazu nicht bereit erkläre, ich keine Chance auf die Wohnung habe. Nun kam erfolgreich ein Mietvertrag zustande, den ich auch schon von allen Parteien unterschrieben zuhause liegen habe. Die Maklerin fordert jetzt ihr Geld (3,38 Kaltmieten). Nachdem ich Sie auf die neue Rechtslage aufmerksam gemacht habe (Bestellerprinzip und sowieso nur max. 2,38 Kaltmieten), antwortete Sie mir, dass falls ich den Betrag nicht bezahle bzw. ich nicht damit einverstanden wäre, sie einen neuen Nachmieter suchen müsse. Ich frage mich nun wie ich hier weiter vorgehen soll. Soll ich die Provision bezahlen und nach Bezug der Wohnung zurückfordern ? Oder reicht mir der unterschriebene Mietvertrag des Wohnungsbauunternehmens bzw. wie soll die Maklerin den Vertrag wieder auflösen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Wie Sie schon richtig ausgeführt haben, muss in der Regel der Vermieter die Kosten für den Makler tragen. Es gilt das sog. Bestellerprinzip. Nur in Ausnahmefällen, also wenn der Makler aktiv eine Wohnung für Sie sucht, dann wird eine Provision fällig. Dies gilt aber nicht für Wohnungen die bereits im Bestand des Maklers sind.

Sie sollten die Rechnung auf keinen Fall begleichen.
Die Maklerin müsste gegen Sie die Forderung per Mahnverfahren oder gerichtlich durchsetzen, was Sie vermutlich kaum tun wird, da Sie gegen geltendes Recht verstößt.

Wenn Sie den Mietvertrag unterschrieben haben, ist nur zwischen dem Vermieter und Ihnen ein Vertrag zustande gekommen. So lange der Vertrag nicht unter einer auflösenden Bedingung der Provisionszahlung steht, besteht kein Risiko. Sollte der Vermieter Ihnen den Einzug verweigern oder die Wohnung anderweitig vermieten, können Sie Schadensersatz geltend machen.

Melden Sie die Maklerin bei der zuständigen Gewerbeaufsicht. Gem. § 8 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 WoVermRG ist das Verlangen einer Provision bußgeldbewert.

Sollten Probleme auftauchen können Sie sich gerne jederzeit an mich wenden.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 10.08.2016 | 20:20

Sehr geehrter Herr Brödel,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich konnte im Vertrag keine Klausel bezüglich einer Provisionszahlung finden. Jedoch steht zu Beginn des Vertrags "wird vorbehaltlich einer eventuell notwendigen behördlichen Genehmigung folgender Mietvertrag geschlossen:". Ich hoffe darüber kann der Mietvertrag nicht aufgelöst werden oder etwa doch ? Ansonsten werde ich Ihren Rat befolgen und der Maklerin mitteilen, dass ich die Forderung nicht begleichen werde.

Vielen Dank nochmals

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.08.2016 | 20:29

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Ich wüsste nicht, warum die Behörde eine reguläre Vermietung nicht genehmigen sollte.

In Berlin ist derzeit nach meinem Wissen nur die Vermietung als Ferienwohnung genehmigungsbedürftig.

Sollte der Vermieter sich auf eine mangelnde Genehmigung berufen, so muss der die Umstände spätestens bei einem Streit vor Gericht offenlegen.
Insofern kann der Vermieter nicht einfach vom Vertrag zurücktreten.

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