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Maklerprovision bei Vorkenntnis

29.08.2014 14:08 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Zusammenfassung: Kein Anspruch auf Zahlung einer Maklercourtage bei Vorkenntnis

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei uns im Ort verkaufen Freunde von uns ihr EFH. Diese haben einen Makler (Provision 3,57%) eingeschaltet. Der Maklervertrag mit diesem läuft noch bis 30.09.14. Nun ist es so, dass wir auf Grund der Lage des Objektes überlegen, dass Haus unserer Freunde zu kaufen. Allerdings wussten wir schon vor der Beauftragung des Maklers, dass sie Ihr Haus verkaufen möchten un dwegziehen wollen. Die Verkäufering ist die Taufpatin meines Sohnes und der Sohn des Verkäufers wohnt bei uns in der Einliegerwohnung. Jetzt haben wir den gleichen Makler für den Verkauf unseres Hauses beauftragt. Der Makler weiß noch nichts von unserem Vorhaben. Hat der Makler von uns einen Anspuch auf seine Provision für den Kauf des Hauses unserer Freunde obwohl wir keine Besichtigung und Unterlagen von Ihm angefordert haben? Wenn wir das Haus kaufen, müssen wir dann ohne den Makler zum Notartermin?

Vielen Dank für Ihre Antwort
Mit freundichen Grüßen

Frank Schwarz

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Anspruch eines Maklers auf Zahlung einer Provision hängt von mehreren Voraussetzungen ab. Unter anderem muss ein Maklervertrag geschlossen werden, der Makler muss eine Maklerleistung erbringen und diese Maklerleistung muss (mit-)ursächlich für den Abschluss des Hauptvertrags werden.

Im vorliegenden Fall liegen die Voraussetzungen für das Entstehen einer Maklerprovision nicht vor. Eine typische Maklerleistung ist es, wenn der beauftragte Makler einen Kontakt zwischen den Vertragsparteien herstellt. Bei sog. Vorkenntnis, wenn sich die Parteien also bereits kennen und unabhängig von der Tätigkeit des Maklers Vertragsverhandlungen beginnen, die dann zum Abschluss eines Kaufvertrags führen, fehlt es vor allem an der Ursächlichkeit der Maklerleistung für den Abschluss des Hauptvertrags, so dass der Makler dann keine Maklerprovision verlangen kann.

Sie können den beabsichtigten Notarvertrag über den Grundstückskauf daher unabhängig von dem Makler schließen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Grundstückskaufvertrag dann auch keine Maklerklausel enthält. Häufig enthalten solche Verträge eine Klausel, wonach sich der Käufer verpflichtet, etwaig anfallende Maklerkosten zu tragen. Wenn auch die eigentliche Provision nicht anfällt, heißt das nicht, dass keinerlei Maklerkosten entstehen werden. Näheres hängt vom Inhalt des zwischen den Verkäufern und dem Makler geschlossenen Maklervertrags ab. Denkbar wäre nämlich, dass der Makler sich die Zahlung einer Aufwandsentschädigung o.ä. für den Fall vorbehalten hat, dass das Grundstück ohne seine Tätigkeit veräußert wird. In einem solchen Fall halte ich es jedoch für unbillig, wenn Ihnen als Käufer diese Zahlungspflicht durch den Notarvertrag übertragen würde. Falls solche Kosten überhaupt entstehen sollten, wäre es angemessen, wenn die Verkäufer den Makler selbst bezahlen oder wenn man sich diese Kosten teilen würde.

Sollten Sie den Grundstückskaufvertrag vor seinem Abschluss durch einen Anwalt prüfen lassen wollen, können Sie sich gern per Email mit mir in Verbindung setzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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