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Maklerprovision bei Direktkontakt ?


23.05.2005 12:57 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe bei immobilienscout 24.de nach einer immobilie gesucht und bin auch fündig geworden (an einem freitag mittag). ich habe daraufhin über die mailfunktion "weitere informationen" zum besagten objekt angefordert. dabei habe ich gesehen, dass als kontaktpartner ein makler angegeben war. da das besagte objekt in einem nicht weit entfernten Ort liegt, bin ich auf gut glück am darauffolgenden tag (samstag vormittag) einfach mal dorthin gefahren (eine genaue adresse war im internet nicht angegeben), habe das haus auch tatsächlich gefunden und "einfach mal geklingelt" um sicherzustellen, dass es überhaupt noch verkauft werden soll. der eigetümer bat mich sofort herein und stellte auf meine frage hin gleich klar, dass er mit dem makler keinen "ausschliesslichkeits-vertrag" geschlossen habe und ich ja auch ohne zutun des maklers den weg zu ihm gefunden hätte und den kauf auch ohne einbeziehung des maklers vollziehen könnte.
da mir die immobilie sehr gut gefiel, habe ich sie am darauffolgenden tag (sonntag vormittag) noch einmal mit weiteren personen zusammen ausführlich besichtigt und dem eigentümer bereits ein starkes kaufinteresse signalisiert (meine finanzierung stand zu dem zeitpunkt noch nicht fest, sodass ich noch keine abschliessenden preisverhandlungen führten konnte !)
ich habe bis heute (montag mittag) noch keinen kontakt mit dem makler gehabt. meine frage ist nun, ob eine maklergebühr rechtlich eingefordert werden kann, bzw. ob ich mich bei einem direkten vertragsabschluss ohne makler gegen eine spätere zahlung absichern kann. denn meiner meinung nach ist der gesamte vorgang ohne makler gelaufen !
23.05.2005 | 14:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Ihrer Schilderung ist der vorliegende Vertrag sehr wohl unter Beteiligung des Maklers abgeschlossen worden. So sind Sie doch erst durch eine vom Makler im Internet eingestellte Anzeige auf das Objekt aufmerksam geworden. Ohne diese Mitwirkung des Maklers bei der Vertragsanbahnung hätten Sie den nachfolgenden Besuch im Objekt und die Verkaufsverhandlungen nicht vorgenommen.
Genau betrachtet, hat der Makler durch seine (kostenpflichtige) Anzeige im Internet damit den Vertragsschluss angebahnt.

Freilich bedeutet dies nicht gelicchzeitig, dass Sie als Käufer nun in jedem Falle verpflichtet wären, die Maklercourtage zu zahlen: Ein Vertrag mit dem Makler besteht insoweit nämlich lediglich zwischen dem Verkäufer und dem Makler. Eine andere Frage ist dann, ob im Kaufvertrag die Maklerkosten auf Sie abgewälzt werden.Wenn es Ihnen gelingt, den Verkäufer zum Abschluss eines Kaufvertrages zu bewegen, in dem die Maklerkosten nicht enthalten sind, müssen Sie diese auch nicht bezahlen.

Sollte es Ihnen gelingen, einen solchen Vertrag zu schließen, bestünde also keine Pflicht gegenüber dem am Kaufvertrag nicht beteiligten Makler, eine Provision zu zahlen. Der Verkäufer müsste sich dann vielmehr mit seinem Vertragspartner, dem Makler, selbst auseinandersetzen und müsste die Maklerprovision bzw. Schadensersatz im zweifel aus der eigenen Tasche zahlen.

Denken Sie immer daran, Sie haben mit dem Makler keinen Vertrag abgeschlossen, der die Übernahme seiner Provision vorsieht. Ein solcher besteht nur zwischen Verkäufer und Makler. Vergisst der Verkäufer die Maklerprovision im Kaufvertrag auf den Kaufpreis aufzuschlagen, weil er denkt, es bestünde kein Anspruch des Maklers, kann eine nachträgliche Pflicht zur Übernahme von Maklerkosten durch den Käufer nicht einseitig begründet werden.
Eine gesetzliche Pflicht, nach der stets Maklerkosten zu entrichten wären, sobald ein Makler beauftragt ist, existiert nämlich nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

F.Sachse
Rechtsanwalt.


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