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Maklerprovision berechtigt?


| 26.10.2007 18:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Wohnung gekauft.

Sämtliche Verhandlungen / Gespräche liefen über einen Makler.
Der Makler wird im Expose der Immobilie erwähnt.
Mir wurde die Maklergebühr mündlich unter Zeugen mitgeteilt.
Ich habe einen Finanzierungsvorschlag unterschrieben, auf der die Maklergebühr erwähnt wird.
Der Makler war beim Notar mit dabei.
Ich habe einen Finanzierungsauftrag unterschrieben.

Aber nirgends wurde schriftlich festgehalten, dass die Maklergebühr anfällt. Es gibt also keinen Maklervertrag und auch im Notarvertrag steht kein Wort von Maklergebühren.

=> Kann ich mich weigern die Maklergebühr zu bezahlen?

Ich überlege deshalb, weil ich nach dem Notartermin etliche Täuschungsmanöver des Maklers erkennen konnte. Nur wegen diesen habe ich die Immobilie erworben! Aber diese Täuschungen habe ich nicht schriftlich.

Ich habe vor den Finanzierungsauftrag zu kündigen.
Der Finanzierungsauftrag wurde am 08.10. unterzeichnet.
Der Makler war tätig und hat eine unterschriftsreife Finanzierung ausgehandelt. Es wären aber bessere Konditionen möglich.

=> Kann ich den Finanzierungsauftrag kündigen?
=> Was ist hierbei zu beachten?

Vielen Dank & mfG

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Sehr geehrter Fragesteller,

in Anbetracht des für Ihre Vielzahl an Fragen doch recht geringen Einsatzes Folgendes:

1. Soweit Sie schreiben, dass den Verhandlungen Täuschungsmanöver des Maklers innewohnten, müßte man näher prüfen, ob dies für eine Vertragsanfechtung oder Vertragsauflösung reicht. Dann wäre die Frage nach dem Maklerlohn unerheblich. Oft ist ein derartiges Vorgehen aber weniger erfolgversprechend, da die Täuschungen nur schwer zu beweisen sind - so wohl auch in Ihrem Fall.

2. Ansonsten werden Sie wohl die Maklerprovision bezahlen müssen. Zum einen ist den Umständen zu entnehmen, dass Sie um diese Zahlungspflicht wußten (durch das mdl. Gespräch oder die Erwähnung im Finanzierungsvorschlag), so dass Ihr Vertrag mit dem Makler entsprechend zu verstehen (auszulegen) wäre. Zum anderen besagt § 653 Abs. 1 BGB, dass der Mäklerlohn im Zweifel sogar stillschweigend als vereinbart gilt, d.h. selbst wenn in Ihrem Fall kein Wort darüber gefallen wäre, hätte Ihr Makler nach dem erfolgreichen Kauf Anspruch auf seinen Lohn.

3. Wann (Kündigungsfristen) und in welcher Weise (Form der Kündigung, i.d.R. schriftl.) Sie den Finanzierungsauftrag kündigen können, sollten Sie zunächst am besten im entsprechenden Finanzierungsvertrag nachlesen. Dort sollte dies genau geregelt sein. Es gibt zuviele Konstellationen, um dies hier näher auszuführen. Bei Problemen sollten Sie sich an einen Anwalt wenden, der die Angelegenheit genau begutachten kann.

4. Allein die Tatsache, dass bessere Konstellationen möglich gewesen wären, bringt Ihnen rechtlich keine Vorteile. Sie sollten entweder den Makler wechseln oder ein Gespräch mit Ihm führen (manche Geschäftsleute sind dann aus Kulanz- u. Aquisegründen durchaus zu Zugeständnisse bereit, z.B. bei der Vergütungshöhe).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt. Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2007 | 21:49

Sehr geehrter Herr Schneider,
vielen Dank für die sehr ausführliche Beantwortung der Fragen.
Bei meiner letzten Frage hier setzte ich 50 Euro ein und bekam nur einen 3-Zeiler. Wenn ich um die Qualität Ihrer Antwort gewußt hätte, hätte ich mehr geboten - VIELEN DANK!
Der Makler hat mir inzwischen per Email angeboten den Finanzierungsvertrag zu lösen. Dieses Angebot werde ich nun schriftlich eingehen. Muss er dann nochmals schriftlich bestätigen? Ich hoffe nicht.
Nochmals vielen Dank!
MfG, Stephan Reichl

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2007 | 21:59

Sehr geehrter Fragesteller,

grdsl. nicht (es sei denn im Vertrag wurde Derartiges vereinbart). I.Ü. kommt es darauf an, ob es sich um eine Kündigung oder echte Auflösung des Finanzierungsvertrages handelt. Bei letzterer Variante müsste zumindest der andere Vertragspartner die Auflösung auch noch bestätigen bzw. annehmen.

MfG

Dr. Schneider
Rechtsanwalt

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